Mit gewaltiger Rauchfahne fährt der rasende Roland zu den bekannten Seebädern im Südosten der Insel von Putbus bis Gören. Gehört zum Besuch auf Rügen!
Das frühere Leben und Arbeiten der einheimischen Bauern, Handwerker und Fischer werden Sie in den sieben Mönchguter Museen intensiv nachempfinden. Eine seltene Rarität im Norden ist das um 1700 erbaute Rookhus, in dem Mensch und Tier unter einem kaminlosen Dach hausten. Sehenswert der als Museumsschiff eingerichtete Küstenfrachter Luise.
Die »Weiße Stadt« mit ihren weiträumigen Parkanlagen ist die anmutige Schöpfung des kunstsinnigen Fürst Wilhelm Malte zu Putbus. Berühmt ist das klassizistische Theater für seine einmalige Akustik und heute Treffpunkt aller Theaterfreunde
Ein abwechslungsreicher Spaziergang durchs Mittelalter mit herrlichen Fotomotiven wie zum Beispiel das mit sechs Giebeln gekrönte Rathaus und die historischen Häuser am Alten Markt. Wunderbare Aussicht von der Marienkirche. Im Katharinenkloster faszinieren antike Kostbarkeiten aus Gold und lebendige Fische des Meeresmuseums.
Mit ihrem spätgotischem Rathaus, einem Kleinod mittelalterlicher Baukunst, kann das kleine Städtchen an der Trebel ungeniert angeben. Dazu noch drei historische Stadttore um den Altstadtkern – eines birgt das Heimatmuseum – und eine weite Aussicht vom Wasserturm.
Von den früher so zahlreichen Windmühlen in Vorpommern sind nur noch wenige erhalten. In Steinhagen können sie ein gut restauriertes Exemplar als noch funktionierendes technisches Fossil bewundern.
Sehenswert sind der Park und die Prunkräume der vollständig erhaltenen Schlossanlage. Eine merkwürdige Besonderheit ist die fünfzehnseitige Dorfkirche im Fachwerkstil von 1616 mit ihrem spitzen Zeltdach.
Im Schwingetal beim Schullandheim Sassen sind noch mehrere Zeugen dieses steinzeitlichen Totenkults erhalten.
Die Hansestadt und ehemalige Kreisstadt Demmin liegt im Herzen von Mecklenburg-Vorpommern am Zusammenfluss von Peene, Trebel und Tollense. Aufgrund der nachgewiesenen Mitgliedschaft Demmins von 1283 - 1615 in der mittelalterlichen Hanse trat die Stadt 1992 dem Hansebund der Neuzeit bei. Seit 1994 trägt Demmin mit Stolz den Zusatznamen "Hansestadt".
Seine Geburtsstadt hat den Mecklenburgischen Nationaldichter Fritz Reuter nicht nur in seinen Namen aufgenommen, sondern auch ein Denkmal und ein Museum im Ratshaus für ihn errichtet. Ein Ort in der Nähe ist besonders reizvoll: Ivenak mit dem Naturdenkmal sechs mächtiger tausendjähriger Eichen.
Ein origineller Hechtbrunnen vor dem Rathaus der 800-jährigen Stadt erinnert an den Schildbürgglauben. Beliebte nahe Ausflugsziele sind die Burgwallinsel im Teterower See und Burg Schlitz mit Schloss und Parkanlage.
Der Besuch im Museumsdorf zeigt den dörflichen Alltag in Mecklenburg. Zu sehen gibt es u. a. ein Gutshaus, Tagelöhnerkaten, Dorfschule, Schmiede, Windmühle und eine erstaunlich komplette Sammlung von Oldtimer-Traktoren.
Die Loire-Schlösser dienten als Vorbild für das Neo-Renaissance Schloss Klink. Prachtvoll renoviert als Schlosshotel wuchert es mit seiner traumhaften Lage am Ufer der Müritz.
Acht Ecken hat das bescheidene 1346 erbaute Gotteshaus mit der spitzen Schiefermütze. Gegenüber sehenswert ist das Herrenhaus aus dem Jahr 1698.
In dem 1733 in spätbarocker Manier angelegten Ort blieben neben klassizistischen Fassaden in der Stadt der schöne Schlossgarten mit Orangerie und Tempelchen und die Schlosskirche erhalten. Mit Stadtkirche und Rathaus bildet der zentrale Marktplatz ein hübsches Ensemble.
In der Altstadt entdeckt man viele Zeugnisse aus der 1.000-jährigen Geschichte. Hinter der Stadtmauer drängeln sich die gotische Marienkirche, das Rathaus und historische Bürgerhäuser. Unbedingt sehenswert ist das neue Museum des Dreißigjährigen Krieges.
Ein kleines Museum pflegt das Gedenken an die Forscher Alfred und Kurt Wegener. Ihre Arbeiten und Polar-Expeditionen brachten entscheidende Fortschritte für Geophysik und Meteorologie.
Ob man sich dem Schloss in Rheinsberg mit einem Boot oder von der Marktseite nähert: Staunend wandelt man durch die geschmückten Räume des Rokokoschlösschens und dem Park. An Tucholsky erinnert eine Gedenkstätte im Schlossmuseum. In den Keramikmanufakturen kann man das berühmte Steinzeug der Stadt kaufen
Eine der schönsten Städte Brandenburgs, gemessen am Reiz historischer Stadtkerne mit originalen Baudenkmälern. Schön sind ein Bummel entlang der Stadtmauer und der weite Ausblick vom Pulverturm.
Heute sind nur noch Ruinen des Nonnenklosters am malerischen Wutzsee zu besichtigen. Barockkirche und frühklassizistische Häuserkulisse sind die Attraktionen der Kleinstadt.
Gleich zwei berühmte Söhne hat Neuruppin. Am Eingang zur Altstadt sitzt Theodor Fontane mit Notizbuch in der Hand. Hinter der Pfarrkirche St. Marien blickt Karl Friedrich Schinkel vom Sockel herab. Im Heimatmuseum erfährt man Interessantes aus ihrem Leben. Die renovierte historische Substanz des klassizistischen Städtebaues lohnt den Rundgang. Eine exotische Besonderheit ist der Tempelgarten.
Die Schweden wurden 1675 hier vernichtend geschlagen, was Friedrich Wilhelm zu kurfürstlichem Ruhm und Hakenberg zu dem 34 Meter hohen Denkmal verhalf.
Die vielen Fischteiche rings um Linum spendieren unzähligen Vögeln reiche Mahlzeiten. Allein über ein Dutzend Storchpärchen klappern um die Wette.
Den Titel verdankt Grünefeld seinem ansehnlichen Dorfanger mit originalem Dorfteich, einem Bauernhausmuseum und der Kirche aus dem 18. Jh. In der Nähe gibt es viele Angebote für Freizeit.
Ein Nachkomme des Birnbaums aus dem berühmten Gedicht »Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland« steht in vollem Saft – und viele weitere Birnbäume auf dem Gelände dazu. Heute wird aus den Früchten vor Ort Birnenschnaps gebrannt und verkauft.
Restaurierung hat den von Königin Luise so geliebten schlossartigen Landsitz und eine Bockwindmühle wieder zu neuem Leben erweckt.
Die imposanten Sehenswürdigkeiten wie der Dom St. Peter und Paul, das Altstädtische Rathaus mit Roland-Statue , das Paulikloster sowie die Kirchen St. Katharinen und St. Gotthardt sind beredte Zeitzeugen einer über 1000jährigen Geschichte.
Um 1180 stiftete Otto I. das erste märkische Kloster für Zisterzienser, die maßgeblich an der Ostkolonisation beteiligt waren. Unter der kostbaren Ausstattung der Backsteinkirche St. Marien ragen der spätgotische Flügelaltar und der Kreuzigungsaltar heraus.
Klein, aber originell: Achteckig ließ ein General von Rochnow um 1750 sein hübsches Hügelkirchlein konstruieren. In Golzow gibt’s auch eine 600 Jahre alte Wassermühle zu besichtigen und die private Krokodilstation des Tierfreundes Voigt (Anmeldung!).
Mindestens seit der Zeit um 1700 gibt es eine Windmühle. Ein interessantes Fotomotiv.
Die größte Höhenfestung Norddeutschlands aus dem Jahre 997 ist auch Dank des Panoramablickes ein Besuchermagnet.
Als englischer Landschaftspark zählt der Wiesenburger Schlosspark zu den schönsten seiner Art in Brandenburg. Vom 48 m hohen Schloss-turm haben Sie einen Ausblick auf Wiesenburg und Umgebung.
In der maßgeblichen UNESCO – Liste des Weltkulturerbes hat das Bauhaus in Dessau und damit das Wirken von Walter Gropius einen Ehrenplatz als eines der bedeutendsten Architekturdenkmale des 20. Jh. In der Bauhaussiedlung (1926-28) im Vorort Törten wurde das Konzept umgesetzt.
Sechs variantenreiche Parkanlagen bieten eine Kulturgeschichte von Barock, Rokoko bis zum Klassizismus. Von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet und für Sie ein Natur- und Kulturgenuss. Einzigartig hierzulande der englisch-chinesische Barockgarten Oranienbaum.
Hier hat der Augustinermönch Martin Luther im Jahr 1517 seine berühmten Thesen an die Tür der Schlosskirche genagelt: Damit wurde Wittenberg zum Startplatz der Reformation. In Luthers Wohnhaus mit der original erhaltenen Stube ist heute die größte reformationsgeschichtliche Sammlung der Welt untergebracht. Im Inneren der Schlosskirche Allerheiligen befinden sich die Grabmale von Luther, Melanchthon und mehr als hundert Gelehrten.
In der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes hat das Bauhaus in Dessau und damit das Wirken von Walter Gropius einen Ehrenplatz als eines der bedeutendsten Architekturdenkmale des 20. Jahrhunderts.
Als Hofkapellmeister wirkte J. S. Bach von 1717 bis 1723 in Köthen. Denkmal und Bachfesttage erinnern an ihn. Das Schloss Köthen beherbergt eine Besonderheit aus dem Biedermeier, das einzige ornithologische Museum der Welt
Auf steilem Sandsteinfelsen hoch über der Saale erhebt sich das stattliche vollständig erhaltene Renaissanceschloss. Bernburg lohnt einen Stadtbummel.
Besonders schön sind das Rathaus und das Ensemble der Barock- und Renaissance-Wohnhäuser am neu gestalteten Marktplatz. Im Umfeld grüßt ein Bismarckturm vom Wartenberg (Ausblick!), dessen Freizeitgelände einen originell gestalteten Bärenzwinger zeigt.
Wer vom höchsten der zehn Ortsteile von Könnern zum Saaleufer spaziert, muss einen Höhenunterschied von 130 m bewältigen. Hier im westlichen Teil findet man noch malerische Flecken und idyllische Wanderwege.
Mitte des 19. Jahrhunderts erschlossen sich die Staßfurter mit Salzbergbau eine ergiebige Quelle des Wohlstands. Die Entwicklung des Kalibergbaues wird anschaulich im Stadtmuseum präsentiert.
Im Historismus wurzelt die seltsame Burganlage, um 1907-25 neu geschaffen auf altem Gemäuer. Hübsch verspielt ist der Park mit Wasserspielen, Brünnlein und Brückchen und den exotischen Gewächsen.
Dank ihrer historischen Altstadt mit Schlossberg und Stiftskirche wurde die Stadt in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Zu bewundern sind die 1200 Fachwerkbauten aus sechs Jahrhunderten, das prächtige Rathaus und der malerische Münzberg.
Eine der bedeutenden Bischofstädte des Mittelalters. Überwältigend der gotische Dom, prachtvoll der Domschatz mit einmaligen Kostbarkeiten der Romanik.
Eine der schönsten barocken Anlagen Mitteldeutschlands. Gegründet 1084 und heute wieder genutzt von einem kleinen Konvent von Benediktinern.
»Bunte Stadt am Harz« nennt sich das gepflegte Städtchen mit seinem reizvollen mittelalterlichen Zentrum. Die Bimmelbahn bringt Sie zum Schloss auf den Agnesberg (350 m) und zu 40 original eingerichteten Wohnräumen.
Die Erholungs- und Freizeit-Einrichtungen sind eher für Kurgäste ausgelegt. Besonders attraktiv für Ausflügler ist die Großkabinen-Seilbahn auf den 482 m hohen Großen Burgberg: Herrlich der Panoramablick über Stadt und Vorharz. Hier beginnen auch viele Wanderrouten.
Klein aber fein ist das liebevoll gepflegte Museum im alten Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1840, dem ältesten hierzulande. Eine Modelleisenbahn-Anlage gibt es im Innern und historische restaurierte Fahrzeuge im Außengelände: Für Eisenbahnfans ein Erlebnis.
Die reichen Silbervorkommen im Rammelsberg führten zur Stadtgründung im Jahr 922 und finanzierten den Ausbau zum Machtzentrum des Kaiserreiches. Als Mitglied der Hanse erlebte die Stadt eine zweite Blüte. Hoch interessant auch das Silberbergwerk, das kontinuierlich über 1000 Jahre lang bis 1998 in Betrieb war (Weltrekord!)
Das städtische Museum erzählt 1.000 Jahre Stadtgeschichte. Auch von der Familie Steinweg, die als Auswanderer in die USA mit Steinway Konzertflügeln Weltruhm erlangten.
In einer restaurierten, funktionstüchtigen Mühle wartet das Wilhelm Busch-Museum auf den Besuch der Fans seiner heiteren Bildergeschichten.
Mit seinem geschlossen erhaltenen mittelalterlichen Stadtbild, zusammengesetzt aus über 600 Fachwerk-Bürgerhäusern, verführt Duderstadt zu einem Stadtbummel. Ein Höhepunkt: Das dreitürmige Rathaus. Verteidigungsbereit bis heute ist die Stadtmauer.
Ein Relikt aus der Zeit der Weserrenaissance sind die geschnitzten und gemalten Schmuckelemente, mit denen Adel, Klerus und Bürger ihre Häuser im 16. Jh. dekorierten. Das Wahrzeichen dieser östlichsten Stadt Nordrhein-Westfalens, die fast tausend Jahre alte St. Kilianikirche, ist besonders sehenswert, ebenso wie die Marienkirche, der früheste gotische Bau (1283) in Westfalen.
Eingebettet in den wohl schönsten Teil des Teutoburger Waldes glänzt Horn-Bad Meinberg sowohl mit einzigartigen geologischen Naturwundern als auch mit kulturellen Sehenswürdigkeiten. Auf der Grotenburg erinnert das Hermannsdenkmal von 1875 an die Varus-Schlacht, bei der die Germanen im Jahre 9 n. Chr. über die römischen Legionen siegten. Sehr viel älter sind die Externsteine, eine markante Felsengruppe, an der schon die Steinzeitmenschen gepicknickt haben.
Wer Interesse an schönen historischen Gebäuden hat, kann sich in Detmold richtig satt sehen. In der Altstadt sind etwa 350 historische Gebäude erhalten – und mit ihnen Fachwerk aus dem Mittelalter, Spätklassizistisches aus der Biedermeierzeit und dekorierte Fassaden aus der Gründerzeit.
In Bad Lippspringe kommen Erholungssuchende voll auf ihre Kosten: In dem Kurort gibt es zahlreiche Gesundheits- und Freizeitangebote. Eine künstliche Salzgrotte im Kaiser-Karls-Park ersetzt fast schon einen Strandkorbtag an der Küste. Eindrucksvoll ist der tiefblaue Quellteich der Lippe, das »Odinsauge«, das zu Füßen einer Burgruine aus dem 14. Jahrhundert liegt.
Ein imposantes Bild bietet vor allem der Dom aus dem 13. Jahrhundert mit seinem 92 Meter hohen romanischen Westturm, in dessen dreischiffiger Hallenkirche Kunstinteressierte zahlreiche fein gearbeitete Skulpturen bewundern können. Ein Muss für jeden Besucher ist das berühmte Hasenfenster im Kreuzgang: Drei Mümmelmänner teilen sich ebenso viele Ohren und haben doch jeder zwei davon.
»Kuik mol ruin!«, sagen die Delbrücker. Und sie haben Recht mit ihrer Einladung in das Radlerparadies Ostwestfalens. Am malerischen Boker Kanal trifft man auf Sehenswürdigkeiten wie die historische Bauernhofanlage in Sudhagen, das bedeutende Römerlager Anreppen und das Naturschutzgebiet Steinhorster Becken. Den frischen Delbrücker Spargel schätzen übrigens nicht nur Radler als Stärkung.
Schon vor der offiziellen Stadtgründung im Jahr 1185 war die Siedlung – begünstigt durch die Lage an der Lippefurt – ein bedeutender Handelsknotenpunkt. Von der Vergangenheit erzählen noch viele schöne Bauwerke: Zum Beispiel die zwei Türme, die die Silhouette der ehemaligen Hansestadt prägen. Am Marktplatz überragt die Große Marienkirche aus dem 13. Jahrhundert die Fachwerkgiebel der Bürgerhäuser.
„Tausend Jahre und kein bisschen alt“: Das Marketing-Schlagwort von Soest trifft den Nagel auf den Kopf. Die Bürger pflegen gewissenhaft das historische Erbe der Stadt, in der über 600 Gebäude unter Denkmalschutz stehen. Auf besondere Art und Weise prägt ein Baustoff das Bild der Stadt: der Grünsandstein, aus dem zahlreiche Baudenkmäler bestehen.
Der 10 Kilometer lange und über tausend Hektar große Stausee wurde in den Jahren 1908 und 1912 zur Stromerzeugung, Trinkwasserversorgung und Wasserregulierung der Ruhr angelegt – damals war er die größte Stauanlage Europas. Beeindruckend ist die 40 Meter hohe Staumauer – besonders dann, wenn bei Hochwasserstand aus 105 Maueröffnungen gewaltige Wasserfälle in die Tiefe rauschen.
Landschaftlich reizvoll und verkehrsgünstig im Ruhrtal gelegen, locken in Schwerte vor allem die Kunstschätze in der St. Viktor-Kirche und dem kleinen, aber feinen Ruhrtalmuseum im alten Rathaus die Besucher an. Der Goldene Antwerpener Schnitzaltar wurde 1523 in der für ihren schiefen Turm berühmten Kirche aufgestellt.
Fußball und Westfalenstadion sind spontane Assoziationen. Aber diese Großstadt bietet mehr. Aus dem durch Stahl und Kohle groß gewordenem Ruhrgebietszentrum entwickelt sich ein »Neues Dortmund« mit zur Mut und Innovation. Museen, historische und moderne Bauwerke, spannende Industriekultur: Besuchen Sie das Westfälische Industriemuseum in der im Jugendstil errichteten »Zeche Zollern«.
Herdecke
Die „Stadt zwischen den Ruhrseen“ pflegt das Bachviertel als historische Altstadt mit vielen erhaltenen Fachwerkhäusern. Reizvoll präsentiert sich das gut 30 Meter hohe Ruhrviadukt, eine Eisenbahnbrücke. Das Koepchenwerk am Nordufer des Hengsteysees bietet einen Blick in die riesige Turbinenhalle des Pumpspeicherwerks.
Von dem Fluss Ruhr hat die größte europäische Industrieregion ihren Namen. Hier begann die Industrialisierung. Das Tal der Ruhr ist heute ein beliebtes Naherholungsgebiet. Die Flussufer sind weitgehend von Verbauung verschont und von Wander- und Radwegen gesäumt. Auf dem Fluss verkehren Ausflugsschiffe der Weißen Flotte.
Von der Burg Volmarstein steht zwar nach der Feuersbrunst von 1754 nur noch die Ruine, aber sie bietet einen schönen Panoramablick. Vom Ort führt ein leichter Fußweg hinauf zum Burggemäuer.
Im 18. und 19. Jahrhundert war das Städtchen Schwelm als Kur- und Ausflugsort weithin bekannt. Heute erinnern noch einige erhaltene Fachwerkbauten und das Heimatmuseum im ehemaligen Wasserschloss Haus Martfeld an die Vergangenheit.
Kloster und Fachwerkhäuser: Wer Beyenburg in Wuppertals Osten besucht, ist schnell weit weg von der Großstadt mit Schwebebahn und Zoo. Wahrzeichen des Ortes ist die Klosterkirche. An der Beyenburger Freiheit reihen sich schöne, typisch bergische, Häuser aneinander. Der Stausee und der Weg längs der Beyenburger Furt nach Osten lädt zu einer Landpartie mit Picknick ein.
Mittelpunkt des beschaulichen Städtchens ist der »historische« Marktplatz, umstanden von typisch bergischen Bürgerhäusern mit ihren schieferverkleideten Fassaden. Im Stadtpark träumt ein hübsches Gartenhaus im Rokokostil.
Dem Bau der Talsperre 1982-1987 fielen mehrere Orte zum Opfer. Diese nicht ungefährliche Unterwasserwelt macht den See heute zum Dorado für Sporttaucher.
In der drittgrößten Stadt des Bergischen Landes überlebten nur wenige Bauwerke die Kriegszerstörungen. Dazu zählt das Wahrzeichen der Stadt, das 1906 erbaute Rathaus. Als eines der schönsten Häuser der Region gilt das „Haus Cleff“.
Als Herzstück des Bergischen Landes gerühmt wird die größte rekonstruierte Burganlage Nordrhein-Westfalens im Solinger Stadtteil Burg. Am Anfang des 12. Jahrhunderts erbaut als Hauptresidenz der Grafen von Berg, wurde sie mehrmals zerstört. Heute ist Schloss Burg ein Publikumsmagnet mit jährlich über 250.000 Besuchern. Bequem mit einer Seilbahn zu erreichen, bietet die Burg mit ihrem Museum und schön ausgemalten Wohnräumen viel Abwechslung.
Die größte Trinkwassertalsperre im Westen Deutschlands versorgt seit 1985 etwa 500.000 Menschen. Dank des späten Bauzeitpunkts wurden gezielt ökologische Aspekte berücksichtigt. Die Talsperre ist von einem ausgedehnten Wasserschutzwald umgeben, durch den viele naturnahe und markierte Wanderwege führen.
Etwa so alt wie der Kölner Dom ist die große ehemalige Klosterkirche. Bedeutend ist das vor 1400 fertig gestellte Westfenster. Es ist eines der schönsten gotischen Kirchenfenster nördlich der Alpen mit einer Darstellung des Himmlischen Jerusalems.
Die Stadt ist für die Tradition ihrer Papierproduktion bekannt. Regional informativ ist das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe. Die Hotels Schloss Bensberg und Schloss Lerbach sind nur eingeschränkt zu besichtigen.
Köln ist Kölner Dom und Karneval, weltoffen, historisch, kulturell, musikalisch und umgeben von Grün. Köln präsentiert Sagen und Legenden, den Kölschen Klüngel, Kölnisch Wasser und das kölsche Bier. Der Kölner liebt sein Veedel, seine Philharmonie und den ehrwürdigen Willi Millowitsch. Es ist stolz auf über 20 Museen, liebt seine Gastronomie mit dem Halven Hahn und geht einmal in seinem Leben „Zo Foß noh Kölle“.
Die 1.000-jährige junge Stadt Rösrath grenzt unmittelbar an das Kölner Stadtgebiet. Die Rösrather bezeichnen das Torhaus von Schloss Eulenbroich als Tor zum Bergischen Land.
Die Stadt mit über 32.000 Einwohnern liegt am südlichen Teil des Bergischen Landes am Fluss Agger. Der Name Lohmar stammt von fränkischen Einwanderern, wobei „Loh“ für Wald und „Mar“ für ein Gewässer steht. Die Stadt hat einen hohen Wohn- und Freizeitwert mit einem ausgebauten Fahrrad- und Wander-Wege-Netz in reizvoller landschaftlicher Lage.
Im südlichsten Teil des Bergischen Landes gelegen, fließt durch die Mitte der Doppelgemeinde der Wahnbach, der in die Wahnbachtalsperre mündet. Neben der Natur weist die Gemeinde noch idyllische Fachwerkhäuser auf. Die Deckenfresken der Pfarrkirche St. Margareta sind einzigartig nördlich der Alpen.
Die Stadt gilt als traditionsbewusste und zugleich moderne Großgemeinde. Der Stadtkern mit seinem historischen Marktplatz ist weithin auch durch den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt bekannt. Siegburgs Wahrzeichen, den Michaelsberg, krönt die 1064 gegründete Benediktiner-Abtei. Im Stadtteil Seligental kann man die 52 Meter hohe Staumauer der Wahnbachtalsperre besuchen.
Als man 1969 nach einem Namen für die aus acht Gemeinden neu zu bildende Stadt-Verwaltungseinheit suchte, bot sich der Patron der hier ansässigen Steyler Missionare Sankt Augustin an. Das älteste Gebäude der Stadt Sankt Augustin ist die Pfarrkirche im Ortsteil Niederpleis.
Universitätsstadt am Rhein, vor 2000 Jahren von Römern gegründet, Residenzstadt der Kurfürsten, Bundeshauptstadt ist heute UNO-Stadt. Die Geburtsstadt Beethovens präsentiert sich grün, liebenswert, traditionsreich und kulturell mit Münster Basilika und Beethovenhaus, Museumsmeile mit Kunstmuseum und Haus der Geschichte, dem ehemaligen Regierungsviertel mit Villa Hammerschmidt und Kanzlerbungalow.
Königwinter verdankt seinen Ruf als Touristenort dem Petersberg – Standort des Bundesgästehauses – und vor allem dem Drachenfels, angeblich Deutschlands meist besuchter Berg (320 m). Jünger als die Burgruine Drachenfels ist die Drachenburg, eine schlossartige Privatvilla aus der Gründerzeit.
Die Chaussee von Kiel nach (Hamburg-)Altona wurde von 1832 bis 1834 unter Frederik VI., König von Dänemark und Herzog von Schleswig und Holstein, als erste Kunststraße Schleswig-Holsteins gebaut. Die weitgehend gradlinig angelegte, 94 km lange Straße verkürzte den Verkehrsweg vom Ostseehafen Kiel zum Elbe- / Nordseehafen Altona erheblich und sollte als Konkurrenzhafen zum nahe gelegenen Hamburg Standortvorteile bringen. Der Bau der Chaussee war für die Wirtschaftsentwicklung Schleswig-Holsteins im 19. Jahrhundert von entscheidender Bedeutung. Fast alle der ehemals 23 Meilensteine und mehrere Brücken mit dänischem Königsmonogramm haben 175 Jahre überstanden. Auch einige Chausseewärterhäuser und Reste der Pflasterung vom Anfang des 20. Jahrhundert sind noch vorhanden.
Von Baubeginn bis Anfang des 20. Jahrhundert wurden abschnittsweise Alleebäume gepflanzt. Der historische Baumbestand dürfte bei 10.000 Bäumen gelegen haben, heute ist nur noch etwa ein Viertel der Strecke mit Alleebäumen bepflanzt. Hauptbaumarten waren Linde und Ulme, es gibt aber auch Abschnitte, die mit Ahorn, Esche, Eiche und anderen Baumarten bepflanzt worden sind. In vielen Abschnitten an der ehemaligen Reichsstraße/Bundesstraße 4 gibt es noch wertvolle alte Alleeabschnitte, z.B. in Bad Bramstedt, Neumünster, Mühbrook, Bordesholm. Der vermutlich älteste noch vorhandene Alleebaum steht in der Gemeinde Schulensee, die Linde stammt aus dem Jahr 1840.
Die Straße hat im Verlauf unterschiedliche Namen: Kieler Straße, Altonaer Straße, Hamburger Chaussee usw. Die Kreis-, Landes- und Bundesstraßen-Nummern lauten: K24, K79, L318, L319, B4, B5. Die Chaussee liegt sowohl in Hamburg als auch in Schleswig-Holstein. Es sind in diesem Jahr auch noch "grenzüberschreitende" Pflanzungen geplant.
Der Schleswig-Holsteinische Heimatbund (SHHB), der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) und viele Anliegergemeinden haben sich auf Initiative der Stadt Neumünster zum Ziel gesetzt, wo immer es die Nutzung der heute viel befahrenen Straße möglich macht, die historische Allee wieder herzustellen. Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Flintbek unterstützt das Projekt. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hat mit einer ersten Baumpflanzung auf dem Schleswig-Holsteintag in Neumünster im Juni 2008 die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen.
Der SHHB mit seinem Geschäftssitz in Molfsee direkt an der historischen Chaussee hat die Projektkoordination. Die Bäume werden aus naturschutzrechtlichen Ausgleichsmitteln, kommunalen Mitteln und Spenden finanziert. Die Stadt Neumünster, LBV-SH und SHHB haben umfangreiches historisches Material über die Straße veröffentlicht. Erste Pflanzungen sind in Kiel und Neumünster erfolgt, weitere Pflanzungen in Hamburg, Bönningstedt, Hasloh, Wiemersdorf, Großenaspe, Neumünster stehen unmittelbar bevor. Bis April 2009 werden als erster Schritt ca. 400 neue Bäume gepflanzt. In den kommenden Jahren sollen rund 5.000 weitere Bäume folgen.
Die Allee ist unsere Lieblingsallee, denn sie verbindet Hamburg mit Schleswig-Holstein und sie stellt den historischen Bezug zu unseren dänischen Nachbarn her. Wiederherstellung und Erhalt dieses historischen Kulturlandschaftselements verbindet Belange von Naturschutz und Landesentwicklung mit Landes- und Verkehrsgeschichte.
Weitere Informationen:
Die CD mit historischem Material zur Allee kann direkt bei der Stadt Neumünster bestellt werden.
Meine Lieblingsallee steht in Hamburg, Stadtteil Duvenstedt, direkt am Duvenstedter Triftweg. Es ist eine sehr alte, ca. 1 km lange Allee, die ursprünglich nur aus Eichen bestand, mittlerweile finden sich auch Hainbuche und Esche. Die ca. 50 Eichen sind ungefähr 100 Jahre alt.
Die alten Eichen bieten einen imposanten Eindruck, den man so sonst kaum noch findet. Die Allee ist außerdem relativ naturbelassen. Totholz wird nur in nötigem Maße entfernt und bietet somit bedrohten Tierarten Unterschlupf und Nahrung!
Diese Lindenallee befindet sich im Hirschpark parallel zur Elbchaussee zwischen den Straßen In de Bost und Mühlenberg in Hamburg-Blankenese. Die Allee ist unbefestigt und führt als Fußweg vom Witthüser Teehaus in den Park. Sie ist knapp 200 m lang und das Alter dieser hohen Linden beträgt mindestens 150 Jahre.
Da die hohen alten Linden recht eng stehen, vermitteln sie ein ganz besonderes Allee-Gefühl, hier lassen sich Blankeneser Hochzeitspaare gerne fotografieren.
Der Hirschpark ist ein sehr schöner alter Park, dessen Ursprung in das Jahr 1750 zurückreicht. Viele interessante alte Solitärgehölze gibt es zu entdecken. Die Lindenallee führt direkt auf den schönsten Baum dieses Parks zu: einen 250jährigen Bergahorn von malerischem Wuchs.
Der ehemalige Kurort hat sich zu einer wichtigen Tagungs- und Kongressstadt entwickelt. Heute weist Bad Honnef die höchste Kaufkraft in ganz Nordrhein-Westfalen auf. Daher rührt der Ruf als »rheinisches Nizza«. Im Stadtteil Rhöndorf hatte Konrad Adenauer seinen Wohnsitz, der besucht werden kann. In dieser Stadt wurde vor mehr als 60 Jahren die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gegründet.
1507 wurde Wittenberg zum Startplatz der Reformation, die die Welt veränderte. Mit Gedenkstätten ist die Stadt reich gesegnet. In Luthers Wohnhaus ist heute die größte reformationsgeschichtliche Sammlung der Welt untergebracht.
Im 15. und 16. Jh. hatte sich Torgau zum kulturellen Mittelpunkt Sachsens entwickelt. Das mächtige Schloss Hartenfels war die bevorzugte Residenz sächsischer Kurfürsten. An die schreckliche jüngere Vergangenheit der Torgauer Haftstätten erinnert die ständige Ausstellung »Spuren des Unrechts«.
Am Elbufer liegt Belgern, das sich den Charakter einer beschaulichen Kleinstadt bewahrt hat. Sehenswert: Das Rathaus mit dem originellen sandsteinernem Sechs-Meter-Roland. Vier Kilometer südlich lädt der beliebte Treblitscher Park alle Botanikfreunde zum Naturgenuss.
Hoch zu Ross kann man die Dahlener Heide erkunden. Aber es geht auch anders: per Kremser-Wagen oder per (Leih-) Fahrrad oder per Wanderstiefel.
Die zahlreichen Garten- und Parkanlagen sorgen für den passenden Rahmen der zahlreichen Baudenkmäler. Das neu sanierte Stadtmuseum prunkt mit einem einzigartigen Museum für Waagen.
Die Attraktion des Weindorfes ist das Barockschloss mit der Kirche aus dem 18. Jh. Der zauberhafte Schlosspark mit seinen barock-getrimmten Eiben und den Sandstein-skulpturen von Balthasar Permoser ist sehenswert.
Das über tausendjährige Meißen ist die Keimzelle Sachsens. Schönster Rundblick ist der vom Turm der Frauenkirche, in dem auch ein Porzellanglockenspiel aufgehängt ist. Der interessanteste Blickfang auf dem Berg ist die Albrechtsburg. In der Burg saß der Alchimist Johann Friedrich Böttger ein, der wenige Jahre später das Rezept für die Porzellan-Produktion herausfand. Ein Stück südwestlich der Altstatt ist heute der Sitz der gekreuzten Schwerter, dem Markenzeichen für Meißener Porzellan.
Ob und wie sehr die Radebeuler Weine die schriftstellerischen Abenteuer von Karl May beflügelten, ist in der historisch restaurierten »Villa Shatterhand«, seinem Wohnhaus nicht eindeutig dokumentiert. Unbedingt sehenswert ist die Sammlung von musealen Utensilien der Indianer Nordamerikas in dem Blockhaus »Bärenfett«.
Kurfürst August der Starke demonstrierte 1736, was er unter einem fürstlichem Prunkschloss verstand. Über einen Jagdsitz auf der Teichinsel türmte er eine prachtvolle Kulisse für seine Lustbarkeiten.
Nach ungeheurem Aufwand beginnt Dresden wieder zu strahlen. Mit unglaublichem Ehrgeiz ließ Kurfürst August des Starken seine Residenz zu einer großartigen Barockmetropolen Europas ausbauen (1694 – 1733). In der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 legte ein Bombenangriff die ganze Herrlichkeit in Schutt und Asche. Mindestens 35.000 Menschen starben. Aber die gewaltigen Anstrengungen der jüngsten Zeit lassen Dresden im neuen Glanz erstrahlen. Die Wiederherstellung der Frauenkirche (1726 – 1743) war der krönende Abschluss. Sehenswert sind der Zwinger und die berühmte Semperoper. Die Sempergalerie gilt als eine der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt.
Für Fans feiner Uhren ein Leckerbissen: das Uhrenmuseum. Es präsentiert die Entwicklung der Uhrenindustrie in Glashütte von 1845 bis heute.
Die Burgruine mit dem übergewichtigen Bergfried »Dicker Märten« sind von dem großen Feuer übrig geblieben, das 1728 die Stadt mitsamt der ersten Schöpfung des Orgelbauers Gottfried Silbermann verschlang. Den berühmten Sachsen würdigt ein Museum im Renaissanceschlösschen.
Seit dem 17. Jh. wird im Dorf geschnitzt und gedrechselt. Was zuerst Nebenberuf der Zinnbergleute war, entwickelte sich zum Spezialistenberuf für Kinderspielzeug. Das reichhaltige Museum zeigt die hübschen Handwerkssachen.
Die 1537 gegründete Saigerhütte im Ortsteil Grüntal ist ein hochinteressantes Denkmal spätmittelalterlichen Hüttenwesens für Kupferverarbeitung. Noch heute sind schwere Hämmer im Betrieb.
Die Stadt verdankt ihre Gründung und ihren damaligen Wohlstand dem Silberrausch Anfangs des 16. Jahrhunderts.
Das Rechnen nach Adam Ries(e) nahm hier 1525 seinen Anfang. Dem Rechenmeister der Nation ist ein Museum gewidmet.
Einige Höhenmeter muss man bezwingen hinauf zur Stadtkirche St. Georg. Nicht weit entfernt das Schloss Schwarzenberg, in dem ein Museum vom Bergbau und Spitzenklöppeln erzählt.
Im Geburtsort des ersten deutschen Astronauten Sigmund Jähn erwartet sie eine interessant gestaltete Deutsche Raumfahrt-ausstellung.
Die Hauptstadt des Vogtlandes war schon lange für ihre Tuchmacher bekannt, als im 18. Jh. die Stickerei und noch einmal 100 Jahre später die maschinelle Herstellung von Tüllspitze den Wohlstand der Bürger sicherte.
Mit viel Mühe und Sorgfalt wird in Worbis die historische Innenstadt saniert. Im „Alternativen Bärenpark“, einem Freigelände mit gesicherten Besucherwegen, können sich geschundene Bären in Gemeinschaft mit Wölfen erholen.
In Heiligenstadt können Besucher auf den Spuren von Theodor Storm wandeln: Der Dichter war dort als Kreisrichter tätig
Genau 59 Türme prägten einst die Silhouette der Reichsstadt. Interessant ist das neue Museum über die Bauernkriege im 16. Jahrhundert.
Die Altstadt von Bad Langensalza gibt mit ihren Fachwerkhäusern, der Bonifatiuskirche (15. – 16. Jh.) und dem Rathaus (18. Jh.) ein schönes Gesamtbild ab. Sehenswert ist der japanische „Garten der Glückseligkeit“ und der Rosengarten.
Die über Eisenach thronende Wartburg zählt zum UNESCO Welterbe und beherbergt einen besonders geschichtsträchtigen Raum: Die Stube, in der Martin Luther 1521/22 das Neue Testament in Rekordzeit vom Griechischen ins Deutsche übersetzte. Nicht zu vergessen Eisenach selbst: Hier wurde J. S. Bach geboren. Im kleinen Bach-Museum gibt es Erinnerungen und historische Musikinstrumente. Getauft wurde der kleine Bach in der Georgenkirche (aus dem 12. Jh.) am Marktplatz, in der auch Luther gepredigt hat. Das Haus, in dem er als Lateinschüler wohnte, ist zum Museum umgebaut. Sammlungen des Thüringer Museums (u. a. Porzellan) sind im Stadtschloss am Marktplatz zu sehen.
Das erste Motorradrennen Deutschlands startete 1923 am Schleizer Dreieck. Diese Tradition wird bis heute jeden Sommer gepflegt, zusammen mit einer Oldtimer-Schau.
Seit dem Mittelalter nutzen die Bewohner des Saaletales die Wasserkraft. Das restaurierte Wasserkraftwerk »Fernmühle« mit angeschlossenem Museum zeigt eine Epoche dieser Technikgeschichte.
Die Stadt ist bekannt für ihre schönen mittelalterlichen Bauten: Apotheke, Rathaus, Kloster und Schlösschen. Südlich von Saalfeld befinden sich die Feengrotten, eine bizarre Tropfsteinwelt in einem ehemaligen Alaunbergwerk.
Die zweite Attraktion neben der Greifvogelstation sind die duftenden Lavendelfelder, die hier seit dem 18. Jh. angebaut werden.
Die prunkvollen Räume des Barockschlosses Heidecksburg dienen heute als Kulturzentrum und Galerie für die Sammlungen des Thüringer Landesmuseums. Eine Abteilung ist dem hochwertigen Thüringer Porzellan gewidmet.
Die älteste Gemeinde Thüringens pflegt die Erinnerung an eine prominente Musikerfamilie, die hier im 17. und 18. Jh. kirchenmusikalisch tätig war: die Bachs. Im Neuen Palais des Schloßmuseum Arnstadt befindet sich eine Bachgedenkstätte.
Seit 500 Jahren werden an der Ohra Hammerwerke mit Wasserkraft betrieben. Das Technische Denkmal »Tobiashammer« demonstriert die Funktionen der imposanten Maschinen.
Zahlreiche erfolgreiche Athleten werben für die Sportstadt. Als Besucher können Sie selbst einmal Rennschlitten und Bob ausprobieren oder die Wintersportausstellung besuchen.
Mit ihren sieben Türmen beherrscht die Burg der Henneberger Grafen, die mitten in Schleusingen liegt, das Stadtbild. Unter den verschiedenen Ausstellungen ist die Sammlung von Mineralien und Versteinerungen besonders interessant.
Was aus dem Eisen, das man aus den Bergen rings um Suhl gewann, wurde, zeigt das Waffenmuseum: Dort sind die interessantesten Schießeisen aus sechs Jahrhunderten ausgestellt.
Die spätgotische Hallenkirche St. Georg, in der einst Luther predigte, beherbergt eine Holzorgel aus dem Jahr 1589. Das Besucherbergwerk „Finstertal“ ist besonders für Kinder interessant.
Sehenswert sind in dem Städtchen, das Ende des 19. Jahrhunderts als Theaterhochburg berühmt war, vor allem das Hoftheater mit seinem Park, der Englische Garten sowie das Schloss Elisabethenburg.
Ob Otto Lilienthal oder die Brüder Wright: Wie mutig und voller Erfindergeist die ersten Flugpioniere waren, zeigt das Deutsche Segelflugmuseum. Es demonstriert die Entwicklung von Fluggeräten von den Anfängen bis heute.
Zwei Zentren hat die Stadt: Das Barockviertel gruppiert sich mit vielen repräsentativen Bauten um das Stadtschloss. Das Stadtbild dominiert der Dom, der heute wieder vollständig restauriert im Glanz seiner barocken Pracht erstrahlt.
Stolz präsentiert die romantische Burgenstadt ihre architektonischen Schätze. Der »nadelspitze« Turm der Stadtkirche gehört ebenso dazu wie die vier Stadtburgen innerhalb der Festungsmauer.
Die engen Gassen der Altstadt laden zum Bummeln ein, und auch das regionale Hohaus-Museum im Barockschloss ist einen Besuch wert.
Europas weitläufigstes Vulkanmassiv lässt mit Basaltbrocken, Wäldern, Tälern, Seen und Bächen die Herzen von Naturliebhabern höher schlagen. Rasante Kurven auf 900 Metern Strecke bietet die Sommerrodelbahn auf dem Hoherodskopf.
Im Vogelpark bekommen Besucher einen Eindruck von der biologischen Vielfalt auf der Erde: Dort tummeln sich über 100 Vogelarten – von der einheimischen Eule bis zum Amazonas-Papagei.
Die Romanische Basilika, die als einziges Originalbauwerk aus der Gründerzeit einer Prämonstratenser-Abtei vor 900 Jahren erhalten geblieben ist, ist schon von weitem zu sehen. Die gesamte Anlage dient heute als Jugend- und Bildungshaus.
Sehenswert sind das rituelle Judenbad aus dem 13. Jahrhundert, die gotische Stadtkirche und die Burgruine. Im Wetteraumuseum wird die Geschichte der Stadt und der Region modern präsentiert.
Der Sprudelhof und die Trinkkuranlage sind Beispiele für unverfälschte Jugendstil-Architektur. Per Fernrohr ins Weltall spähen können Sterngucker in der Volkssternwarte auf dem Johannisberg.
Das 1907 sorgfältig rekonstruierte Limeskastell zeigt, wie römische Legionäre einstmals untergebracht waren. In Führungen wird geschildert, wie der Soldatenalltag aussah.
In unterirdischen Schluchten, Spalten und Hallen präsentiert sich in der 1974 entdeckten Kristallhöhle eine wundersame Welt aus glitzernden Calcit-Kristallen und Perltropfsteinen, die vor 350 Millionen Jahren entstanden sind.
Pulsierendes Leben in mittelalterlicher Kulisse: Das ist der historische Kern von Limburg an der Lahn. Der 1235 geweihte Dom – architektonisch geprägt vom Übergang der Romanik zur Gotik – ist mit herrlichen Fresken geschmückt.
Die hügelige Landschaft ermunterte Grafengeschlechter zum Bauen von Residenzen und Burgen: In Dietz zeugen davon das Barockschloss Oranienstein und das Alte Schloss mit seinem schiefen Hauptturm.
In Hahnstätten erwarten den Besucher ein Wasserschloss und eine Kirche. Auch wenn das Wasserschloss nicht besichtigt werden kann, lohnt sich ein Besuch des Dorfes an der Aar. Zahlreiche Fachwerkhäuser und das Heimatmuseum laden zu einem Besuch ein. Die Burgruine Katzenelnbogen, erhalten ist der Torturm und das Wohnpalais, lockt geschichtlich Interessierte.
Zur Liste des Weltkulturerbes gehört das Römerkastell, das zu den besterhaltenen großen Kastellen am Obergermanischen Limes zählt. Erhalten sind die rechteckigen Außenkonturen mit den Torresten, eine halbrundförmige Mauer im Innenbereich und ein Sandsteinquader.
Die rund tausend Jahre alte Burg, die 120 Meter hoch über der Lahn liegt, bietet einen tollen Ausblick vom markanten Bergfried. Zum beliebten Ausflugsziel wurde sie auch durch ihre einfallsreiche Erlebnisgastronomie.
Viele Gebäude des historischen Kurviertels tragen noch den Stempel der Belle Epoque – elegant und mondän. Auf dem Winterberg erinnert ein nachgebauter Römerturm an den Limeswall, der hier einst die Lahn kreuzte.
Auf der Festung Ehrenbreitstein, in der sich das Landes- und Rheinmuseum befindet, bietet sich den Besuchern ein fantastischer Blick auf das Rheintal und das Deutsche Eck, die Landzungenspitze an der Moselmündung.
Hoch über den bürgerlichen Häusern thront die imposante Marksburg. Dort können Interessierte durch die vollständig erhaltene mittelalterliche Wehranlage streifen.
Boppards hübsche Lage, der Wein und die historischen Bauwerke locken viele Besucher an. Besonders beeindruckend sind das Ritter-Schwalbach-Haus Original-Substanz aus dem 15. Jh.) und die kurfürstliche Burg von 1327.
Entdecken Sie die Burgstadt im Herzen des Hunsrücks. Ob wandern, Geschichte oder Genuss – hier ist für jeden etwas dabei
Was aussieht wie eine märchenhafte Filmkulisse, ist ein hundertprozentiges Original: die Burg Eltz wurde vom Besitzer, der Familie Eltz, vor Zerstörung bewahrt und bis heute perfekt gepflegt. Spannend ist die Führung durch kulturgeschichtliche Jahrhunderte.
Die doppelreihige Lindenallee (Promenade) befindet sich in der Stadt Münster (NRW) und bildet den innerstädtischen Grünring um die Innenstadt. Es ist meine Lieblingsallee, weil es ein wundervolles Gefühl ist, bei sommerlicher Hitze mit dem Fahrrad, abseits des Autoverkehrs, mitten in einer Großstadt unter dem kühlen Schattendach der Linden herzu radeln.
Münsters Promenade hat eine lange Geschichte. Der grüne Ring um die Altstadt spiegelt noch heute die mittelalterliche Befestigungsanlage wider. Ab 1770 entstand nach Plänen von Johann Conrad Schlaun eine Doppelallee aus Linden, die die Innenstadt komplett umschließt. Dazu wurde der innere Befestigungsring abgetragen und der innere Wassergraben zugeschüttet. Der äußere Befestigungsring mit dem äußeren Wassergraben wurde zur Promenade. Ab 1986 konnte ein umfangreiches Erneuerungskonzept für das Bau-, Boden- und Gartendenkmal, in Abstimmung mit den Denkmalbehörden, verwirklicht werden. Mit viel Aufwand und Engagement wurde der Baumbestand mit unterschiedlichen Methoden revitalisiert bzw. teilweise ausgewechselt. Nach der Kyrillkatastrophe im Januar 2007 wurde ein Abschnitt von 500 m Länge komplett neu bepflanzt. Die etwa 2000 Linden der gesamten Promenade befinden sich in unterschiedlichen Altersstadien bis zu 200 Jahren. Für den motorisierten Verkehr komplett gesperrt, hat die Promenade nicht nur für Münsters Radverkehr eine überragende Bedeutung. Sie macht als geschlossener Grüngürtel den Grundriss der Stadt unverwechselbar. Als 1. Grünring, der die Innenstadt umgibt, ist sie ein wichtiger Baustein in dem Grünsystem der Stadt. Damit dient sie der Erholung, ist neben der mittleren Radwegfahrbahn überwiegend beidseitig mit Fußwegen ausgestattet, die auch für Jogger sehr attraktiv sind.
Die Promenade Münsters ist ein herausragendes Bau-, Boden- und Gartendenkmal von Johann Conrad Schlaun. Als innerstädtischer 4,5 Kilometer langer Grünring dient sie in Münster als Fahrradautobahn. Durch ihre ringförmige Lage erreicht man von der Promenade aus vielfältige kulturelle Einrichtungen wie das Picasso Museum, das Schloß oder den Dom. Aber auch fast alle Freizeiteinrichtungen wie den Zoo, den Botanischen Garten oder das Freilichtmuseum sind von der Promenade genauso gut zu ereichen, als viele der münsterschen Parkanlage wie den erst 2008 als schönsten Park Deutschland gekürten Aasseepark oder den ebenfall 2008 gekürten ökologischen Wienburgpark. Von der Promenade als erstem Grünring ausgehend nehmen sieben Hauptgrünzüge eine besonders prägnante Stellung im Grünsystem ein. Sie führen aus der Innenstadt sternförmig in den Landschaftsraum und bilden mit den weiteren Grünringen ein annähernd idealtypisches Grünsystem einer Stadt.
Mein Favorit ist in Nordrhein-Westfalen, in Düsseldorf-Nord. Wo "Rahmer Kirchweg" und "Auf der Krone" zusammentreffen, beginnt die Heltorfer Schlossallee, die direkt auf das gleichnamige Schloss zuführt. Ca. 1 km, den Angerbach überquerend, Obstplantagen durchschneidend, verschiedenste Baumarten dichte Buchen bis hin zu "Nadeln werfende" Lebensbäume).
Hier ist meine "Warm-/Einfahrstrecke und Auslaufzone" für die Radtouren rund um den Düsseldorfer Norden. Am Ende der Allee das Schloss Heltorf, seit Jahrzehnten bewohnt von Graf Spee und seiner Familie. Eine Idylle zwischen den Großstädten Düsseldorf und Duisburg.
Die Lindenallee wächst westlich von Remscheid-Lennep und säumt die Zuwegung zu einem ehemaligen Gutshof. Auf 500 Meter Länge wachsen 50 Krimlinden (Tilia x euchlora), die für die Art beachtliche Stammumfänge zwischen 220 und 250 cm aufweisen. Kennzeichnende Merkmale der Krimlinden sind die steil aufwachsenden Kronen mit den nach außen herabfallenden langen Ästen.
Es ist unsere Lieblingsallee, weil sie als prägendes Landschaftselement insbesondere große Bedeutung für die Naherholung hat. Es ist einfach toll, ihre Erscheinung und Ausstrahlung im Laufe der vier Jahreszeiten zu erleben.
Die Lindenallee wächst im Naturschutzgebiet Westerholt in landschaftlich reizvoller Lage und in guter Erreichbarkeit zur historisch bedeutsamen Altstadt von Lennep. Die alten Bäume erfreuen sich einer guten Vitalität, lediglich die Krone eines Baumes ist durch Blitzeinschlag beschädigt. In Remscheid zählt die Westerholter Lindenallee mit zu den schönsten Alleen.
Meine derzeitige Lieblingsallee ist die Oppenhoffallee in Aachen. Über ca. drei Jahrzehnte war diese innerstädtische Allee auf dem baumbestandenen Mittelstreifen mit Autos pickepacke vollgeparkt. Schon damals gab es Proteste gegen diese Verunstaltung der Allee, aber die Autolobby setzte sich blechgewaltig durch. Die Bäume duldeten es stumm, Fußgänger, Radfahrer und Bürger mit Kinderwagen oder Rollstuhl hatten das Nachsehen.
Nach einer 'Zukunftswerkstatt Frankenberger Viertel' in 2005 - 2007 wurde der baumbestandene Alleenstreifen wie auch die kreuzende Viktoriaallee endlich wieder vom Blech befreit. Seitdem wird dieser grüne Streifen als Fuß- und Radweg gut genutzt, Pflanzkästen und Sitzbänke aufgestellt. Es ist noch einiges zu verbessern, einige Bäume noch zu ergänzen. Aber es geht halt langsam voran, da bisher nicht sehr viel Geld für die Revitalisierung insbesondere der Bäume zur Verfügung stand. Und die Bäume (Linden, Ahorn) müssen sich noch etwas erholen. Sponsoren für die weitere Begrünung der Allee sind der Stadt Aachen bestimmt willkommen.
Als historisches Highlight sind die Gedenksteine für Bürgermeister Oppenhoff zu erwähnen. Touristisch interessant sind fußläufig die schöne Altstadt von Aachen, der Aachener Dom, der Elisenbrunnen etc. zu erreichen.
Diese Alleen findet man in Kleve/Nordrheinwestfalen, an der B 9 oder Klever Ring bzw. B 57 - Kalkarer Straße. Wenn man von Südost die Stadt Kleve erreicht, wandert der Blick über Wiesen und Felder zur mittelalterlichen Schwanenburg. Der unverwechselbare Ort vermittelt ein Gefühl von Naturschönheit, Kunst und Kultur - Heimat.
Schon die Klever Grafen, die auf der Schwanenburg residierten, besaßen besondere Gärten und Fischweiher unterhalb der Burg und auf dem gegenüberliegenden Ufer des Kermisdahls. Ihren Namen -Galleien/Alleen - erhielt die halbkreisförmige Ebene, die durch den Kermisdahlbogen begrenzt wird, durch die Gartenarchitektur des Statthalters Johann Moritz von Nassau-Siegen, der 30 Jahre in Kleve wirkte.
An diese Gärten schlossen sich die Galleien/Alleen an. Drei parallel geführte Alleen, von denen eine vom Papenberg zur Schwanenburg, eine vom Spitzberg zur Stiftskirche und eine zum Prinzenhof führte. Bisher sind zwei Alleen, mehr als 700 m lang - in l955 und l999 erneuert und im Sinne des Fürsten Johann Moritz mit Birnbäumen bepflanzt worden - "Zur Freude und zum Nutzen". Im Frühjahr leuchten die zarten Blüten der als Sichtachsen angelegten Alleen. Im Herbst erfreuen die reifenden Früchte. Der Rauhreif, den der Winter in unserer Region häufig mit sich bringt, verwandelt die kahlen Birnbäume in bizarre Gestalten. Seit 2007 sind die Alleen wieder für jedermann begehbar hergestellt und werden gerne genutzt.
Es ist meine Lieblingsallee, denn zu den Pfützen der Galleien-Wirtschaftswege zog es meine Kinder zum Stiefeltest - wann läuft das Wasser endlich von oben hinein? ... Heute beobachten meine Enkel dort gerne Hasen oder Fasane auf den Feldern. Man begegnet oft Wanderern von außerhalb oder Freunden und Bekannten, Bänke laden zum Verweilen ein. Auch wenn man nicht viel über die Bedeutung des Ortes weiß - man spürt eine ungewöhnliche Erhabenheit - eine besondere Natur-Schönheit des Ortes. Die zuvor "in Vergessenheit geratene Landschaft" ist durch den Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering, in dem ich mitwirke, unterstützt durch Bürger, Behörden und Initiativen wieder bewusst und als "landesbedeutsame Kulturlandschaft" erlebbar geworden. Die Wiederherstellung der 3. Allee steht jedoch immer noch aus, unbegehbar - als Sichtachse - geplant. Dies ist eines unserer gemeinsamen Ziele.
Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen überzog nach seiner Ernennung zum kurbrandenburgischen Statthalter ab 1667 Kleve und seine Umgebung mit einem ganzen Netz von Alleen. Ein geometrisch geplantes Ordnungssystem von Alleen, Gräben und Kanälen verband autonome Gärten und Parks. Von Kleve aus startete der Siegeszug der Alleen für Deutschland - siehe "Unter den Linden" in Berlin. Die kurfürstlichen Gärten standen in Kleve Jedermann offen - ein Novum für die damalige Zeit. Das Freudental mit den Galleien bezeichnete der Fürst als sein Arcadien - Traum vom irdischen Paradies. Seine Leidenschaft "Bauen, Graben, Pflanzen" gab den kriegsverarmten Menschen der Region wieder Hoffnung. Die frühe Gartenkunst des Johann Moritz in Kleve fand "viele Nachahmer und wurde beispielgebend für die europäische Gartenkunst."
Auto-, Wander- und Radwege verbinden "längs der Via Romana" die Museen der Städte Xanten, Kalkar, Schloß Moyland, Kleve bis Nimwegen/NL. - nach dem Motto des Fürsten: "Soweit der Erdkreis reicht." Es ist beantragt, "Alter Park/Galleien" unter Denkmalschutz zu stellen.
Weitere Informationen unter www.heimat-kleve.de und www.bedburg-hau.de
Meine Lieblingsalleen befinden sich in Kleve (Nordrhein-Westfalen) im Landschaftsschutzgebiet "Galleien". Es sind zwei parallel verlaufende Alleen von jeweils ca. 500 Meter Länge mit Birnenbäumen, gepflanzt um das Jahr 2000, geschätzt insgesamt 200 Bäume.
Die Alleen symbolisieren die landschaftsgestalterischen Leistungen des Fürsten Johann Moritz von Nassau, die es zu bewahren und zu erneuern gilt. Nach dem 30jährigen Krieg wandelte der Statthalter Brandenburgs in Kleve eine geschundene Landschaft in ein Kleinod von europäischer Bedeutung um. Die Birnenalleen parzellieren die fruchtbare Landschaft der Galleien (vom niederländischen "Alleen"). Sie sind eingebettet in einem natürlichen Amphitheater, gebildet durch den Kermisdahlbogen mit den Endpunkten "Papenberg" und "Burgberg". Am Horizont verweisen die Alleen auf die Schwanenburg und die Stiftskirche. Diese Sichtachsen sind wesentliche gestalterische Elemente in der Gartenkunst des Johann Moritz.
Weitere Informationen finden Sie unter www.kermisdahl-wetering.de und www.heimat-kleve.de.
Meine Lieblingsallee befindet sich in Kleve, Nordrhein-Westfalen entlang des Wirtschaftsweges zwischen der Bundesstraße 9 und der Kreisstraße 3 und ist autofrei.
Die beeindruckenden alten Eichen erzählen ihre mehr als 300-jährige Geschichte. Die Eichenallee begrenzt nach Norden die von Prinz Johann Moritz von Nassau-Siegen in seiner Zeit als Klever Statthalter angelegten Parkareale des Neuen Tiergartens.
Es ist meine Lieblingsallee, weil sie wie ein Dom ist. Andacht kommt auf beim Betreten der majestätischen Eichenallee. Schon seit meiner Kindheit bedeutete der Aufenthalt in der Eichenallee etwas Besonderes. Heruntergefallene Äste durften wir als Kinder zu kleinen Gefechten ausprobieren. Sie halfen uns auch, an besonders schöne Brombeeren heran zu kommen. Gleiches erlebe ich auch mit meinen Sohn heute. Überhaupt strahlt die Eichenallee eine Ruhe aus, derer man sich zu Fuß oder per Fahrrad erfreuen kann. Mit etwas Glück hört der Wanderer an lauen Maiabenden sogar die singende Nachtigall, die dort ihren Lebensraum gefunden hat.
Neben den ehrwürdigen Eichen-Veteranen - man sieht, dass sie schon einiges mitgemacht haben - stehen neu gepflanzte junge Eichen. Die Verantwortlichen zeigen damit, dass der Wert dieser sowohl gartenarchitektonisch als auch ökologisch einmaligen Allee sehr geschätzt wird. Die barocke, besonders ausgezeichnete Gartenkunst mit dem weiten Areal des Neuen Tiergartens lädt Gäste von nah und fern zu erholsamen Spaziergängen - auch entlang des mit Kaiser-Linden bepflanzten Prinz-Moritz-Kanals ein. Als Vorsitzender des Heimatvereins Arenacum in Rindern, setze ich mich für den Erhalt der Eichenallee an unserer Dorfgrenze zu Kleve ein.
Die Eichenallee ist von der Tiergartenstrasse auf die Wasserburg Rindern - als Sichtachse - konzipiert und Teil der barocken Klever Gartenanlagen. Der große Kurfürst kaufte 1666 die Wasserburg Rindern und ließ sie mit dem umgebenden Areal - entsprechend seinem Anspruch - als Zeichen seiner westlichen Residenz Kleve ausgestalten. Der Neue Tiergarten, insgesamt unter Denkmalschutz gestellt, erhält durch die Eichenallee seine Einfassung nach Norden. Die Klever Gartenanlagen gehörten zum Vorbild europäischer Gartenkultur des frühen 17. Jahrhunderts. Maximilian Friedrich Weyhe, Schwiegersohn des großen Lenné in Berlin, hat die Anlagen (Forstgarten an der Tiergartenstraße) 1821/22 sorgfältig überarbeitet. Innerhalb der Kulturgeschichte der europäischen Gartenkunst sind die Klever Anlagen von überörtlicher Bedeutung - s. Wilfried Hansmann, Kerstin Walter, Dumont-Verlag Köln, 2006. Die einmaligen Anlagen wurden in der Klever Bäderzeit für viele Besucher - besonders aus den Niederlanden - ein viel genutztes Ziel. Die Stadt Kleve ist ringsum von Gärten, Parks und Alleen umgeben und zählt zu den besonders ausgezeichneten Gartenanlagen an der Straße der Gartenkunst.
Die Tiergartenstraße - besser wäre Tiergartenallee - führt zum einen in die Stadt Kleve, zum anderen nach Nimwegen in die Niederlande. Nimwegen ist als interessante Einkaufsstadt mit guten Kulturangeboten, Museen (Valkhof) und Parkanlagen z.B. Hortus arcadia bekannt.
Auf der alten Eisenbahnstrecke von Kleve über Kranenburg nach Groesbeek in den Niederlanden fährt die Grenzland-Draisine. Die Draisinenstrecke führt durch den Neuen Tiergarten und kreuzt die Eichenallee.
Meine Lieblingsallee ist eine über 300 Jahre alte, wunderschöne Eichenallee in Kleve-Rindern, Nordrhein-Westfalen. Sie ist autofrei und daher besonders ruhig, und sie verbindet auf den kürzesten Weg den Ortsteil Rindern mit dem Ortsteil Donsbrüggen und wird gerne von Radfahrern und Spaziergängern genutzt.
Sie ist seit meiner Kindheit, aber besonders in den letzten Jahren meine Lieblingsallee, weil ich in dieser Allee Erholung und Ruhe finde und die niederrheinische Landschaft um Rindern herum genieße.
Ich lebe seit vielen Jahren in Berlin, doch wenn ich in Rindern zu Besuch bin, mache ich gerne täglich Spaziergänge, egal bei welchem Wetter, und wie schön, dass die Allee nicht weit von meinem Elternhaus entfernt beginnt. Ich muss nicht erst noch mit dem Auto hinaus ins Grüne fahren, wie das in der Großstadt oft für viele der Fall ist. Die uralten, beeindruckenden Bäume erheben sich wie Säulen in einer gotischen Kathedrale und bilden mit ihren Ästen und Zweigen ein einzigartiges Gewölbe. Der Gesang der Vögel oder das Rauschen des Windes verschönert das Ganze. Dies hat mich über viele Jahre immer wieder schwer beeindruckt, so dass ich viele schöne Fotos von der Eichenallee gemacht habe und die Schönheit der Allee in allen vier Jahreszeiten und ihre wunderschöne Lage in der umgebenden niederrheinischen Landschaft fotografisch fest hielt. Die Eichenallee bietet rechts und links Ihres Weges ein herrliches Landschaftspanorama, der schöne Blick nach Gnadenthal, Wiesen und Felder, Wassergräben, entfernte kleine Wäldchen, einsame Bauerhöfe, dahinter in der nahen Ferne erstreckt sich die Düffel.
Außerdem bildet die Eichenallee einen Übergang zu den Klever Gartenanlagen, die im frühen 17. Jahrhundert angelegt worden sind. Zur anderen Längsseite der Eichenallee, nur einige hundert Meter entfernt nicht ganz parallel, hinter Felder und Gärten, - manchmal steht dort ein Reh oder es flattert ein Fasan erschreckt auf - die Aussicht auf den Reichswald, ein mit Laubbäumen bewaldeter Bergrücken, welcher sich von Kleve in Richtung Westen, mit einer Höhe von ca. 50 Meter dahin streckt. Die Eichenallee läuft spitzwinklig auf diese Walderhebung zu und endet dort. Nach Überquerung der Bundesstraße 9 ist eine Fortsetzung des Spaziergangs hinauf in den angrenzenden Reichswald möglich. Aus diesem Grund ist die Eichenallee auch ein Teilstück meiner Joggingstrecke. Fahrradfahrer wählen oft am Ende der Eichenallee den Weg nach Schloss Gnadental um die Radtour, fern der stark befahrenen Straßen, in Richtung Donbrüggen fortzusetzen.
Die Ruhe in der Eichenallee und ihre Lage in der niederheinischen Landschaft ist gefährdet; sie soll durch den Neubau einer Straße zerstört werden. Parallel zur Eichenallee, durch die Felder, soll ein Teilstück der Bundesstraße 9 verlegt werden. Damit wird ein Naherholungsgebiet und Kulturgut, die Eichenallee und ihre Umgebung, zerstört. Nicht nur der erholungssuchende Mensch, sondern auch die Tier-, Vogelwelt werden vertrieben.
Diese 400m lange Eichenallee steht an der alten B54 in Steinfurt-Borghorst, NRW. Die ca. 60 Bäume sind ungefähr 80 Jahre alt. Durch Blitzeinschlag wurden 4 Nachpflanzungen erforderlich.
Es ist meine Lieblingsallee, da sie direkt an einer vielbefahrenen Straße die Möglichkeit eines geruhsamen und erholsamen Spaziergangs bietet. Im Sommer verströmt sie Frische und Kühle und vermittelt einem das Gefühl, in einer besonderen Landschaft zu sein.
Die Allee ist heute ein Naturdenkmal; vor 20 Jahren sollte sie gefällt werden, wurde aber mit Unterstützung der Stadt Steinfurt und Initiative des NABU erhalten.
Südöstlich von Kerpen, Rheinland in Nordrhein-Westfalen begleiten die Linden den Weg zur Gymnicher Mühle. Die Allee beginnt direkt nördlich der Autobahn und geht bis zur Mühle. Insgesamt sind es ca. 100 Bäume, die in Brusthöhe einen Durchmesser von mehr als 50 cm haben. Es ist meine Lieblingsallee, weil es eine schöne alte Lindenallee abseits stark befahrener Straßen ist.
Derzeit ist der Aufbau eines Naturparkzentrums Gymnicher Mühle geplant, in dessen Umfeld ein Naturlehrpfad entstehen soll und worin die Allee integrieren werden wird.
In Nordrhein-Westfalen, entlang der Bösenseller Straße der Stadt Münster befinden sich diese Linden. Die 3,5 km lange Allee führt im Westen des Ortsteiles Roxel entlang und geht durch eine typisch westfälische Landschaft mit Feldern, Waldgebieten und ländlicher Bebauung. Angelegt wurde die Sommerlinden im 10 Meter-Abstand um ca. 1930. Damals war das Wegeprofil noch stark gewölbt und mit Kopfsteinpflaster befestigt. Der Bestand der Allee war vor ca. 20 Jahren arg gefährdet, als es Überlegungen gab, die Umleitungstrecke wegen des stark befahrenen Kreuzungspunktes A1/A43 hierhin zu verlegen. Dann hätte die Straße weiter ausgebaut werden müssen. So haben aber die ca. 500 Linden weiterhin die Chance, im Sommer jeden Jahres die Bienenweide im Westen Münsters schlechthin zu sein.
Warum es meine Lieblingsallee ist, möchte ich auf keinen Fall verraten!!! Das sollte man schon selber mit dem Fahrrad "erfahren". Ich kann das nur dringend empfehlen!!
Unweit des nördlichen Endpunktes der Allee befindet sich das Geburtshaus der Annette von Droste-Hülshoff. Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschen Dichterinnen. Das Wasserschloss Hülshoff hat einen sehenswerten Park mit tollen alten Eiben.
Meine Lieblingsallee ist in Wesel, Nordrhein-Westfalen. Im Dreieck zwischen den Weseler Ortsteilen Flüren, Diersfordt und Bislich befindet sich die Allee aus 96 Winterlinden. Sie steht an der Straße Am Homberg, erreichbar ist sie von der Bislicher Straße (K7) aus (über Straße Auf dem Mars).
Auf 390 m finden sich hier Bäume mit Höhen zwischen 13 und 35 Metern im Alter von 200 Jahren. Es handelt sich um eine der nur wenigen fast vollständig geschlossenen Lindenalleen im Gebiet des Kreises Wesel mit sehr lebendigen Bäumen. Die Allee liegt mitten im Diersfordter Wald. Hier kann man herrlich zwischen Wald und Auenlandschaft spazieren gehen.
Die Allee ist als Naturdenkmal geschützt. In der Nähe befindet sich das Diersfordter Schloss mit interessanten Nebenanlagen. Hierzu gehört die Schlosskirche, die von der Evangelischen Kirchengemeinde Bislich, Diersfordt, Flüren betreut wird und das Heimathaus "Eiskeller" des Heimatvereins der Herrlichkeit Diersfordt.
Die Edelkastanienallee (Castanea sativa P. MILL) von Schloss Dyck bei Grevenbroich in Nordrhein-Westfalen ist mit über 214, zwischen 1794 und 1811 gepflanzten Bäumen, die größte und wahrscheinlich auch älteste noch vorhandene Edelkastanienallee in ganz Deutschland!
Auf einer Länge von ca. 1.100 m verbindet sie das Wasserschloss Dyck mit dem Nikolauskloster. Die knorrigen alten Bäume sind ein wertvoller Lebensraum und Habitat für (seltene) Vogelarten und bedrohte Fledermausarten. Die Allee gehört zum Schlosspark Dyck, wo sich ein Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur befindet.
Die Straße der Gartenkunst führt ebenfalls zum Schlosspark Dyck, der durch seinen reichhaltigen Bestand an alten und seltenen Bäumen besonders für Dendrologen von großem Interesse ist.
Diese Edelkastanienallee befindet sich an der B473 südlich von Gut Weißenstein bei Hamminkeln / Nordrhein-Westfalen. Die im Landschaftsplan Hamminkeln als Naturdenkmal ausgezeichnete Allee besteht aus 25 Edelkastanien (Castanea sativa) und einer Winterlinde (Tilia cordata). Sie erstreckt sich auf einer Länge von über 200 m. Die stärksten Bäume der Allee haben einen Brusthöhenumfang (Umfang in 1,30 m Höhe gemessen) von über 6 m. Dies deutet auf ein Alter von ca. 200 Jahren hin. Besonders im laublosen Zustand lassen sich die imposanten Stämme der Edelkastanie gut ausmachen.
Die Edelkastanienallee nördlich der Rennbahn (Kastanienallee) in Düsseldorf-Grafenberg / Nordrhein-Westfalen erstreckt sich über 800 m und besteht heute aus 167 vorwiegend Altbäumen mit einem Alter von bis 200 Jahren. Auch diese Allee wurde als Naturdenkmal "geadelt" bzw. ausgewiesen
Dem Gartenamt der Stadt Düsseldorf ist es zu verdanken, dass in den letzten Jahren einige abgängige Bäume durch Neupflanzungen ersetzt wurden. Besonders nach dem heißen und trockenen Jahrhundertsommer 2003 wurde der Befall durch den Riesenporling sichtbar. Dieser Pilz zersetzt das Holz der Edelkastanien, deren Verkehrssicherheit gewährleistet werden muss. Alte Edelkastanien sind meist hohl, bedingt durch ihr Pfahl- und Herzwurzel-System sind sie aber fest im Boden verankert und ziemlich sturmfest.
Meine Lieblingsallee steht im Ortsteil Moyland der Gemeinde Bedburg-Hau / Nordrhein-Westfalen. Sie führt entlang des Voltaire-Wegs - ein Wald-Wirtschaftsweg - von der Kalkarer Straße auf den Katzenbuckel. Gegenüber liegt das Schloss Moyland - heute Museum für Moderne Kunst. Es sind fast ausschließlich Eichenbäume, ca. 150 Jahre alt. Der Bestand ist teils lückenhaft, es wurden einige Neuanpflanzungen vorgenommen.
Seit einigen Jahren gibt es diese neue Wanderwegestrecke von der Schwanenburg Kleve zum Schloss Moyland, hier bin ich gerne unterwegs. Die Trasse führt mit schönen Ausblicken durch bedeutsame Kulturlandschaft entlang der eiszeitlichen Endmoräne. Nach einer Wanderstrecke von ca. 6,5 km von Kleve / Papenberg bis zum Schloss Moyland erreicht man entlang des Voltaire-Weges, kurz vor dem Zielpunkt meine Eichenallee. Sie führt als Sichtachse vom Katzenbuckel auf das Schloss Moyland zu.
Diese - im 18. Jahrhundert angelegte - Eichenallee weist etliche Lücken in der ehemaligen Bepflanzung auf. Sicher hat sie durch Kriegsereignisse gelitten. Es wäre schön, wenn die Allee wieder in einen gepflegten Zustand käme und Eichen nachgepflanzt werden. Voltaire steht symbolisch für Rückbesinnung auf die Wurzeln - das widerspricht nicht unserem Lebensgefühl: Vergangenes für die Zukunft bewahren. Entlang dieser Allee gab es für einige Monate interessante Kunstobjekte zu sehen, die viele Besucher ansprachen.
Der Voltaire-Weg ab Schloss Moyland verbindet mit dem weiterführenden Prinz-Moritz-Weg bis nach Kleve Jahrhunderte inhaltsreicher Geschichte entlang der Endmoräne. Der Oranier Johann Moritz von Nassau fragte schon drei Tage nach seiner Ernennung zum kurbrandenburgischen Statthalter 1647 den Bürgermeister von Kleve, ob er wohl in Den Haag gewesen und dort die Alleen gesehen habe? In den folgenden Jahren überzog Johann Moritz die Landschaft um Kleve mit einem ganzen Netz von Alleen. Sein Stellvertreter Alexander von Spaen folgte diesem Beispiel im Gebiet seines Schlosses Moyland. Die Optimierung der historischen Wegenetze konnte durch Förderung der Euregio Rhein-Waal sowie der Kisters-Stiftung erreicht werden. Projektpläne und Antragstellungen sind vom Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering gemeinsam mit allen Behörden vor Ort erarbeitet worden, um diese beiden geschichtsträchtigen Orte mit ihren interessanten und bedeutenden Museen zu vernetzen. Die Weiterführung bis Kalkar ist wünschenswert.
Die Wanderstrecke Moyland-Kleve darf als das schönste Teilstück auf der Via Romana zwischen Xanten und Nijmegen (Römische Museen) benannt werden.
Im Klever Land führen zahlreiche private Gärten die "traditionelle Gartenkunst" beispielgebend weiter: www.offene-Gartenpforte.de. In der Nähe des Schlosses befinden sich ein Tennisclub und zwei turnierfähige Golfclubs, die zu Spiel und Sport einladen. Ein Golfclub liegt direkt hinter dem Katzenbuckel.
Diese ca. 3 km lange Allee befindet sich in Nordhrein-Westfalen, Kreis Kleve, Gemeinde Bedburg-Hau. Die Eichen säumen die Querverbindung von der Sommerlandstraße (K5) im Ortsteil Till über die Kalkarer Straße (B57) bis zur "Alten Bahn" am Landgolfclub Schloss Moyland.
Die Allee führt im ersten Teil über den Höhenrücken durch einen Teil des Moyländer Waldes. Sie überbrückt die Hangkante der Endmoräne bis sich zur Rechten und zur Linken Wiesenflächen erstrecken. Der Kreisverkehr (mit schöner Steinplastik) leitet geradeaus zur Rechten der Straße die Evangelische Schlosskirche, zur Linken die bereits im 17. Jh. angelegte Schlossallee mit Schloss Moyland als Endpunkt.
Der Moyländer Wald, das Schloss und die landschaftsstrukturierenden Alleen rundum sind mir seit meiner Kindheit vertraut. Von meinem Wohnort in Schneppenbaum z.B. führt mich der Weg zum Museum Schloss Moyland durch die Moyländer Allee. Wenn auch der Krieg und spätere Ereignisse vieles zerstörten, die Strukturen und die meisten der prägenden Alleen blieben erhalten - und sind auch nachgepflanzt worden. Zu Schlossanlagen und Residenzen gehören nun mal Alleen. Die herrlichen alten Eichenalleen sind im Wandel der Jahreszeiten ein Erlebnis für sich.
Die Eichenallee führt durch das Landschaftsschutzgebiet des Moyländer Waldes. Zu den durch Freiherr Alexander von Spaen rund um das Wasserschloss Moyland angelegten Alleenstrukturen gehört auch die Moyländer Allee. Schon wegen ihres Alters steht sie unter Schutz. Als landesbedeutsame Kulturlandschaft ist das Gebiet zwischen Kalkar, Moyland und Kleve reich an Historie und besonderer Landschaftsgestaltung.
Wandern: Auf dem Voltaire-Weg und entlang des Prinz-Moritz-Weges gelangt man durch schöne Niederrheinlandschaft bis nach Kleve in die ehemalige brandenburgische Residenz mit den herausragenden frühen Gartenschöpfungen der europäischen Gartenkunst des Fürsten Johann Moritz von Nassau-Siegen. Der Voltaire-Weg berührt Teile der historischen Eichenallee. Die erste Begegnung von Voltaire und Friedrich II. fand auf Moyland statt - die preußischen Könige hielten sich gerne bei ihren Staatsjagden vor Ort im angrenzenden Reichswald und auf Schloss Moyland auf.
Mit dem Rad: Durch ein weitverzweigtes Radwegenetz gelangt man leicht in jede gewünschte Richtung bis zum Rhein nach Emmerich oder Grieth.
Meine Lieblingsallee säumt den Spazierweg hinter der Universität Witten/Herdecke in Witten, Nordrhein-Westfalen (Alfred-Herrhausen-Straße). Bisher ist die Allee ca. 250m lang und besteht aus knapp 80 Apfel- bzw. Zwetschgenbäumen. Die Bäume sind noch keine 10 Jahre alt und sollen auf insgesamt etwa 120 Stück anwachsen.
Die Obstbaumallee hinter der Uni Witten/Herdecke ist vor etwa 2 Jahren entstanden. Dies war nur aufgrund der Zusammenarbeit der Initiative "Grüne Verantwortung" mit der Stadt Witten, der Universität sowie den bislang über 80 Paten möglich. Jeder Pate hat dabei den Spaziergängern auf einem kleinen Schild vor seinem Baum einen Spruch zum Thema "Umwelt und der Umgang mit ihr" hinterlassen. Die Obstbaumallee ist vom BUND im Rahmen des Wettbewerbs "Allee des Jahres 2010" mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden.
Ich finde den Grundgedanken der Allee, das gemeinsame Agieren so vieler Menschen einfach toll und wichtig. Wenn man den Hintergrund kennt, erscheint die Allee noch schöner, als sie es, vor allem im Frühling und Sommer sowieso schon tut.
Viel Spaß beim Spazieren und Nachdenken!
Für die Lipper ist eins selbstverständlich: Ihre Lieblingsallee ist die Fürstenallee im Schlänger Ortsteil Oesterholz / Nordrhein-Westfalen. Und sie trägt ihren Namen zu Recht. Hier am Tor zur Senne, dieser einzigartigen Heidelandschaft Nordrhein-Westfalens, säumen vier Reihen mächtiger Eichen und Buchen einen 2,5 Kilometer langen Abschnitt der Passstraße zwischen Schlangen und Detmold.
Ihr Alter schätzten die Historiker auf über 280 Jahre. Das genaue Pflanzdatum der Fürstenallee ist urkundlich nicht belegt. Vermutlich wurde sie als reine Eichenallee um 1730/35 angelegt. Als ihr Erbauer gilt Graf Simon Henrich zur Lippe. Baulich steht sie im direkten Zusammenhang mit dem ehemaligen Jagdschloss Oesterholz, das heute ein neu saniertes Altenheim beherbergt. Von der vierreihigen Fürstenallee führt eine einfache Eichenallee zum Jagdschloss. Über die lippischen Grenzen hinaus bekannt wurde die Fürstenallee in den 60-iger Jahren als Kulisse für den Film "Die Schlangengrube und das Todespendel". Weltberühmte Schauspieler wie Lex Barker und Karin Dor spielten in diesem Film mit.
Seit 2009 steht die Fürstenallee ein weiteres Mal im Focus der Öffentlichkeit. Unwetter und Krankheiten haben vielen Bäumen stark zugesetzt. Aus Sorge, dass die Allee im jetzigen Zustand nicht dauerhaft zu schützen ist, gestalten die Lipper ihre Lieblingsallee in großem Umfang neu. In einem ersten Abschnitt wurden bereits über 300 Eichen neugepflanzt, die zusammen mit den alten, knorrigen Eichen das neue Gesicht der Fürstenallee bilden. Weitere Abschnitte werden folgen. Spätestens in zwei Jahrzehnten sollen die Arbeiten an der Fürstenallee abgeschlossen sein.
Meine Lieblingsallee befindet sich in Kleve/NRW. Wenn man von Kleve in westlicher Richtung zur niederändischen Grenze fährt, liegt die ehrwürdige alte Allee zwischen der Nimweger Straße (K15) und der Grenzallee. In der Nähe befindet sich der Donsbrügger Soldatenfriedhof sowie die Gastronomiebetriebe "Haus Ida" und das "Waldschlößchen".
Die Kastanienallee begrenzt im Süden den Wald des Neuen Tiergartens, nach Westen blickt man auf ein freies hügeliges Feld und eine Wiesenfläche. Diese werden von Heckenreihen, Baumbestand und Waldrändern auf der gegenüberliegenden Seite begrenzt. Die Allee ist ungefähr 300 Meter lang, das Alter beträgt nach Schätzungen der Unteren Landschaftsbehörde ca. 200 Jahre. Im Klever Umfeld kenne ich noch eine Esskastanien-Schlucht am Monreberg bei Kalkar, ein wunderbares Esskastaniental am Wylerberg vor Nijmegen (NL), die Königsallee in Kleve und die hier angesprochene Esskastanienallee.
Es ist meine Lieblingsallee, weil sie einen Hauch von Italien am Niederrhein schafft. Die laubabwerfende Kastanie bringt Mittelmeerflair nach Deutschland. Die Kastanie erreicht eine stattliche Höhe von 20 bis 40 m und gilt als sehr widerstandsfähig.
Mit meinem Hund (leider verstorben) bin ich seit Jahren gerne über die Klever Höhen unterwegs. Im Herbst geht es an der Hohen Luft besonders gesellig zu. Viele Generationen haben schon ihre Freude sowohl an der Allee als auch am Sammeln von Esskastanien gehabt. Die Kinder - meist mit dem Fahrrad von der Stadt herausgekommen - sammeln die Früchte in Tüten und Taschen. Jeder hat seine Mühe mit dem Öffnen der stacheligen Schale. Einige Kinder mühen sich nur für den Augenblick und ziehen sofort die bittere Haut ab. Ein Abend im Winter mit Freunden bei heißen Maronen und einem Glas Wein ist eine schöne Vorstellung.
Von der Kastanienallee aus gibt es eine schöne Ansicht auf die durch die Eiszeit geformte hügelige Landschaft am nordwestlichen Kleve. Es ist ein Genuss für alle Sinne.
Der Klever Forst hat angekündigt, diese seltene und erhaltenswürdige Esskastanienallee wieder in einen gepflegteren Zustand zu bringen. Lücken sollten nachgepflanzt werden, damit sie für nachfolgende Generationen erhalten bleibt.
Johann Moritz von Nassau-Siegen legte zwei große Parkareale an, durch die er die Stadt Kleve umrahmte: Den "Alten Tiergarten" im Südosten und den "Neuen Tiergarten" im Nordwesten - heute als Gartendenkmal von europäischem Rang unter Denkmalschutz stehend. Beide gestaltete er durch ein umfassendes Alleensystem mit Sichtpunkten und barocken Stilelementen. Seine herausragende Gartenkunst in Kleve wurde Vorbild in der Geschichte der europäischen Gartenkunst und strahlte nach Berlin und Versailles aus. Die sog. "Alte Bahn", die auf die Kastanienallee stößt, ist eine alte Römerstraße und führte von Kalkar über Kleve bis Nijmegen. Das gesamte anschließende Waldgebiet ist der Reichswald, früher das größte zusammenhängende Waldgebiet in Nordrhein-Westfalen. Es erstreckt sich von Kleve bis Nimwegen und wurde auch Kettelwald genannt. Kaiser Otto der III. soll hier – nahe Kloster Graefenthal – geboren sein.
Im Saarland, Kreis St. Wendel, in der Gemeinde Nonnweiler findet man an der Ortseinfahrt von Bierfeld diese Birkenallee. Die ca. 50, etwa 60 Jahre alten Bäume säumen die Straße auf 200m.
Besonders gefällt mir die Lichtstimmung in belaubtem Zustand. Es entsteht bei der Durchfahrt ein Gefühl von Transparenz und Leichtigkeit.
Die "Lausker Lindenallee" ist unsere Lieblingsallee, denn sie ist einmalig im Freistaat Sachsen und unser großes Pflegekind. Viel Zeit und Energie waren nötig, um ihr jetziges Erscheinungsbild zu schaffen.
Ausdehnung und Alter machen sie zum Natur- und Kulturdenkmal. In jeder Jahreszeit kann man neue Eigenheiten der Allee erkennen und genau das macht ihre Faszination aus. Ob im Sommer oder Herbst, bei Schnee oder Rauhreif, unsere Lindenallee ist immer einen Besuch wert.
Die "Lausker Lindenallee" ist mit 2,8 km die längste und älteste Lindenallee in Sachsen. Neben ihrem landschaftsprägenden Charakter stellt sie aufgrund ihres hohen Alters und ihrer beträchtlichen Länge einen besonders wertvollen Lebensraum für zahlreiche Vogelarten, Fledermäuse und Insekten dar. Als Rad- und Wanderweg ist sie bei vielen Menschen sehr beliebt.
Die Allee wurde Anfang des 19. Jahrhunderts auf Betreiben des Reichsgrafen Gottlieb Wilhelm von Bressler angelegt. Damals diente sie vor allem als direkte Verkehrsverbindung zwischen den Rittergütern Lauske und Nostitz.
Die "Lausker Lindenallee" wurde bereits 1941 aufgrund ihres einzigartigen Bestandes und des beträchtlich hohen Alters der Bäume zum Naturdenkmal erklärt.
Seit dem Jahr 1990 liegt das "Schicksal" der Allee in den Händen des Naturschutzvereins GRÜNE LIGA. In jenem Jahr erfolgte auch die erste Bestandsaufnahme. Dabei wurde festgestellt, dass von 476 Winterlinden nur noch 350 lebensfähige Bäume vorhanden waren. Aufgrund dessen startete die GRÜNE LIGA 1992 das erste Projekt zur Sanierung dieser Allee. Um den ursprünglichen Bestand wieder herzustellen, wurden 106 junge Linden nachgepflanzt. Das zweite Landschaftspflegeprojekt folgte 1994 mit dem Ziel, eine durchgehende Bepflanzung zu erreichen und den geschlossenen Charakter der Allee wieder herzustellen. Dafür erwarb der Verein drei Randflächen, die im Alleeraum fehlten.Jährlich finden im Winter Pflegeeinsätze statt, um möglichst den kompletten Bestand zu pflegen, zu erhalten und von Wildwuchs zu befreien.
Jährlich finden im Winter Pflegeeinsätze statt, um möglichst den kompletten Bestand zu pflegen, zu erhalten und von Wildwuchs zu befreien.
Das dritte Landschaftspflegeprojekt 2001, in dem auch junge Menschen im FÖJ mitwirkten, hatte im Wesentlichen die Aufgabe, die langfristige Erhaltung der Allee zu sichern bzw. dem ursprünglichen Aussehen nahe zu kommen. Dazu wurden weitere 28 Winterlinden gepflanzt, die Sanierung des vorhandenen Baumbestandes fortgeführt und vor allem eine vollständige Kartierung der Bäume auf fünf Kartenblättern der "Lausker Lindenallee" angefertigt und in einer Excel-Datei festgehalten.
Diese Kastanienallee ist "meine" schönste Allee, sie begleitet mich mein Leben lang, mit ihr und an ihr bin ich (auf)gewachsen.
Naturdenkmal (ND) Sachsen, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Baumart: Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)
Stammumfang: 1,75m bis 4,70m
Höhe: 15m-26m
Alter: 150-200 Jahre
Die landschaftsprägende Allee von etwa 1,3 km Länge besteht aus 109 alten (s.o.) und ca. 120 Rosskastanien unter 60 Jahren. Ausgang des 18. Jahrhunderts (wahrsch. 1768) wurde sie von der Schäferei des Kammergutes Lohmen als Triftwegpflanzung zum Austreiben der Schafe angelegt. Möglicherweise wurden die Früchte der Kastanien als stärkehaltiges Winterfuttermittel, bzw. wegen der Inhaltsstoffe der Kastanie (Saponine) gegen Lungenkrankheiten der Schafe eingesetzt. Ein Teil der Bäume wurde vor langer Zeit (entgegen der heute geltenden guten fachlichen Praxis) gekappt, was zu nachhaltigen Spätfolgen führte. Die Hälfte der alten Bäume wurden in den 50-er Jahren zur Brennholzgewinnung gefällt.
Die erste Würdigung erfolgte vom Landesverein Sächsischer Heimatschutz 1933. 1978 wurde die Allee als Naturdenkmal vom Rat des Kreises Sebnitz unter Schutz gestellt. 1994 erfolgte eine erste Sanierung auf Basis eines Gutachtens von Prof. Dr. Manfred Tesche (TU Dresden, Sektion Forstwissenschaften Tharandt) und Ersatzpflanzung. Der örtliche Energieversorger (ENSO) hat die Freileitungen verkabelt und dort wo der Wurzelraum nicht gefährdet war, als Erdkabel verlegt. 2005 erfolgten Kontrollen und Wartungsarbeiten an den Kronenankern und der Leittrieb der neu gepflanzten Bäume wurde gefördert. Ziel ist es, die Allee wieder als geschlossenes Ganzes zur Entfaltung zu bringen.
Als die Rosskastanie 2007 Baum des Jahres war, erfolgte eine bundesweite Aufnahme aller Rosskastanienalleen. Nach Ansicht der Experten gehört diese Allee in Hinblick auf Alter, Vitalität, Geschlossenheit und Gefährdungsgrad sowie als Lebensraum (Grünspecht, versch. Fledermäuse, usw.) zu den 3 besten.
Die Lindenallee des ehemaligen Schlossparkes Eythra liegt im Bundesland Sachsen im südlichen Leipziger Neuseenland in der Flur der Stadt Zwenkau. Am südöstlichen Ende der Allee steht auf einem kleinen Hügel das „Trianon“, eine künstliche Tempelruine mit drei dorischen Säulen und einem Architrav. Im Norden endete die Allee früher am Eythraer Schlosspark, heute reicht sie dort nahe an das Südufer des neu entstandenen Zwenkauer Sees heran.
Die Allee ist nur für Wanderer und Radfahrer erreichbar über die mittlerweile unbefestigte, ehemalige Verbindungsstraße von Zwenkau nach Eythra. Diese Straße war in historischer Zeit als „Knüppeldamm“ durch ein sumpfiges Auengelände angelegt, deshalb ist sie den Einheimischen bis heute als „Stockweg“ bekannt. Als breiter Wanderweg führt diese Route heute durch das Eichholz, einen Restbestand des ehemaligen Auwaldes der „Weißen Elster“. Den Fluss selbst sucht man hier aber inzwischen vergeblich, denn er wurde in den 1970er Jahren wegen des voranschreitenden Braunkohle-Tagebaus Zwenkau auf einer Länge von etwa 14 Kilometern weit nach Westen verlegt. Sein künstliches Flussbett – landläufig „Beton-Elster“ genannt - umschließt heute das gesamte Westufer des Zwenkauer Sees. Das Dorf Eythra musste etwa zwischen 1983 und 1986 dem Braunkohleabbau weichen. Die zuletzt etwa 2.500 Bewohner von Eythra wurden umgesiedelt. Die überbaggerte ehemalige Ortslage befindet sich heute komplett im Bereich des Sees, ebenso große Teile des nördlich von Eythra gelegenen, ehemaligen Dorfes Bösdorf/Elster.
Der letzte Kohlezug verließ den Tagebau Zwenkau am 30. September 1999, damit war der Raubbau an unserer Landschaft gestoppt und der Weg für den Beginn der Sanierung der Bergbau-Folgelandschaft frei. Nach vollständiger Flutung (voraussichtlich Ende 2015) wird der Zwenkauer See mit fast 10 Quadratkilometern Wasserfläche der größte im Leipziger Neuseenland sein.
Naturdenkmal Lindenallee
Die Lindenallee wurde vor 1750 angelegt, die ältesten Linden haben heute ein Alter von etwa 275 Jahren. Von der ursprünglich 600 Meter langen, aus 400 Bäumen bestehenden vierreihigen Allee existieren nur noch etwa 400 Meter, da ein Teil der Baumreihen bereits wegen des herannahenden Bergbaus devastiert wurde. Der Zustand der historischen Linden ist – dem Alter der Bäume geschuldet - eher schlecht. Neben einem hohen Totholzanteil sind auch Rindenschäden und Fäulnis Ursachen dafür, dass jedes Jahr einige Bäume umstürzen.
Dauerhafte Erhaltung
Ein nachhaltiges Konzept zur dauerhaften Erhaltung der Allee war lange Zeit nicht in Sicht. Dieses Naturdenkmal und kulturhistorische Kleinod nicht nur zu bewahren sondern zu revitalisieren, machte der Heimatverein Zwenkau Ende 2011 zu seinem derzeit anspruchsvollsten Projekt. Die inzwischen erfolgte Übertragung des Areals vom Bergbausanierer LMBV an die Stadt Zwenkau machte ein solches Ziel endlich umsetzbar.
Unser Heimatverein war Anfang 2012 mit einem Spendenaufruf an die Öffentlichkeit gegangen, was spontan auf eine erfreuliche Resonanz stieß. Dieses nachhaltige Vorhaben überzeugte im März 2012 auch die Jury des seit 2010 jährlich ausgeschriebenen Lokalen Spendenprogramms „Wir für hier“ der in der Region ansässigen DOW Olefinverbund GmbH, die uns dafür die höchste Förderung des Jahres 2012 zusprach.
Heimatverein Zwenkau
Das Engagement des Heimatvereins Zwenkau für dieses Natur- und Kulturdenkmal ist nicht neu. Bereits im Sommer 2002 war die künstliche, einige Jahre zuvor unnötigerweise abgetragene Tempelruine am südöstlichen Ende der Allee auf Initiative des Heimatvereins und mit breiter Unterstützung von Privatpersonen und Institutionen aus den Originalteilen wiedererrichtet worden. Besonders hervorzuheben ist hierbei die Förderung durch die 2001 gegründete „Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land“ der Sparkasse Leipzig.
Im Jahre 2005 setzten Heimatfreunde historische Grenzsteine nahe dem Trianon, die in den Jahren zuvor aus dem Tagebau-Vorfeld gesichert worden waren. Die Steine markieren den authentischen Verlauf der Grenze zwischen dem Königreich Sachsen und der von Sachsen abgespaltenen Preußischen Provinz Sachsen, der die Allee hier quert. Die Grenzziehung erfolgte im Rahmen einer territorialen Neuordnung Europas nach den Festlegungen des Wiener Kongresses von 1814/1815 nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft. Davon war auch unsere Region betroffen. So ging der Ort Zitzschen nach Preußen, während Eythra und Zwenkau sächsisch blieben.
Ursprünge der Allee
Wo liegen nun die Ursprünge der Allee, was ist ihr Hintergrund? Die Lindenallee des ehemaligen Eythraer Schlossparkes sowie die künstliche Tempelruine sind die einzigen noch existierenden Relikte des ehemaligen Dorfes Eythra. Park und Allee waren seit jeher beliebte Wanderziele, insbesondere der Leipziger und natürlich stets auch „Lieblingsorte“ der Eythraer selbst. Lassen wir den Leipziger Maler und Schriftsteller Paul Daehne zu Wort kommen, der 1933 in den „Leipziger Neuesten Nachrichten“ schrieb: „In der Aue der Weißen Elster, am Saume des flinken Mühlwassers, umkränzen schattige Wälder einen sonnigen Felderplan, der von einer wundervollen vierreihigen Lindenallee halbiert wird. Jene Lindenallee mündet in einen schönen, tiefen Park ein. Sie endet achsengerecht vor dem Herrenhause, so dass man von dessen Sälen einen reizenden Blick in den langen grünen Laubtunnel genießt. Zum Zeichen des heiteren Geistes, der hier waltete, hatte man den größten Innenraum mit dekorativen Bildern aus der römischen Campagna ausgeziert ... und ... im Einklang damit steht die künstliche Tempelruine am jenseitigen Ende der Allee, von uneingeweihtem Volke mit einem ‚Galgen des Hochgerichts‘ verwechselt“.
Daehne war offenbar von Schloss, Park, Allee und Tempelruine als Gesamtkunstwerk beeindruckt. Die im „Römischen Saal“ etwa um 1795 angebrachten Bildtapeten zeigten Motive aus der Campagna Romana, einer hügeligen Landschaft in der Umgebung Roms.
Die Aussicht vom Römischen Saal im ersten Obergeschoss des Eythraer Schlosses fand im Südosten jenseits von Park und Allee mit der um 1790 errichteten Tempelruine ihren „Point de Vue“ – wie man einen Blickfang in der „besseren Gesellschaft“ jener Zeit zu nennen pflegte. Vorbild für das Bauwerk waren ähnliche Säulen im Weimarer Park an der Ilm, die aber seit langem nicht mehr existieren.
Die Umgestaltung der Eythraer Schloss- und Parkanlage war über zwei Generationen hinweg das Werk der Grafenfamilie von Werthern, die mit ihrer Anlehnung an antike Vorbilder dem klassizistischen und romantischen Zeitgeist des ausgehenden 18. Jahrhunderts folgten. Einige Überlieferungen sprechen davon, dass Trianon und Römischer Saal möglicherweise auf Anraten Goethes in dieser Weise gestaltet wurden.
Was haben wir als Heimatverein bisher getan, um dieses Refugium aus Lindenallee und Trianon, wo Naturdenkmal und Kulturhistorie aufeinandertreffen, zu erhalten? In Zusammenarbeit mit der Stadt Zwenkau und mit Unterstützung der Behörden des Natur- und Denkmalschutzes konnten ab Ende 2012 die zunächst in einigen Punkten durchaus konträren Interessen der Beteiligten zu einer gemeinsamen Strategie vereint werden mit dem Ziel, den in den zurückliegenden Jahrzehnten vernachlässigten und durch Bergbaufolgeerscheinungen geschädigten historischen Baumbestand zu sichern, zu pflegen und die Allee vor allem durch geeignete Maßnahmen zu verjüngen.
In der Zukunft
Perspektivisch soll die Sichtachse vom Südufer des Zwenkauer Sees bis zum Trianon wieder hergestellt werden, was die Rekonstruktion der Lindenallee auf ihre originale Länge einschließt. Das Gelände dafür ist vorhanden, wurde aber bislang noch von der LMBV für die Wasserhaltung im Bereich des Sanierungstagebaus genutzt. Der zu ergänzende Abschnitt der Allee wird später bis an den unmittelbaren Uferbereich des Sees heranreichen und muss völlig neu angelegt werden.
Im Rahmen des Projektes wurden zunächst mehrere Bänke zum Verweilen und Ende 2013 zwei Schautafeln mit Informationen zur Allee und zum ehemaligen Ort Eythra aufgestellt. Entscheidend aber ist, dass der Heimatverein durch das bisherige Spendenaufkommen in die Lage versetzt wurde, einen Zwenkauer Gartenbaubetrieb mit der Pflanzung von zunächst 20 Winterlinden mitteldeutscher Herkunft in vorhandene Bestandslücken beauftragen zu können (erwarteter Umfang Ende 2014). Dazu wurde als „Starthilfe“ für die jungen Bäume auch ein Pflegevertrag abgeschlossen.
Dort wo das derzeitige nördliche Ende der Allee auf den unlängst asphaltierten See-Rundweg trifft, wird noch im ersten Halbjahr 2014 ein Gedenkstein zur Erinnerung an unseren verlorenen Nachbarort Eythra aufgestellt, der in einen noch fertig zu stellenden Rastplatz integriert wird.
Lindenallee und Trianon bilden nun wieder eine bleibende Oase der Natur und für die ehemaligen Eythraer noch immer einen Ort der Erinnerung und Heimatverbundenheit. Die Revitalisierung und Gestaltung des Areals wird noch über viele Jahre eine ständige Aufgabe bleiben, die auch weiterhin Unterstützung benötigen wird. Aber für uns als Heimatverein ist die Freude, die wir vielen Natur- und Heimatfreunden mit unserem Engagement bereiten, der schönste Lohn für unsere Arbeit. Den Dank dafür geben wir gerne auch an alle Unterstützer - Privatpersonen, Vereine und Unternehmen - weiter.
Heute treffen sich an der künstlichen Tempelruine gerne Hochzeitsgesellschaften und kommen ehemalige Schüler aus Eythra anlässlich von Klassentreffen zum Gruppenfoto zusammen. Zum Pfingstfest findet alljährlich am Trianon ein „Gottesdienst im Grünen“ statt.
7Seen-Wanderung durch die Allee
Anfang Mai wird die Allee seit Jahren zu einem Höhepunkt der „7Seen-Wanderung“. Dann erstrahlen die Allee im Fackelschein und das Trianon im nächtlichen Lichterglanz, wenn die zahlreichen Wanderer auf den ersten Kilometern dieses großen Sportereignisses im Leipziger Neuseenland nach Einbruch der Nacht die alten Baumreihen durchqueren und vor Erreichen der eindrucksvoll beleuchteten Kulisse der Tempelruine die alte Grenze von Sachsen nach Preußen überschreiten.
Wanderer – nehmt euch hier in Acht, denn es erwartet euch eine „Grenzkontrolle“, bei der ihr es mit „Soldaten“ des „Chevauleger-Traditionsregimentes Prinz Clemens“ aus dem nahen Pegau zu tun bekommt! Mit ihren originalgetreuen Uniformen aus dem frühen 19. Jahrhundert machen diese Mannsbilder mächtig Eindruck. Ein kleiner „Wegezoll“ für den Übertritt von Sachsen nach Preußen wird diese Gesellen aber schnell gnädig stimmen. Mit etwas Glück schweben vielleicht auch noch einige Feen zu sphärischen Klängen durch die alten, knorrigen Baumreihen.
Meine Lieblingsallee befindet sich in der Reichenhainer Straße in Chemnitz/Sachsen zwischen Südbahnhof und Städtischen Friedhof. Die Allee erstreckt sich über eine Länge von ca. 1.000 m in Mittellage und ist überwiegend mit Platanen aber auch mit Linden bewachsen. Die ursprüngliche Lindenallee wurde im Wesentlichen in den sechziger Jahren durch Platanen ersetzt und umfasst ca. 200 Bäume. Das Alter der Bäume dürfte durch Nachpflanzungen überwiegend zwischen 40 und 60 Jahren betragen.
Die Baumallee beschattet eine vielbefahrene Verbindungsstraße zwischen Stadtzentrum, Bernsdorf, Reichenhain und Erfenschlag. An der Reichenhainer Straße sind der Südbahnhof, die Technische Universität, der Städtische Friedhof und das Sportforum von Chemnitz gelegen. Die Allee schafft durch ihren Bewuchs ein angenehmes Mikroklima und mindert den Verkehrslärm auf ein erträgliches Maß. Die Bäume dienen als ökologische Nische verschiedenen Singvögeln als Nist- und Ruheplatz.
Die Grundstruktur der Allee wurde bereits 1889 kartographiert und schuf Platz für einen würdevollen Aufzug zum Städtischen Friedhof. Der Friedhof selbst ist nicht nur Ruhestätte, sondern auch ein ökologisches Kleinod in der Stadt.
Die klimatischen Vorzüge sind perfekt für den Anbau von Wein, den die Menschen in der Region seit 2000 Jahren keltern. Sehenswert ist neben den weltberühmten Radon-Salzwasserquellen die Nahebrücke.
Seit dem 15. Jahrhundert blieben die Meisenheimer Adelshöfe und Bürgerhäuser von Zerstörungen weitgehend verschont. Die Schlosskirche mit ihrem markanten Westturm gilt als eine der schönsten spätgotischen Hallenkirchen weit und breit.
Den Rossmarkt umgrenzen beeindruckende Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Aus dem Turmfenster des 1586 erbauten Rathauses erscheint am Fischmarkt stündlich die Holzfigur des Spielmanns Volker von Alzey, musikalisch begleitet von 23 Glocken.
Auf der prächtigen Orgel in der Kirche St. Peter führte 1778 der junge Mozart seine Virtuosität vor. Wenige Kilometer südwestlich pfeift der Wind um den höchsten Berg der Pfalz, den 687 Meter hohen Donnersberg.
Die älteste Stadt Deutschlands war Schauplatz der sagenhaften Nibelungen. Vor dem Westportal des 1200 erbauten Domes hatten sich einst Kriemhild und Brunhild angegiftet, und 1521 weigerte sich hier Luther, seine Schriften zu widerrufen.
In dem Weinort wurde 1995 das einem Römerkastell nachempfundene Haus der Deutschen Weinstraße eröffnet. Die häufigen Veranstaltungen dort bieten gute Gelegenheiten, die lokalen Tröpfchen zu probieren.
Mit Alkohol gefüllt war es nie, dafür aber mit Besuchern, die in seinem Inneren Speis und Trank genießen: Das Riesenweinfass von Bad Dürkheim, das 1,7 Mio. Liter Wein fassen könnte. Seit 1973 ist das Weltrekord!
Von der Kaiserpfalz sind leider nur noch einige Steinquader vorhanden. Komplett erhalten ist die spätgotische Stiftskirche. Am Zugang zum St.-Martins-Platz in der Altstadt steht der Kaiserbrunnen von Bildhauer Gernot Rumpf (1987).
In einer ehemaligen Schmiede erinnern Schaustücke an die Zeit der Eisengewinnung mit Holz aus dem hiesigen Wald. Ein besonders hübscher Spazierweg wurde im Karlstal angelegt.
Die Lieblingsburg von Kaiser Barbarossa auf dem 500 Meter hohen Sonnenberg beherbergte seinerzeit die Schätze des Reiches. Heute können Sie dort nur noch deren perfekte Nachbildungen bewundern – und einen originalgetreu restaurierten Rittersaal.
Ein Rundgang durch den historischen Kern des Städtchens lässt sich mit einer interessanten Führung durch die Sektkellerei Schloss Wachenheim verbinden – jedoch nur nach vorheriger Anmeldung.
Das mittelalterliche Deidesheim ist ein Besuchermagnet an der Deutschen Weinstraße. Fragen Sie nach der Eva im Paradiesgarten! Sie war mal Stadtgespräch.
Alte Fachwerkhäuser, lauschige Innenhöfe und romantische Gässchen: Neustadt ist das Zentrum der Deutschen Weinstraße. Vier Kilometer südlich befindet sich das Hambacher Schloss, die „Wiege der deutschen Demokratie“.
Beliebtestes Fotomotiv in dem denkmalgeschützten Ort ist der „Briefmarken-Erker“ des Schlösschens der Herren von Hund von Saulberg. Ein tolles Naturerlebnis ist die etwa drei Stunden dauernde Wanderung zum 673 Meter hohen Kalmit.
Im Sandsteinkeller des Museums für Weinbau und Stadtgeschichte werden Besucher in die Künste der Winzer eingeweiht. Von der Villa Ludwigshöhe aus schaukelt die Rietburgbahn, die einzige Sesselbahn der Pfalz, 220 Meter hoch hinauf zur Burgruine.
Prächtig ist der Ausblick über das Rheintal von der Burg Landeck am Südosthang des Treutelberges. Mit dem mächtigen Bergfried, der Ringmauer und der Burgschänke ist sie ein lohnendes Ausflugsziel.
Zu den schönsten Renaissancebauten weit und breit zählt das Gasthaus „Zum Engel“ in der verwinkelten Altstadt des Heilbades. Der romantische Schwanenweiher lädt zu einer Bootspartie ein.
Im Zentrum steht das Schloss, von dem aus 32 schnurgerade Straßen ausstrahlen. Sehenswert sind in der 1725 gegründeten Stadt auch der Botanische Garten sowie das neue Zentrum für Kunst und Medientechnologie.
Das Tor zum Schwarzwald ist ein Paradebeispiel für gelungene Denkmalpflege: Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jh. prägen den Stadtkern. Zum größten Teil noch im Originalzustand befindet sich das Renaissanceschloss.
Im Schmuckmuseum der „Goldstadt“ sind kostbare Geschmeide aus vielen Jahrhunderten zu sehen. Przewalkipferd, Kulan, Davidshirsch und viele andere seltene Tierarten können im Wildpark bewundert werden.
Der erhabene Gesamteindruck der romanischen Kirche aus dem Jahr 1085 lässt Sie ahnen, wie stark das Leben der Mönche von Frömmigkeit und Weltabgeschiedenheit geprägt war.
In den Geschmack von tausendundeiner Nacht kommen Erholungssuchende im „Palais Thermal“. Eine Wohltat für die Augen ist der Blick vom Sommerberg, zu dem eine Standseilbad fährt.
Mittendrin „im förchtig wilden Wald“ ließ Herzog Friedrich I. anno 1599 die Stadt im Zentrum seines Staates anlegen. Mit den Maßen 220 auf 215 Meter bescherten die Baumeister der Stadt einen der größten Marktplätze Deutschlands.
Im Jahr 1095 gegründet, wurde das Benediktinerkloster 1534 säkularisiert. In dem beeindruckenden Bauwerk finden viele Konzerte und andere Kulturveranstaltungen statt.
Wie eine Burg thront das Fachwerkstädtchen auf einem Bergrücken. Das Häuserensemble am zentralen Marktplatz zeichnet sich durch sein einzigartiges Rundfachwerk aus.
Vom Neckartal aus ziehen sich Stein- und Fachwerkhäuser aus allen Epochen über den Bergrücken hinauf: das macht den Anstieg zu einem interessanten Spaziergang durch die Stadtgeschichte. Besonders sehenswert ist die Horber Madonna in der Stiftskirche.
| Schmuckstücke der Stadt sind der Marktplatz mit einem gotischem Brunnen und der neu renovierte Dom St. Martin aus dem 15. Jh. Das Diözesanmuseum zeigt Kunst und Kostbarkeiten aus Mittelalter und Barock. |
Zu Besuch auf einem römischen Gutshof: Die detailgetreuen Rekonstruktionen von Wohnräumen und Wirtschaftsgebäuden aus dem 1. und 2. Jahrhundert lassen eine längst vergangene Kultur wieder lebendig werden.
Der Hohenzollern-Stammsitz von 1850 bis 1867 ist mit seinen kühn auf dem 855 Meter hohen Zollerberg aufragenden Türmen und Zinnen der Top-Besuchermagnet der Schwäbischen Alb. Phänomenal ist der Panorama-Ausblick.
Die Universität sorgt für jugendliche Atmosphäre in der fast tausendjährigen Stadt. Kostbare Kunstwerke birgt die Stiftskirche, deren Glasfenster im 15. Jahrhundert angefertigt wurden.
Fachwerk, gotische Baukunst und modernes Stadtleben prägen die alte freie Reichsstadt. Als nationales Kulturdenkmal wurde 1988 die Marienkirche ausgezeichnet, eine gotische Basilika aus dem 13./14. Jahrhundert.
Inspiriert vom Roman „Lichtenstein“ von Wilhelm Hauff ließ sich Graf Wilhelm von Württemberg 1840 diese romantische Bilderbuchburg auf den steilen Felssporn bauen – auch als Museum für seine reichhaltigen Sammlungen.
In der 271 Meter tiefen Tropfsteinhöhle hausten vor 20 000 Jahren Nashörner, Höhlenlöwen und Bären, und vor 8000 Jahren bezogen dort Höhlenmenschen ihr Domizil. Für die ganze Familie interessant ist sicher das Osterei-Museum in Erpfingen.
Spätbarocke Pracht gibt es im doppeltürmigen Münster des ehemaligen Klosters zu sehen. In den Jahren 1744 bis 1765 erbaut, erstrahlen die komplett renovierten Deckenmalereien, Stuckaturen und Säulenalleen nun wieder in ihrem ganzen Glanz.
Schöne historische Bauwerke prägen das Zentrum: Das Rathaus, die gotischen Georgskirche sowie das charakteristische Ackerbürgerhaus „Schöne Stiege“, in dem auch das Heimatmuseum untergebracht ist.
Auf der Heuneburg, einem Geländesporn auf dem linken Donauufer, entdeckten Archäologen Siedlungsspuren und Fundstücke von der Jungsteinzeit bis ins Hochmittelalter.
Vom harten Leben in vorgeschichtlicher Zeit erzählen die einzigartigen archäologischen Funde im Federseebecken – anschaulich präsentiert durch Erlebnispark, Museum und Moor-Lehrpfad.
Bäuerliche Alltagskultur aus sechs Jahrhunderten zeigt das Freilichtmuseum Kürnbach: Dort können Touristen durch 31 Bauernhäuser aus dem Bodenseeraum mit originalen Wohn- und Werkstätten streifen.
Auto-Fans können in einem privaten Oldtimer-Museum im Schloss Wolfegg die schönsten Repräsentanten aus dem Jahrhundert der Motorisierung bewundern: 200 PKW, Motorräder und Traktoren sowie Modellautos sind dort ausgestellt.
Ein Bummel durch die Fußgängerzone und über den zentralen Marienplatz ist fast wie eine Zeitreise ins Mittelalter. Das benachbarte Städtchen Weingarten wird überragt vom „Schwäbischen Petersdom“, der größten Barockbasilika Deutschlands.
Das 1996 neu eröffnete Zeppelin-Museum am Hauptbahnhof zeigt eine umfassende Sammlung zum Thema Luftschiffe. Besucher können in die originalgetreue Rekonstruktion der legendären und 1937 spektakulär verunglückten Hindenburg steigen.
Das Wahrzeichen der Stadt, die Meersburg, ist die älteste Wohnburg Deutschlands und sah Königsgeschlechter, Fürstbischöfe und die Dichterin Droste-Hülshoff kommen und gehen. Das Schloss wird für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.
Frühgeschichte zum Anfassen: Die Pfahlbauten sind ein Freilichtmuseum mit 20 original eingerichteten, rekonstruierten Pfahlbauhäusern aus der Stein- und Bronzezeit am Bodensee (4000 – 850 v. Chr.).
In der größten Stadt am Bodensee ist Geschichte auf Schritt und Tritt gegenwärtig, besonders in der Altstadt. Den Ausblick vom 76 Meter hohen Turm des Münsters über Stadt und See dürfen sich Touristen nicht entgehen lassen.
Etwa 12 Kilometer lang ist der Uferweg, auf dem die „Gemüseinsel“ im Bodensee umwandert werden kann. In der Stiftskirche St. Georg in Oberzell sind perfekt erhaltene, monumentale Wandmalereien aus dem 10. Jahrhundert zu sehen.
Wenn man mit dem Auto auf der 96a von Süden kommend nach Berlin hereinfährt, führt der Weg unweigerlich durch die für mich schönste Allee Berlins. Die über 100 Jahre alten Platanen stehen in einer doppelten Reihe links und rechts der Puschkinallee. Sie wölben sich als ein perfektes grünes Dach über die viel befahrene Straße und heißen die Passanten und Autofahrer in Berlin willkommen. Für mich bedeutet diese Straße ein wahres Stück Heimat.
Einst wurden ca. 1.000 Bäume gepflanzt, von denen jetzt ungefähr 600 noch erhalten sind. Aber auch diese sind durch mangelnden Pflegeschnitt, die Belastungen durch den Verkehr und Pilzbefall stark gefährdet. Immerhin haben sich die Behörden nun wohl dazu entschlossen, diese einzigartige und denkmalgeschützte Allee zu sanieren und damit zu erhalten. Auch sollen neue Bäume nachgepflanzt werden.
Die Straße führt direkt durch den Treptower Park, der im 19. Jahrhundert als großer Volkspark angelegt wurde. Auch heute noch kann man sich dort unter den schönen alten Bäumen und auf den vielen Wiesen gut vom Stress der Großstadt erholen. Und direkt an der Spree gibt es die wohl besten Crepes der Stadt.
Die Allee befindet sich in der Yitzhak-Rabin-Straße in Berlin. Sie ist ca. 100m lang und besteht aus jungen Kastanienbäumen. Ich liebe diese Allee, weil sie aus neugepflanzten Bäumen besteht und aufzeigt, dass wir die Natur unterstützen müssen anstatt Sie zu zerstören.
Die Allee befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor und bildet zusammen mit dem Tiergarten eine grüne Oase. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass Alleen Städte lebenswerter machen.
Die vierreihige Platanenallee ist die Lentzeallee, sie ist auch auf einer Seite mit einer Reihenhaussiedlung aus besonders hübschen Häusern bebaut, die sicher auch aus den zwanziger Jahren stammen. Die Straße ist auch Teil des Berlinmarathon und besonders beliebt, da sie so schön grün ist.
Die Fliederallee ist eigentlich eine Promenade in der Mitte der Schorlemerallee, sie führt vom Breitenbachplatz zum U-Bahnhof Podbielskiallee. Auf diesem Bild ist sie in voller Blüte, aber danach wurde sie mal wieder gestutzt. Es werden auch fehlende oder kranke Bäumchen ersetzt. Sie wird also gut gepflegt, da ja die Bäumchen schon ziemlich alt sind. Ich schätze aus den zwanziger- oder dreißiger Jahren, da sich in dieser Allee einige berühmte Häuser befinden. Z.B. haben Fritz Lang, der berühmte Filmregisseur, und seine Frau, die Drehbuchautorin Thea von Harbou in zwei Villen gewohnt, die im Stil der Neuen Sachlichkeit 1925-1928 erbaut wurden.
10. September 2012:
Hiermit muss ich leider mitteilen, dass eine meiner Lieblingsalleen in Berlin, die Fliederpromenade, leider nicht mehr existiert.
Die U-Bahn, die unter der Schorlemerallee hindurch geht, muss saniert werden, daher sind alle Fliederbäume abgeholzt worden. Sie sollen zwar wieder gepflanzt werden, aber ehe das schöne Bäumchen sind, wird es dauern! Schade!
D. Kühn
Die kleine Straße mit den Haselnussbäumen ist gleich bei mit um die Ecke, die Nüsse wachsen in großen Dolden und wenn sie auf die Straße fallen, stürzen sich natürlich Spatzen, Tauben und andere Vögel darauf. Die Straße macht einen kleinen Bogen, daher kann man sie nicht in voller Länge fotografieren. Sie ist höchstens 200m lang.
Die Pappelstraße macht einen Bogen, daher ist sie nicht in voller Länge zu sehen. Sie wird seit einigen Jahren durch Spitzeichen ersetzt, da die Pflege der langen schmalen Pappeln sehr aufwändig ist, sie müssen alle paar Jahre gestutzt werden, da sie sonst einfach in die Breite wachsen.
Unsere Lieblingsallee steht in Berlin-Pankow, abgehend vom Blankenburger Pflasterweg in der Nähe der B2. Bisher sind es insgesamt 30 Obstbäume (Apfel, Kirsche, Birne, Quitte) auf einer Länge von 150 m. Die Bäume sind ca. 5 Jahre alt und wurden im April 2013 gepflanzt.
James Grieve, Hedelfinger Riesenkirsche, Sunburst, Große Schwarze Knorpelkirsche, Freiherr von Berlepsch, Schöner von Herrnhut, Nordhäuser Forellenbirne, Gute Luise, Prinzessin Marianne, Alkmene, Große Schwarze Knorpelkirsche, Rheinischer Winterrambur, Große Grüne Reneklode, Boskoop, Goldparmäne, Bauernpflaume, Große Grüne Reneklode, Burlat, bunte Julibirne, Gravensteiner,Französische Goldrenette, Apfelquitte, Munzenapfel und Klapps Liebling sind die malerischen Sortennamen der bunt gewürfelten neuen Obstbaumallee am Blankenburger Pflasterweg. Die Berliner Initiative Freiobst, zu der die GRÜNE LIGA, Bündnis 90/Die Grünen, Mundraub.org, panke.info e.V und die BürgerEnergieBerlin gehören, pflanzt seit Herbst 2012 Obstbäume für alle in Berlin-Pankow. Ein Ergebnis ist diese - jetzt noch etwas jugendlich wirkende - aber in einigen Jahren bestimmt prächtige Obstbaumallee vom April 2013. Erste Früchte tragen einige Bäumchen schon in diesem Jahr.
Eine der ältesten Alleen in Brandenburg findet sich „gut versteckt“ in der Uckermark. Von Boitzenburg kommend findet man an der L243 nach Buchenhain einen Rastplatz, an dem einige sehr alte Lindenbäume auffallen. Eine Tafel verweist darauf, dass man von dort zu Fuß oder per Fahrrad auf der alten Heeres- oder Handelsstraße bis nach Weggun käme. Dies ist allerdings sehr beschwerlich, da die alte Lindenallee, die 1796 auf Betreiben von Friedrich-Wilhelm von Arnim angepflanzt wurde, durch mächtige heruntergebrochene Äste komplett versperrt ist.
Vom anderen Ende, von Weggun aus, kann man die ehrwürdige 8km lange Allee mit ihren knorrigen alten Linden jedoch in aller Ruhe durchwandern. Für Kraftfahrzeuge ist sie nicht zugelassen, weshalb an ihrem Beginn in Weggun ein Parkplatz bereit steht.
Mehrere prächtige Alleen, mit teilweise sehr altem Baumbestand, führen sternförmig auf Boitzenburg zu, d.h. auf das herrschaftliche Schloss. Bereits 1276 wurde die ehemalige Wasserburg erstmals erwähnt und ab 1528 durch die Familie von Arnim-Boitzenburg zu einem der prächtigsten Adelssitze in Brandenburg ausgebaut. Zu den bekanntesten Baumeistern zählt Friedrich-August Stüler. Die letzte große Umgestaltung wurde von Karl Doflein von 1881-1884 ausgeführt, dessen Neorenaissancestil bis in die Gegenwart bewahrt wurde. Das Schloss wird das "Neuschwanstein des Nordens" genannt. Auch in dem das Schloss umgebenden Landschaftspark befinden sich mehrere größere und kleinere Alleen. Friedrich Wilhelm Graf Arnim-Boitzenburg pflanzte eine Lärchenallee (etwa 200 Jahre alt) zwischen der ehemaligen Revierförsterei Brüsenwalde und der Oberförsterei Mahlendorf.
Die meisten (teilweise Kilometerlangen) Alleen bestehen überwiegend aus Kastanienbäumen (leider von der Miniermotte befallen). Einzelne Alleen sind Mischalleen: Linden, Eichen, Buchen und Birken.
Das Alleenparadies rund um das Schloss Boitzenburg ist eine besondere Seltenheit, denn es gibt nur wenige Orte mit soviel prächtigen uralten Bäumen auf "einem Fleck". Es macht Spaß auf die Suche zu gehen!
Meine Allee - Vor vier Jahren fuhr ich am Abend eines langen Reisetages zum ersten Mal über die Allee, die seither in meinem Leben in mancher Hinsicht eine wichtige Rolle spielt. Es ist eine Allee aus über hundert alten Linden, die damals noch eine ebenso alte Pflasterstraße säumten. Dieses wunderbare Ensemble aus Kopfsteinpflaster, einem Sommerweg und den Linden bildete das Entrée zu einem zauberhaften Dorf, das jetzt zu meiner Heimat geworden ist. Es lud mich ein in dieses Dorf, geleitete mich bis zur Kirche und, in leicht abgewandelter Form, sogar bis zu dem Haus, in dem ich jetzt wohne. Einen wundervollen Hof mit einer Linde in der Mitte hatte ich in Heidelberg lange Jahre fast täglich aus dem Fenster meines Dienstzimmers gesehen. Diesen Platz in meinem Herzen haben nun die Linden der Allee zwischen Densow und Annenwalde eingenommen. Ein Teil davon soll, wenn die Ortsbürgermeisterin ihren Willen durchsetzt, einem Gehweg weichen, den niemand will und niemand braucht. Das Feldsteinpflaster des größten Teils der insgesamt 600m langen Allee wurde bereits vor knapp zwei Jahren brutal unter Asphalt begraben. Es stand unter Denkmalschutz. Zynischerweise wurde davon gesprochen, dass es unter dem Asphalt ja erhalten geblieben sei. Heutige Besucher von Annenwalde dürfen mit 80 km/h auf das Dorf zufahren und werden nicht mehr das erleben, was wir damals erleben durften: Das Taxi musste wegen des Pflasters langsam fahren und so rollten wir gemächlich, wie im Traum, durch ein schier endloses Tor aus geheimnisvollen majestätischen Bäumen. Wir fühlten uns willkommen in diesem Dorf, das zu unserer Heimat geworden ist.
Annenwalde ist als Dorf ein touristischer Anziehungspunkt. Hier gibt es eine Glashütte, ein Gestüt, eine Schinkelkirche, einige sehr schöne Gebäude, die dem Verfall preisgegeben sind, wenn nicht ein Wunder geschieht, und ein sehr kleines Stück Lindenallee mit Feldsteinpflaster und Sommerweg. Außerdem leben und wirken in Annenwalde zahlreiche Künstler und Kunsthandwerker, die ihre Galerien den Besuchern öffnen. In der Gaststätte wird lecker gekocht. Nur wenige Kilometer von Annenwalde entfernt (in Alt Placht) gibt es das "Kirchlein im Grünen", ein Kirchlein, das nach der Wende mit Spendengeldern wunderschön restauriert wurde (obwohl es fast schon zusammengefallen war) und das auf einem unglaublichen Kraftplatz steht, umgeben von fünfhundertjährigen Linden. Gepflegt wird es von Herrn Kasner, dem Vater von Angela Merkel.
Als gebürtiger Leipziger, am Rand des Braunkohletagebaus aufgewachsen, war ich nicht allzu verwöhnt mit Naturschönheit vor der Haustür, als ich vor fünf Jahren nach Eberswalde zog. Brandenburg hat sich, über lange Zeit arm und industriell wenig entwickelt, ursprüngliche Reichtümer erhalten, die anderswo längst verstromt, begradigt oder modernisiert sind. Zum Beispiel die alten Alleen. Eine davon ist die an der Kreisstraße von Rüdnitz nach Danewitz: Knapp drei Kilometer Spitzahornbäume, dazwischen hier und dort ein ehrfurchtgebietender Bergahorn, offensichtlich älter als der Rest, am dorfseitigen Eingang zur Straße ein paar Linden. Die Allee markiert die Grenze des Naturparks Barnim. Wenn ich, von Danewitz kommend, das kleine Wäldchen am Bahnübergang durchquert habe, kommen mir Christian Graf von Krockows Beschreibungen märkischen Landlebens in den Sinn; Staub vom Dreschen steht in der Luft, und ich bin darauf gefasst, dass mir im Schatten der Baumkronen ein Pferdefuhrwerk mit schwitzenden Erntearbeitern entgegenkommt. Es sind aber Mähdrescher, die sich durchs Feld kämmen, und dicht nebenan rauscht Verkehr auf der Bundesstraße.
Solche Alleen gibt es noch etliche im Landkreis, diese hier aber hat eine besondere Geschichte. Sie sollte nämlich eigentlich schon tot sein, gefällt zugunsten einer Verbreiterung der kleinen dörflichen Verbindungsstraße, an der sie liegt. Europäische Fördermittel standen in Aussicht, der Landkreis beschloss die Fällung, die Planungen sollten im Eiltempo umgesetzt werden. Das war 2006. Eine Koalition aus engagierten Bürgern, Baumbesetzern und Brutvögeln hat das Vorhaben verhindert. Die Kreisverwaltung hat zwei Gerichtsverfahren verloren, vorerst scheint die Allee gerettet. Gerettet letztlich von den geschützten Vogelarten, die jedes Jahr wieder in den Baumkronen hausen und deren Brutstätten für die Gerichte Grund genug waren, eine Ausnahme vom geltenden Umweltrecht - Alleen sind in Brandenburg geschützt - zu verweigern. Dennoch ist das Schicksal der Alleebäume ungewiss. Fast alle tragen die Markierung der Baumkontrolleure: aufgesprühte Symbole in Rosa, die so schnell nicht wieder abgehen. Etliche, vor allem die alten Bergahorne, werden wohl in den nächsten Jahren der ganz normalen Verkehrssicherung zum Opfer fallen. Und: Es gab auch eine Bürgerinitiative für den Ausbau der Straße. Das kann man den Leuten nicht verwehren. Aber solange vielerorts Geld und Geschwindigkeit einer liebenswerten Heimat vorgezogen werden, wird es der Landschaftsschutz schwer haben.
Diese alte Lindenallee befindet sich in Brandenburg, im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Auf etwa 2 km führen die Bäume von Ringenwalde in Richtung Poratz (Landkreis Uckermark).
Es ist meine Lieblingsallee, da die Kombination ehrwürdiger, ausdrucksvoller Linden mit einer historischen Pflasterstraße samt Sommerweg in einer strukturreichen Landschaft ein hervorragendes Zeugnis der historischen Kulturlandschaft des Biosphärenreservats ist.
Die Allee ist Teil der Zone III (Landschaftsschutzgebiet) des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. Als Ausflugsziel in der Nähe bietet sich das NABU-Informationszentrum Blumberger Mühle in Kerkow bei Angermünde an.
Diese alte Roteichenallee führt auf der L155 (Brandenburg) zwischen der B103, durch das Dorf Brügge hindurch bis nach Halenbeck. Die Allee ist ca. 6km lang und noch in einem vergleichbar guten Zustand.
In den letzten Jahren wurden auch hier mehrere Bäume gefällt und es erfolgten starke Schnittmaßnahmen, die zu einer weiteren Schädigung führten und durch Pilzbefall am Stammfuß einiger Bäume sichtbar wird. Hinzu kommt, dass letztes Jahr ein Teerstreifen angefügt wurde - aus welchen Gründen auch immer - wodurch die Streusalzlauge noch näher an die Baumwurzeln der rechten Baumreihe gelangen kann. Dies ist auch ein nicht unbedeutender Grund für das mögliche Absterben der Bäume nach einer Blattnekrose.
Um auf den Alleenzustand in der Prignitz hinzuweisen, haben wir - eine Initiative von Menschen der Region - eine Baumlücke besetzt. Entgegen des Trends im restlichen Brandenburg, wurden in den letzten 9 Jahren in der Prignitz fast 5.000 Bäume an Landes- und Bundesstraßen nicht nachgepflanzt, obwohl eine gesetzliche Pflicht besteht. Durch diese Entwicklung sind die wundervollen und einzigartigen, für die Prignitz so bezeichnenden Eichen- und Obstbaumalleen bedroht. Wir möchten daher durch eine Pflanzaktion mit Hilfe von Politikern und Menschen der Region darauf aufmerksam machen und bei den Verantwortlichen zum Umdenken bei der Ausführung der Alleenpflege und zum Alleenerhalt aufrufen. Ein Teil der Prignitz befindet sich in einem Landschaftsschutzgebiet, welches die Alleebäume als Singwarten seltener Vögel unter besonderen Schutz stellt.
Die Bilder zeigen die Allee zwischen der Ortschaft 16827 Alt Ruppin (B167) und 16835 Dierberg (L19) in Brandenburg. Seit fast 15 Jahren fahre ich diese Straße zur Arbeit, zum Einkaufen usw. und es verbindet sich ein besonderes Schicksal für mich und meine Kinder mit dieser Allee. Im Mai 1997 ist hier mein Verlobter, auf dem Weg zur Arbeit, an einem Baum tödlich verunglückt. Über die Ursachen gab es verschiedene Spekulationen, aber keine Erkenntnisse. An der Stelle verunglückten vor ihm schon mehrere Personen tödlich. Vor Jahren wurde dann die ganze Straße neu gemacht und seither ist an diesem Ort nichts mehr passiert.
Damals gab es in der Presse Artikel darüber, wie gefährlich Alleebäume doch für Autofahrer sind, aber ich konnte dem damals wie heute nicht zustimmen. Der Baum war nicht schuld und diese Straße ist eine Deutsche Alleenstraße. Ich fahre jeden Tag gern da lang auch wenn diese Straße mein Leben verändert hat.
Ich finde diese Alleenstraßen sind ein wertvolles Erbe in unserer Region. Seit 15 Jahren wurde hier kein einziger Baum nachgepflanzt und auf meine Anfrage wurde mir mitgeteilt, dass wenn, alles mit einmal gemacht wird und das war vor 13 Jahren. Ich wünsche mir, das auch in den nächsten Jahren, für unsere Kinder und Enkel, die Alleen erhalten bleiben und Sie diesen schönen Anblick genießen können.
Meine Lieblingsallee liegt zwischen Randow und Berlinchen, Kreis Ostprigitz-Ruppin in Brandenburg. Jedes Mal, wenn ich hier entlangfahre, erfreue ich mich an den alten Bäumen, deren Äste sich wie ein Kreuzgewölbe eines Doms über der Straße vereint haben. Sie bilden ein dichtes Blätterwerk und spenden angenehmen Schatten.
Jedes Mal sage ich zu meinen Mitfahrern: "Seht nur! Das ist meine Domstraße! Ist das nicht schön hier?" Und oftmals entspinnt sich daraus eine Diskussion, doch am Ende sind wir uns alle einig: Alleen müssen erhalten bleiben!
Denn eine Straße ohne Bäume
ist so trist und leer.
Ist wie ein Zuhause ohne Räume,
bringt keine Freude mehr.
Die grünen Lungen fehlen,
kein Schatten weit und breit.
Die Radler bei Hitze sich quälen.
Vertrödeln wir nicht die Zeit!
Lasst uns die Alleen schützen,
heut´und immerdar.
So können wir allen nützen,
und das ist doch wunderbar!
Meine Lieblingsallee befindet sich im Bundesland Brandenburg. Genauer gesagt in Potsdam, direkt gegenüber des Neuen Palais' am Schlosspark Sanssouci (westlich der Communs).
Die vierreihige Lindenallee ist ein absoluter, kulturhistorischer Blickfang. Umgeben von Grün und abseits der befahrenen Straßen, lädt sie zum Spaziergang und zum Radeln ein. Sie erstreckt sich über eine Länge von 4 km.
Diese Allee, welche wohl schon zu Zeiten des Alten Fritz den Menschen Schatten und den Tieren Lebensraum gespendet hat, ist meine Lieblingsallee, weil sie über viele Jahre Kultur und Natur in Perfektion verbindet.
Mit beherztem Engagement haben sich einige Interessenvertreter das Ziel gesetzt, die Lücken dieser Allee zu füllen. Im Oktober 2010 wird es eine große Pflanzaktion geben. Die Naturschutzjugend möchte - zusammen mit der Alleen-Fan-Kampagne - alle Alleenliebhaber einladen, mit anzupacken. Weitere Partner sind der Bund Deutscher Baumschulen, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die Alleenschutzgemeinschaft und der Naturschutzbund Deutschland (NABU).
Die Allee gehört zum Ostseebadweg in Flensburg, Schleswig-Holstein. Die Linden der Allee sind ca. 60-70 Jahre alt. Die Allee ist ca. 300 m lang.
Ich habe Teile meiner Kindheit und Jugend im Ostseebadweg verbracht und die Allee gehörte halt mit dazu. Sie ist aus diesem Straßenzug einfach nicht wegzudenken.
Die Allee Ostseebadweg in Flensburg liegt in Nähe des Ostseebades der Stadt, einem beliebten Naherholungsgebiet, mit Strand, Park und einem kleinen Wald.
Diese kleine, ca. 250 m lange Allee verläuft entlang des Kluesrieser Weges, der die Stadt Flensburg mit der Nachbargemeinde Harrislee verbindet. Entlang der Allee befinden sich einige alte Eichen, sowie Buchen und Pappeln; umgeben von landwirtschaftlichen Nutzflächen und Kleingärten. Es ist meine Lieblingsallee, da mir besonders die alten Eichen gefallen.
Die Allee befindet sich in Glücksburg/Ostsee in Schleswig-Holstein. Die Paulinenallee ist ca. 300 m lang und mit schönen Blutbuchen besetzt, die ungefähr 40 Jahre alt sind. In erster Linie gefallen mir die Blutbuchen. Besonders im Frühjahr und Sommer ist es sehr eindrucksvoll, wenn die roten Blätter der Bäume in voller Pracht stehen.
In der Nachbarschaft befindet sich das Glücksburger Friedeholz, der Stadtwald.
Die Allee befindet sich in der Gemeinde Schellhorn bei Preetz. Die Straße zweigt von der Langen Reihe ab und führt zum Gut Sophienhof. Die ungepflasterte und etwas kurvige Allee ist ca. 400 m lang und wird von alten Eichen gebildet, deren Alter ich auf mindestens 200 Jahre schätze.
Es ist meine Lieblingsallee, weil mich diese alte Eichenallee in eine Zeit versetzt, in der noch Kutschen unterwegs waren.
Ganz in der Nähe befindet sich die 1873 erbaute Kapelle Sophienhof, an der ehemaligen B76 in Richtung Plön. Davor steht eine Rotbuche, die an die 300 Jahre alt sein soll, mit einem bemerkenswert knorrigen Stamm.
Die ca. 600m lange Kastanienallee befindet sich im Dodauer Forst, Schleswig-Holstein. Die Bäume säumen einen Rad- und Fußweg und verbinden damit die B 76 und das Forsthaus Dodau.
Die hohe schmale Allee aus ungeschnittenen Bäumen hat durch ihre Lage mitten im Dodauer Forst eine besonders eindrucksvolle Ausstrahlung.
In unmittelbarer Nähe befindet sich die berühmte Dodauer Bräutigamseiche, die als einziger Baum in Deutschland eine eigene Postadresse hat.
Zwischen dem Dodauer Forst und Rachut / Gemeinde Malente in Schleswig-Holstein befindet sich diese ca. 1 km lange Allee aus 90jährigen Linden. Die schnurgerade Allee sehr gesunder Bäume führt durch das wunderschöne ostholsteinische Hügelland und ist eine besondere Augenweide.
Einer Initiative der Bürger im Jahre 2000 ist es zu verdanken, dass der Weg nicht asphaltiert wurde und die Allee unter Denkmalschutz steht. Der Heimatbund Schleswig-Holstein zeichnete die Allee 2010 aus - als eine der vier schönsten Alleen Schleswig-Holsteins.
Meine Lieblingsallee steht in Schleswig Holstein, in Seestermühe in der Seestermüher Marsch. Die gut 700 m lange Doppelallee aus Linden und einigen Weißbuchen befindet sich zwischen dem Gutshaus Kielmannsegg und dem Teehaus des Gutshauses. Die Vierzeilige Allee ist Teil eines alten Barockgartens - und damit ein beeindruckendes und schönes Dokument alter Gartengeschichte!
Diese Allee ist vom Heimatbund Schleswig-Holstein im Jahre 2010 als schönste Parkallee ausgesucht worden.
Diese Platanenallee befindet sich in Kiel Holtenau entlang der Kanalstraße. Die angeblich nördlichste Platanenallee Europas beginnt hinter der Personenfähre Holtenau und ist gut 1,5 km lang. Wenn die Vermutung stimmt, dass die Bäume ein Geschenk des japanischen Kaisers zur Kanaleröffnung 1895 gewesen sind, dann sind die ältesten Bäume über 100 Jahre alt. Heute sind noch rund 70 Bäume erhalten, bei denen es sich um geschützte Naturdenkmäler handelt.
Die idyllische Kanalstraße, die das Ufer eines Seitenarmes des Nord-Ostsee-Kanals begleitet, erhält durch die alten Platanen ein ganz besonderes Flair - als würde hier die Zeit ein wenig stillstehen.
Am Ende der Platanenallee gelangt man zum Holtenauer Leuchtturm, der an der Einfahrt der Holtenauer Schleuse steht - auch seit 1895. Hier geben sich Kieler Paare gerne das Ja-Wort.
Diese alte Eichenallee befindet sich in Schleswig-Holstein in Perdöl in der Nähe von Wankendorf. Die Allee ist eine unbefestigte Nebenstraße, die vom Torhaus des Gutes Perdöl in Richtung Belau führt, sie ist ca. 2 km lang. Das Gut Perdöl hat eine lange Geschichte, die bis in das Jahr 1551 führt. Die Eichen sind mächtige alte Exemplare.
Es ist meine Lieblingsallee, weil der gewundene Verlauf dieser wenig befahrenen Allee und der holprige Weg zwischen den mächtigen Bäumen den Besucher eine Zeitreise erleben lassen.
Ganz in der Nähe Richtung Perdöler Mühle steht Schleswig-Holsteins dickste Eiche und zugleich auch eines der ältesten Exemplare. Ihr Stammumfang im unteren Bereich beträgt über 12 m und sie ist weit über 300 Jahre alt.
In Schleswig-Holstein in der Nähe von Lütjenburg (Gemeinde Högsdorf / Kreis Plön) befindet sich diese Lindenallee. Die schmale wenig befahrene Straße verläuft zwischen Högsdorf und Schmiedendorf. Von Högsdorf aus kommend säumen Linden diese Straße 3 km lang bis zu einem Waldstück.
Ich mag diese Allee, weil die hohen kaum geschnittenen Linden ein dichtes Blätterdach bilden und während des Austriebs und im Herbstlaub eine wahre Augenweide sind. Diese ohnehin reizvolle hügelige Landschaft bietet noch ein weiteres Reiseziel. Im Ortsteil Flehm steht eine der ältesten Eichen Schleswig-Holsteins.
In Schleswig-Holstein im Kreis Plön zwischen Flehm und Klethkamp (Gemeinde Högsdorf) befindet sich diese schöne Kastanienallee. Die ca. 1 km lange Allee säumt die Bahnhofstraße, die von der Dorfstraße abzweigt.
Die enge, von Kastanien gesäumte Straße ist kurvig und hügelig und ermöglicht dadurch auch auf der kurzen Strecke überraschende Alleeblicke.
Besonders im Mai, wenn das Kastanienlaub noch frischgrün und gesund ist, ist eine Fahrt - besser noch ein Gang - durch diese Allee ein Genuss.
In der Kreisstadt Plön in Schleswig-Holstein steht das beeindruckende Plöner Schloss. Hinter dem Prinzenhaus, das im Jahre 1744 erbaut wurde, erstreckt sich ein weitläufiger Schlosspark, der von zwei alten Lindenalleen begrenzt wird. Der Plöner Schlosspark war im 19.Jahrhundert zu einem dichten Wald zugewachsen. Als er nach 1839 wieder gelichtet wurde, blieben die beiden begrenzenden Lindenalleen stehen, die seit 1999 mitsamt dem Prinzenhaus unter Denkmalschutz stehen. Das mächtige Plöner Schloss, der Schlossgarten und das Prinzenhaus gehören zu den schönsten Schlossanlagen Schleswig-Holsteins.
Verbunden mit der imposanten Schlossanlage "erzählen" die beiden Plöner Lindenalleen von vergangener Gartenkunst.
In Schleswig-Holstein bei Elmshorn befindet sich diese Lindenallee, sie verbindet die Ortschaften Kölln-Reisiek und Seeth-Ekholt. Die Allee ist knapp 1 km lang und wird durch hohe ungeschnittene Linden gebildet. Noch sind die Linden nicht sehr alt - schätzungsweise 50- bis 70-jährig.
Diese Alle ist eine gut versteckte unscheinbare Schönheit - wahrscheinlich nehmen viele Durchreisende sie kaum wahr. Trotzdem entfaltet sie je nach Jahreszeit ihren besonderen Charme und bietet Spaziergängern eine reizvolle Atmosphäre.
Vielleicht hat diese Allee einmal zu einem kleinen Gut gehört, das es heute schon nicht mehr gibt. Die besondere Schönheit dieser Allee liegt in der Zukunft: die eng stehenden hohen gesunden Linden werden in 100 Jahren eine ganz besondere Ehrwürdigkeit ausstrahlen!
Die Kastanienallee mit Namen Hohenstein liegt in der Gemeinde Dänischenhagen, Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Sie führt vom Sturenhagener Weg bis hin zur Kaltenhofer Allee. Die Kastanien dürften um die 150 Jahre alt sein. Es handelt sich um ungefähr 100 Bäume.
Es ist meine Lieblingsallee, weil sie zu jeder Jahreszeit einfach imposant ist. Ihr Alter fasziniert mich. Im Frühling blühen und duften die Blüten, im Sommer bilden die Blätter ein Dach und spenden Schatten, im blätterlosen Zustand ragen die gigantischen Äste wie Arme im Bogen über die Straße. Sie vermittelt mir ein Gefühl dafür, dass die Natur beständig ist, der Mensch vergänglich, sich ihr Kreislauf beständig wiederholt.
Georg Karl Ernst Reventlow (*16. August 1839 in Schleswig; gest. 17. Juni 1910) war sehr aktiv in seiner Zeit auf dem Gut: Er baute 1860/1866/1867 das neue Herrenhaus des Guts Kaltenhof von Georg Reventlow. Auf dem Flurstück 'Breitenstein', an der heutigen Kreuzung der Straßen Breitenstein und Sturenhagener Weg in Dänischenhagen, errichtete er 1863/1864 eine Windmühle mit fünf Flügeln (sie brannte 1928 ab). Ferner pflanzte er die Eichen- und Kastanienalleen, die die Straßen Schulstraße (früher Küsterredder), Sturenhagener Weg und Hohenstein säumen. (Quelle: http://de.wikipedia.org)
Eine sehr schöne Baumallee konnte ich auf meiner Radtour 2008 zwischen Kasnevitz und Garz entdecken. Dieser Straßenabschnitt ist auch auf der Karte als "Deutsche Alleenstraße" gekennzeichnet. Mit Erschrecken habe ich unterwegs erfahren, dass die Baumalleen dem Straßenausbau zum Opfer fallen sollen. Das muss meiner Meinung nach unbedingt verhindert werden. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Pkws von 80 km/h finde ich sehr angemessen. Schneller braucht man sich auf der Insel Rügen auch nicht bewegen. Ich hoffe, dass alle Baumalleen auf Rügen erhalten werden bzw. neue Baumalleen angelegt werden! Nur so kann man eine einzigartige Kulturlandschaft von Deutschland erhalten.
Auf meiner Fahrrad-Tour "Insel Rügen 2008" konnte ich noch wunderbare Baum-Alleen entdecken. So führte meine Tour durch Helle auf Rügen und am Dorfausgang Richtung Tribbevitz fährt man durch eine sehr schöne Kastanienallee, einfach ein wunderbares Erlebnis.
In Mecklenburg-Vorpommern auf der Insel Rügen führt die Allee von Lancken-Granitz zum Jagdschloss Granitz. Die alte Kastanienallee ist ca. 800 m lang. Es ist meine Lieblingsallee, weil sie sehr schön gelegen ist und vollständig eine Straße mit Kopfsteinpflaster säumt.
Zu den sehenswerten Besonderheiten der Umgebung zählen das Jagdschloss Granitz und die Großsteingräber bei Lancken-Granitz.
Diese Allee findet man auf der Insel Rügen zwischen Putbus und Wreechen. Sie ist a. 500m lang. Ich mag diese Allee, weil sie so ruhig gelegen ist, es viel Natur ringsum und keine Häuser gibt. Die Allee führt direkt ins Biosphärenreservat Südost-Rügen.
In Mecklenburg-Vorpommern, zwischen Neu Grüssow und der L 206, westlich der Müritz findet sich diese schöne Allee. Baum an Baum stehen hier auf ca. 700 m Länge 112 alte, knorrige Linden. Sie dürften etwa 170 Jahre alt sein.
Die Lindenallee steht nicht nur stellvertretend für die "Mutter aller Alleenarten" in Deutschland sondern auch für die wenigen noch verbliebenen Alleen, deren Weg völlig naturbelassen, d. h. unbefestigt ist. Sie steht im Herzen von Mecklenburg-Vorpommern, der wohl schönsten Alleenregion Deutschlands (einschließlich Rügen). Der Weg, an dem die Allee gepflanzt wurde, ist ein uralter Kutsch- und Wanderweg derer von Flotow - einem alten Adelsgeschlecht, dessen Wurzeln bis zur Mitte des 14. Jh. zurückreichen. Die völlig in der freien Landschaft stehende Allee wird zu einem wahrhaft mystischen Erlebnis, wenn man sie am frühen Morgen, kurz vor bzw. nach Sonnenaufgang besucht und der dichte Nebel allmählich von den warmen Strahlen der Sonne vertrieben wird...
Möglicherweise wurde der Weg schon genutzt, als noch eine mittelalterliche Raubritterburg im Ort stand (Ersterwähnung 1255). Es waren die Ritter von Grüssow, die hier lange vor den "von Flotows" herrschten. Das Gutshaus wurde ein Jahr vor der Wende abgerissen. Sehr empfehlens- und sehenswert sind auch die beiden ebenfalls alten Alleen bei Vollrathsruhe und Dobbin, in einer nördlich von Grüssow liegenden Region
Die Drei-Schwestern-Allee befindet sich in Gessin bei Malchin (Mecklenburg-Vorpommern). Es ist ein gemeindlicher ländlicher Weg zwischen Gessin und Immensoll. Die Allee ist 1,8 km lang.
Bäume in der Allee: Altbestand ca. 180 Jahre: 6 Grau-Pappeln, 5 Eichen und 51 Robinien. Im November 2008 wurden 12 Robinien, 12 Grau-Pappeln und 12 Ebereschen neu gepflanzt.
Es ist meine Lieblingsallee, da sie, geprägt von der als Alleebaum sehr seltenen Robinie, auch aufgrund ihres hohen Alters über ein außergewöhnlich schönes und bizarres Erscheinungsbild verfügt.
Die Basedower Parklandschaft ist weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt für ihre Einzigartigkeit und ihre Schönheit. Mit dem so genannten Geschmückten Landgut verfügt Basedow über ein deutschlandweit einmaliges hochrangiges und weitgehend authentisch erhaltenes Gesamtkunstwerk im Stile einer "ornamented farm". Bereits seit 1984 stehen die Schlossanlage, der ausgedehnte Park mit seinen weiträumigen landschaftlichen Bezügen, der Marstall, verschiedene Parkgebäude, die Gutsanlage, die Kirche und die übrige Ortslage in der Gesamtheit als Zeugnis der Bau- und Gartenkunst unter Denkmalschutz.
Die Drei-Schwestern-Allee am Rande unseres Ortsteils Gessin, die den unbefestigten Gemeindeweg nach Immensoll säumt, ist Teil dieser besonderen Landschaft und gehört zum großräumigen Denkmalschutzgebiet. Der Name der Allee geht auf die drei Töchter des Grafen Hahn zurück, der - so sagt es die Überlieferung - vor rund 150 Jahren seine drei Töchter über die Zusammensetzung der Allee entscheiden ließ.
Inzwischen haben die Bäume der Allee ein hohes Alter erreicht und sterben ab. Viele sind bereits verschwunden und die Allee weist teilweise lange Lücken auf. Jahr für Jahr stürzen alte Baumriesen um und mit ihrem Fehlen wird die einstige Struktur und Schönheit der Allee immer schwerer erfassbar. Von den drei ursprünglichen Alleebaumarten Robinie, Grau-Pappel und Eberesche sind fast ausschließlich Robinien erhalten geblieben.
Der Verein "Mittelhof Gessin", der Kulturverein Basedow, der Verein "Geschmücktes Landgut Basedow" und die Gemeinde Basedow haben sich zu einer Arbeitsgemeinschaft "Parklandschaft Basedow" zusammengeschlossen, um diesen und andere Teile dieser Parklandschaft wieder zum Leben zu erwecken.
Es müssen viele Bäume neu gepflanzt werden, um der Allee wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Gemeinsam wollen wir es schaffen und durch die Pflanzung neuer Bäume die Allee wiederherstellen.
Weitere Informationen zu den Alleen in der Basedower Parklandschaft finden Sie unter www.alleen.mecklenburgische-schweiz.de.
Meine Lieblingsallee liegt an der Störwasserstraße (Störkanal), die in den Schweriner See mündet, nahe Raben-Steinfeld in Mecklenburg-Vorpommern. Die kanadischen Pappeln stehen nicht an einer Asphaltstraße, sondern beschaulich zwischen Störkanal und dem Radwander- und Wirtschaftsweg.
Es ist meine Lieblingsallee, weil keine Autos sondern Baumreihen einmal die Begleiter für Wanderer, Radler und Jogger sind: ein grünes Paradies mit pflanzlicher Artenvielfalt.
Der Störkanal befindet sich am Südufer des Schweriner Sees in einer "amphibischen" Wasserwelt, ein Dorado für die Naturfotografie zu allen Jahreszeiten.
Im Landkreis Ludwigslust-Parchim, an der L51 zwischen Schildfeld und Bennin steht auf ungefähr 1km Länge diese alte Eichenallee.
Viele Wege in Mecklenburg und Vorpommern wurden seit Ende des 18. Jahrhunderts zur Verbesserung der Verkehrssicherheit mit Bäumen bepflanzt. Auf den unbefestigten Wegen dienten sie den Postkutschen als Wegmarkierung, zum Schutz gegen das Abrutschen in den Weggraben und zur Sicherung von Böschungskanten. Zeuge dieser Zeit ist die etwa 300 Jahre alte Schildfelder Eichenallee, eine der schönsten Eichenalleen in unserem Bundesland.
Die in Deutschland einzigartige 270 Meter lange Festonallee aus holländischen Linden wurde in der größten barocken Schlossanlage Mecklenburg-Vorpommerns, Schloss Bothmer, nach barocken Gestaltungsprinzipien angelegt. Das Schloss befindet sich im Klützer Winkel zwischen Wismar und Lübeck am südwestlichen Rand der Kleinstadt Klütz. Die Allee führt direkt auf das Schloss zu. Auf diese Weise wird der Schlosskomplex gestalterisch in die umgebende Landschaft einbezogen.
Dabei durchschneidet die Allee aus den spalierartig gezogenen Bäumen (feston, frz. - Girlande) den Hügel, der das Schloss vom Nachbarort von Hofzumfelde trennt. Die Linden sind so kunstvoll gestutzt, geteilt und geschnitten worden, dass man meint, die Linden fassen sich gegenseitig an. Seit den 1970er Jahren erfolgt wieder ein regelmäßiger Pflegeschnitt, um die besondere Form zu erhalten und die Lebensdauer der Bäume zu verlängern.
Diese wunderschöne 300m lange Lindenallee führt vom Schloss Groß Schwansee direkt bis an den Ostseestrand von Mecklenburg-Vorpommern.
Das Schlossgut Groß Schwansee ist eine im 18. Jahrhundert im barocken Stil errichtete und im klassizistischen Stil umgebaute Gutsanlage im Ortsteil Groß Schwansee der Gemeinde Kalkhorst in unmittelbarer Nähe zur Lübecker Bucht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gutswirtschaft aufgelöst und das Herrenhaus in der DDR-Zeit unterschiedlich genutzt. Zunächst waren darin Flüchtlinge untergebracht, später befanden sich darin eine Schule und ein Internat. Wegen seiner nur 300 Meter von der Ostsee entfernten Lage gehörte das Gut zum Sperrgebiet der DDR-Grenze. Seit 2004 dient das Herrenhaus als Hotel und Tagungszentrum.
Die Lärchenallee leiht der ganzen Straße ihren Namen und man findet sie in Schwerin/Mecklenburg-Vorpommern im Ortsteil Friedrichsthal an der B104 Richtung Gadebusch.
1798 ließ der Großherzog Friedrich Franz I. ein Jagdschloss bauen und gab damit dem Stadtteil seinen Namen. Auf seine Veranlassung wurden an der Straße von Schwerin nach Lübeck auf 600m Lärchen gepflanzt. Die Lärchenallee Friedrichsthal besteht heute aus 275 Bäumen, wobei nur 43 Bäume von den ursprünglich etwa 140 gepflanzten Lärchen bis heute überlebt haben. Mit ihren etwa 200 Jahren sind diese Bäume in ihrer Größe und Umfang sehr beeindruckend und bieten im Sommer wie auch im Winter einen wunderschönen Anblick. Bei der stärksten Lärche konnte ich einen Umfang von 357cm in 1m Höhe messen. Mit etwa 23m Höhe bleiben die ausgewachsenen Lärchen hinter ihren Artgenossen im Wald deutlich zurück, was aber nicht verwundert, werden die Bäume im Wald doch zu einem größeren Längenwachstum gezwungen. Die erste nachweislich große Neupflanzung und gleichzeitige Erweiterung der Lärchenallee fand in den Jahren 1976 bis 1978 statt. Seitdem erstreckt sich die Allee über die jetzt noch aktuelle Länge von 1,9km.
Seit 1994 wird jährlich zum Tag der Deutschen Einheit in diesem Stadtteil das Friedrichsthaler Lärchenfest gefeiert. Seit 1997 beginnt das Fest immer mit dem Pflanzen einer Lärche. Der Ortsbeirat Friedrichsthal der Landeshauptstadt Schwerin bekam als erster und bisher einziger Ortsbeirat in Mecklenburg-Vorpommern vom BUND im Sommer 2001 die Patenschaft über die Lärchenallee übertragen.
Die etwa 3km lange Kreisstraße 46 im Landkreis Nordwestmecklenburg (nördlich von Schwerin) führt von Groß Trebbow zur L3. Früher war sie vollständig mit Apfelbäumen gesäumt. Vor allem durch Windbruch sind Lücken in der Allee entstanden. Leider wurden in den vergangenen Jahren verschiedenste Baumarten in bestehende Lücken der Allee gepflanzt - nur keine Apfelbäume. Alte Obstbaumalleen haben eine lange Tradition und große Bedeutung in der Kulturlandschaft Nordwestmecklenburgs. Neben Apfelbäumen findet man auch Birnen, Pflaumen und Kirschen an den Straßenrändern. Sie sind Lebensraum vieler, teils bedrohter Tierarten und bestehen zumeist aus alten und widerstandsfähigen Obstsorten. Die Baumblüte im Frühjahr ist ein besonderes Landschaftserlebnis. Der BUND engagiert sich für den Erhalt und die Neuanpflanzung von Obstbaumalleen insbesondere entlang von wenig befahrenen Kreis- und Gemeindestraßen.
Meine Lieblingsallee ist die Eichenallee zwischen den Dörfern Liepe und Rankwitz auf der Ostseeinsel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist insgesamt - allerdings mit einigen Baumlücken - etwa zweieinhalb Kilometer lang. Die Allee liegt im Lieper Winkel und befindet sich fernab der belebten Ostseebäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Man findet dort kleine urige Dörfer und abwechslungsreiche Landschaften mit Wiesen, Wäldern und Alleen sowie vielen kleinen Seen. Natur pur sozusagen und der vollkommene Gegensatz zum Strandleben. Als Großstädter kann man von der Ruhe nicht genug bekommen. Kaum Touristen und Einheimische. Am Ende der Allee fährt ein alter roter Porsche-Trecker. Selbst dessen Motorengeräusch und Alter passen in die Landschaft.
Meine Lieblingsallee ist diese wunderschöne, uralte Kastanienallee in Mecklenburg-Vorpommern an der L232 zwischen Walkendorf und Dalwitz. Wenn nämlich - wie auf dem Bild ganz hinten zu sehen - das Ortsschild von Dalwitz auftaucht, weiß ich, dass gleich unser Urlaub auf dem Gut Dalwitz beginnt. Das versetzt alljährlich die ganze Familie in Euphorie und Vorfreude.
Meine Lieblingsallee findet man auf der südlichen Halbinsel Mönchgut der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern. Sehr alte Eichen säumen die ca. 1 km lange, sehr schmale Allee zwischen Middelhagen und Baabe, rechts und links begleitet durch angrenzende Getreidefelder.
Es ist meine Lieblingsallee, seit wir fast täglich im Urlaub durch diese wunderschöne Allee mit ihren eng aneinander gereihten Eichen gefahren sind.
Meine Lieblingsallee steht in Mecklenburg-Vorpommern und verbindet Bad Doberan mit dem Seebad Heiligendamm.
Diese Allee wurde 1850 angelegt, gilt heute als die älteste und längste Lindenallee Europas und wirkt in ihrer Geschlossenheit wie das grüne Gewölbe einer alten Kathedrale. Sie führt in das älteste deutsche Seebad, vorbei an Europas ältester Pferderennbahn. Wenn man sich etwas Zeit nimmt, kann man hier Geschichte fühlen und erahnen.
Ich genieße die Fahrt durch diese Allee immer besonders gerne, tauche ein in das Wechselspiel von Licht und Schatten und versuche mich dabei von der langen und wechselhaften Geschichte berühren zu lassen. Die Vollkommenheit dieser kleinen wohlbehüteten Momente wird abgerundet, wenn sich der Dampf der historischen Schmalspurbahn "Molli" (eingeweiht 1886) im Vorbeifahren zwischen den Blättern verflüchtigt.
Eine meiner Lieblingsalleen ist die Straße von Kosenow nach Bugewitz in Mecklenburg-Vorpommern, die von Linden gesäumt wird. Die Allee ist ungefähr zwei Kilometer lang und vor allem auf dem Teil zwischen dem alten Bahndamm der Bahnlinie nach Usedom und dem Abzweig nach Rosenhagen wirklich perfekt.
Die Lindenallee von Bargischow nach Gnevezin in der Nähe von Anklam ist ungefähr zwei Kilometer lang und hier gibt es noch das alte Kopfsteinpflaster. Ich bin öfter mit dem Rad in der Gegend unterwegs und kenne die Straßen zu allen Jahreszeiten. Auf der Gneveziner Allee fahre ich manchmal frühmorgens mit dem Schulbus zum Bahnhof nach Anklam und da muss der Bus wegen des Kopfsteinpflasters ganz langsam rumpeln und zwischen den Bäumen geht die Sonne auf. Wunderschön!
Die meist mit Eichen bestandene Allee führt nach Rosenhagen in der Nähe von Anklam, (Abzweig von der Straße Kosenow - Bugewitz). Die Allee ist einen Kilometer lang, sie wurde von den Anwohnern vor einigen Jahren quasi gerettet.
Als die alte Kopfsteinstraße erneuert werden sollte, war schon an jedem dritten Baum ein Kreuz, das sagte, dass er gefällt werden sollte, vor allem auch, um die Straße zu begradigen. Das aber haben die Anwohner aus der ganzen Umgebung mit ihren Protesten verhindert.
Eine eindrucksvolle, von Einheimischen und Gästen besonders im Sommer beliebte Allee liegt mitten in Ludwigslust. Ludwig der Fromme, Herzog von Mecklenburg-Schwerin, lies sie um 1772 entsprechend dem Verlauf der alten Klenower Dorfstraße anlegen. Die ca. 500 m lange Schlossstraße führt vom Alexandrinenplatz bis zum Schlossplatz. Sie wird beiderseits von zweistöckigen Klinkerbauten gesäumt, die ursprünglich Hofbeamten und Offizieren des Ludwigsluster Schlosses als Wohnungen dienten. Der mittlere, gepflasterte Fahrdamm war für die herrschaftlichen Kutschen bestimmt. Die Seitenstreifen vor den Häuserzeilen bildeten die Wege für Reiter und Fußgänger. Die dazwischen stehenden Lindenbäume, die diese Allee schon immer prägten, sind in den Jahren 1993 bis 1995, am Alexandrinenplatz 1998, durch Kaiserlinden ersetzt worden.
Zusammen mit dem gesamten Schlossareal, der Stadtkirche, dem Schloss und dem Schlossparkgelände erlebten wir hier einen erstaunlich schönen und unvergesslichen Sommerurlaub. Hier kommen wir gern wieder her.
Auch in der näheren Umgebung fanden wir interessante Orte wie Grabow und Neustadt-Glewe und ingenieurtechnische Leistungen wie die Kaskaden und Wasserspiele auf dem Schlossgelände.
Meine Allee ist auf der Insel Mainau am Bodensee zu finden. Sie besteht aus über 100 Bäumen, die alle knapp über 50 Jahre alt sind. Die Länge der Allee beträgt ca. 300m. Es ist meine Lieblingsallee, weil sie einmalig ist, da sie die Urzeit mit der Gegenwart verbindet. Einige der Giganten sind bereits über 20m hoch und sehr imposant in ihrer Erscheinung.
Die Allee verläuft parallel dem Flüsschen Oos und verbindet das Stadtzentrum mit dem Kloster Lichtental. Im ersten Teil (vom Kurhauspark aus gesehen) prägen zum Teil über hundertjährige Bäume den eher parkartigen Charakter. Im zweiten Abschnitt (nach der Kreuzung mit der Gunzenbachstraße) weitet sich das Tal und öffnet den Blick über die ehemaligen landwirtschaftlichen Flächen des Zisterzienserinnenklosters Lichtental. Die Allee wird hier gesäumt von dicht stehenden Linden. Die sorgfältige Modulation des Geländes ist in der besten Tradition eines Lenné - und es heißt, dass die Lichtentaler Allee als UNESCO Weltkulturerbe im Gespräch ist. Es ist meine Lieblingsallee, da ich sie seit dem Jahre 1954 kenne und sie hat all die Jahre ihren Charakter nicht verändert.
Besonderheiten: Die Allee verbindet exemplarisch Stadt und Landschaft, Geschichte und Gegenwart, lädt ein zum Verweilen und Schauen. Als Landschaftspark ist sie abwechslungsreich - mit Tennisplatz, Rosengarten (Gönner-Anlage), prachtvollen "fin de siecle"-Hotels (Brenners Parkhotel, Bellevue) neben moderner Kunsthallenarchitektur (Frieder Burda Museum) und Freizeitsport- und Hundeauslaufwiese im Lichtentaler Teil der Allee.
Die Allee befindet sich in der Talachse der Stadt, umgeben von einem engl. Landschaftspark aus dem 19Jh., ist ca. 2,5km lang. Sie finden hier ca. 500 Bäume: Tilia pallida, Tilia tomentosa, Quercus robur. Begründet 1655 und teilweise ergänzt, ist die Allee 20-350 Jahre alt.
Die Lichtentaler Allee ist stadtbildprägend und in Lage und Originalität ohne gleichen, sie ist als Allee und als Park ein Denkmal der Gartenkunst und zu allen Jahreszeiten immer wieder ein großes Erlebnis, es gibt viele alte und besonders schöne Bäume im gesamten Park von ca. 25ha. Seitlich der Allee befinden sich gestaltete Parkflächen. Im 19Jh. waren Allee und Park Treffpunkt des Adels und des Großbürgertums, die europäische Gesellschaft traf sich hier im Sommer. Touristische Ziele in der Gegend sind Schloss Rastatt und Schloss Favorit mit englischem Park.
Weitere Informationen zur Allee finden Sie unter www.lichtentalerallee.de oder im Jubiläumsbuch "Die Lichtentaler Allee".
Am südlichen Rand Stuttgarts (Baden-Württemberg) liegt an der Verbindungsstraße L 1205 zwischen den Stadtteilen Möhringen und Plieningen die Versuchsstation für Pflanzenzüchtung der Universität Hohenheim, eingerahmt von einer beeindruckenden Vogelkirschenallee. Ausgehend von der auf freiem Feld liegenden Hofstelle erstreckt sich die Allee in nördlicher, südlicher und östlicher Richtung (Geodaten 48°42'53.95'' N / 9°11'23.66'' E).
Auf einer Länge von fast 1.400 Metern säumen insgesamt 286 stattliche, hochstämmige Vogelkirschen (Prunus avium) die Wege auf beiden Seiten. Gepflanzt im Jahr 1995 im Abstand von etwa 9 Metern hat sich mittlerweile ein geschlossener Bestand entwickelt.
Die Hohenheimer Vogelkirschenallee begeistert die Besucher über das ganze Jahr hinweg abwechselnd mit verschiedenen, aufeinander folgenden Höhepunkten. Der üppigen Blüte im Frühjahr folgen im Sommer die in kleinen Büscheln hängenden dunkelroten bis schwarzen Früchte. Ein wahres Feuerwerk an Farben ereignet sich in den Herbstmonaten, wenn die spätsommerliche Sonne das in leuchtenden Rot- und Gelbtönen gefärbte Blattwerk erstrahlen lässt. Auch im Winter bieten die mächtigen Stämme mit ihrer attraktiven Ringelrinde einen reizvollen Anblick. All dies macht die Vogelkirschenallee zu einem beliebten Ausflugsziel.
Die Hohenheimer Vogelkirschenallee ist wohl die längste Allee mit dieser Baumart in Deutschland. Sie ist Teil eines mehr als fünfeinhalb Kilometer langen alleenumsäumten Wegenetzes in Hohenheim mit unterschiedlichen Baumarten wie Chinesische Wildbirnen, Winterlinden, Ahorn oder Schwarzpappeln. Darüber hinaus bietet Hohenheim noch weitere Sehenswürdigkeiten. Das mehr als 200 Jahre alte Schloss liegt inmitten der Hohenheimer Gärten. Ein Teil davon, das Landesarboretum Baden-Württemberg, beherbergt nahezu 2500 verschiedene Baumarten und -sorten. Diese wie auch das Deutsche Landwirtschaftsmuseum sind ein lohnendes Ausflugsziel und können auch von Gruppen im Rahmen von Führungen besichtigt werden (Kontakt: gartenbau(at)uni-hohenheim.de).
Die Allee erstreckt sich entlang des nördlichen Hochwasserdammes der Rench durch Oberkirch/Baden im Ortenaukreis/Baden-Württemberg. Sie säumt einen Fußweg und zieht sich in ost/westlicher Richtung durch die ganze Stadt.
Die Allee besteht aus ca. 500 Sommerlinden (Tilia platophyllus) und ist etwa 2,8 km lang. Vermutlich wurden die Bäume ursprünglich nicht auf einmal sondern über einen längeren Zeitraum hinweg gepflanzt. Die ältesten dürften um die hundert Jahre alt sein. In neuerer Zeit wurden verstärkt abgestorbene Bäume ersetzt und Lücken geschlossen, so dass nunmehr um die 50 Jungbäume zum Ensemble gehören. Da über einen Teil der Allee bis vor einigen Jahren eine Freileitung führte, wurden die darunter stehenden Bäume über Jahrzehnte gekappt, was logischerweise in diesen Bereichen zu einem schlechten Zustand der Bäume führte und auch in Zukunft weitere Ersatzpflanzungen notwendig machen wird.
Ich kenne die Allee von Kindheit an und bin heute als Gärtner häufig mit der Unterhaltung und Pflege befasst. So gehören Nachpflanzungen, Bewässerung und Kontrollen zur Verkehrssicherung genauso zu meinen Aufgaben wie die Kronenpflege oder auch die Entfernung abgestorbener Bäume.
Der Renchdamm, wie die Allee in der Gegend genannt wird, ist das Naherholungsgebiet schlechthin. Durch die Lage direkt in der Stadt ist er ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Jogger. Leider ist eine Erweiterung auf den südlichen Damm oder eine Verlängerung in östlicher oder westlicher Richtung wegen Einwänden der Wasserwirtschaft nicht möglich. Durch die Beschattung wächst das Gras am Damm nur zögerlich und ein Umstürzen bei Stürmen könnte Löcher in den Damm reißen, was der Hochwassersicherheit natürlich abträglich wäre.
Abseits vom Lärm der Großstadt und befahrenen Autostraßen liegt an der östlichen Grenze Nordwürttembergs, im Landkreis Heidenheim, das von 1564 bis 1572 erbaute Jagdschloss Duttenstein. Bauherr dieser imposanten Vierflügelanlage war Hans Fugger (1531-1598). Fürst Karl Alexander (1770-1827) ließ 1817 einen eingezäunten Wildpark von ca. 500 Hektar um das Schloss anlegen.
Alte Laubbaumbestände und seltene Nadelhölzer umsäumen die vielen gepflegten Wege des Wildparks, in dem Dammwild, Mufflons und Wildschweine heimisch sind. Eine prächtige Gemeine Rosskastanienallee (leider von der Kastanienminiermotte befallen) führt vom Haupteingang des Wildparks zum Schloss. Vermutlich sind einige Bäume noch aus der Zeit, als Fürst Alexander das Areal anlegen ließ.
Die Allee weißt einige größere Lücken auf, obwohl viele Neuanpflanzungen vorgenommen wurden. Trotzdem wirkt die Kastanienallee äußerst majestätisch und verleitet zum Hineinträumen in jene Zeit, als die "hohen Herrschaften" mit ihren Kutschen durch sie hindurch fuhren. An der Kastanienallee gefällt mir besonders ihr naturbelassener Zustand. Totholz wird nur im allernötigsten Maße entfernt. Somit bietet sie, wie natürlich der gesamte Wildpark, bedrohten Tierarten Unterschlupf und Nahrung. Der Wildpark ist täglich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang für die Öffentlichkeit zugänglich.
Lieblingsallee der Wessobrunner Wandergruppe
Die Kastanienallee in voller Pracht (Ende Juni). Doch der frühzeitige Herbst macht sich schon bemerkbar, hervorgerufen durch die Rosskastanienminiermotte.
Die Allee besteht aus ca. 260 Bäumen, Winterlinden (Tilia cordata), welche auf einer Länge von 2,2 km entlang der Landesstraße L 1050 zwischen Zweiflingen-Friedrichsruhe und Öhringen zu finden sind. Der Ursprung der Allee geht auf die 1770er / 1780er Jahre zurück, allerdings wurde ein Großteil der Bäume in den 1980er Jahren und jetzt aktuell 2011 aufgrund der Verkehrssicherheit saniert und ersetzt. Die Bäume haben eine durchmischte Altersstruktur.
Die besondere Geschichte der Allee und die Tatsache, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass sie überhaupt noch existiert, machen sie zu einem Kleinod in Hohenlohe. Einige ältere Exemplare der Linden sind mit Misteln behangen und haben eine besondere skurrile Wuchsform, die sie absolut landschaftsprägend machen.
Die Allee verband ursprünglich das Jagdschloss im heutigen Friedrichsruhe (Bau 1712-1717 durch Graf Johann Friedrich II. von Hohenlohe-Öhringen) mit Öhringen. Es gibt Bilder der ursprünglichen Chaussee mit hohen Pappeln. Um 1807 wurden einige Pappeln auf Wunsch der Anrainer aufgrund der Verschattung der anliegenden Grundstücke durch Obstgehölze ersetzt. In den 80er Jahren gab es eine Bürgerinitiative gegen die Verbreiterung der Straße, die die Fällung der Bäume zur Folge gehabt hätte. Auch Loki Schmidt kämpfte hier als Vorsitzende der Stiftung zum Schutz der Pflanzen gegen die Fällung der Allee. Die Allee wurde als Kompromiss saniert und einzelne Bäume ersetzt. Auch 2011 mussten nochmals einzelne Bäume saniert und ersetzt werden.
Meine Lieblingsallee befindet sich in Ulm. Die Stadt an der Donau ist bekannt für ihr gotisches Münster, dessen Kirchturm mit 161,53 m der höchste der Welt ist. Entlang der Donau führt die Uferpromenade zur Friedrichsau. Die Parkanlage mit ihren vielen herrlichen alten Bäumen besteht seit 1811 und ist Ulms größte Grünfläche. Eine beachtliche Anzahl alter Bäume unterschiedlichster Arten säumen die Donau-Uferpromenade. Kommt man zum Valckenburgufer - benannt nach Johann van Valckenburg, den Erbauer der Ulmer Festungsanlage - sticht sofort die Kastanienallee mit ihren ca. 30 Bäumen ins Auge. Die Allee geht in Richtung Friedrichsau in eine Halballee über. Leider mussten in jüngster Zeit einige Bäume gefällt werden. Hoffentlich werden die entstandenen Lücken durch Neuanpflanzungen geschlossen.
Es macht einfach Spaß, und das zu jeder Jahreszeit, durch die Kastanienallee zu radeln, spazierenzugehen oder auch zu joggen.
Ein einmaliges Alleenparadies befindet sich beim Schloss Taxis, gelegen in Dischingen, Landkreis Heidenheim. Das nicht der Öffentlichkeit zugängliche Schloss ist seit 1734 im Besitz der fürstlichen Familie Thurn und Taxis. Über 250 Jahre diente es dem Fürstenhaus in den Sommermonaten als Sommerresidenz. Ein kleines Reich für sich, mit weitläufigen Anlagen, unteren und oberen Schlosshof, Schlosskapelle, Fürsten-, Prinzen- sowie Theaterbau u.a.m. In früheren Zeiten hielten sich hier teilweise bis zu 400 Personen auf: Schlossverwalter, Gärtner, Bauinspektor, Hofschreiber, Oberstallmeister, Gäste der Hocharistokratie etc.
Aus allen vier Himmelsrichtungen führen Alleen direkt zum imposanten Schloss, das viele Baustile, von der Renaissance über Barock, Rokoko und Klassizismus bis zur Neugotik vereint. Früher säumten hohe Pappeln die Alleen, inzwischen sind es überwiegend Kastanien, vereinzelt finden sich auch Ahorne und Linden darunter.
Der dem Schloss angegliederte Englische Garten diente den hohen Herrschaften als Jagdrevier. Er ist heute der Öffentlichkeit zugänglich und beherbergt einige versteckte Alleen (als solche noch gut erkennbar), wobei die Kastanienalleen immer direkt zum Schloss, die Lindenalleen zu den "Lustbarkeiten" des Areals führen.
Das "Alleenparadies Schloss Taxis" zu erleben, zu erfahren, zu erspüren, zu entdecken ist für jeden Alleenfan eine wahre Freude. Besonderen Spaß bereitet die Erkundung versteckter Alleen im Englischen Garten. Einen zusätzlichen Reiz bietet die die Alleen umgebende Pflanzen- und Tierwelt.
Der Ipf ist ein 668m hoher Zeugenberg (Einzelberg) aus dem Weißen Jura. Er liegt nördlich von der Stadt Bopfingen im Ostalbkreis. Seine Hänge sind überwiegend von einer Wacholderheidelandschaft bedeckt. Man vermutet, dass der Berg während der älteren Eisenzeit ein "Fürstensitz" war. Der Ipf ist ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet.
Typische Tier- und Planzenarten der Felsen und Wacholderheiden sind anzutreffen: Katzenpfötchen, Küchenschelle, Heidegrashüpfer, verschiedene Schmetterlings- wie Vogelarten u.a.m. Den Aufstieg zum Berg säumt eine imposante Lindenallee. Es handelt sich dabei um mehr als 90 Bäume. Davon sind 47 Junganpflanzungen, während ein Teil der alten Linden über 150 Jahre alt sein dürfte.
Besonderheiten der Gegend: Im Stadtteil Oberdorf der Stadt Bopfingen befindet sich in der Lange Straße 15 die ehemalige Synagoge. Sie wurde von 1809 bis 1812 erbaut. Heute ist das Gebäude eine Gedenk- und Begegnungsstätte. Ferner ist in der ehemaligen Synagoge zusätzlich das Museum zur Geschichte der Juden im Ostalbkreis untergebracht.
Hoch über der Stadt Heidenheim an der Brenz liegt die Festungsanlage Hellenstein, deren Gründung bis zum Jahr 1096 zurück reicht. Den Schlossberg säumt eine kleine Lindenallee (darunter eine Buche), bestehend aus über 20 Bäumen. Begrüßenswert ist, dass die Allee mit ca. 10 Jungbäumen aufgeforstet wurde. Die älteren Bäume schätze ich auf 80 bis 100 Jahre und älter.
Die Lindenallee reiht sich "wunderbar" in die großzügige Parkanlage mit weiten Rasenflächen und altem Baumbestand rund um das Schloss Hellenstein ein. Sitzbänke laden zum Verweilen und Schauen - mit einem herrlichen Blick auf die Stadt Heidenheim. Im Juni/Juli strömt "verführerischer" Duft von den Bäumen.
Eine stattliche Allee, bestehend aus ca. 60 Kastanienbäumen führt hinauf zum Rittergut von Stetten o. Lontal – einem Ortsteil von Niederstotzingen im Landkreis Heidenheim. Eine beachtliche Anzahl von Bäumen, die immer wieder einen Verjüngungsschnitt erhalten, der der Allee einen besonderen Reiz verleiht. Nicht weit von ihr entfernt befindet sich die barocke Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt sowie das Schloss.
In unmittelbarer Nähe des Ortes befindet sich der Archäopark Vogelherd.
Die Deutsche Alleenstraße führt in einer Länge von 7,7 km im Zuge der Landesstraße 210 durch das Stadtgebiet von Boppard, Rheinland-Pfalz. Dabei führt sie großenteils durch Waldgebiet. In den 2 freien Abschnitten sind im Januar und im März 2008 Baumalleen angelegt worden, wobei zuerst auf städtischem Grund und Boden insgesamt 140 Winterlinden auf beiden Straßenseiten "Auf Kasseling" gepflanzt wurden. Im zweiten Abschnitt, der ausschließlich sich in Privateigentum befand, wurden 35 Elsbeerbäume gepflanzt. Der Bürgermeister hatte hierzu die Privateigentümer persönlich angerufen und um Zustimmung für die Anpflanzungen geworben, die ausnahmslos gewährt wurde. Die 175 Bäume sind alle gut angewachsen, so dass die Landesstraße 210 bzw. die so genannte Simmerner Straße die Bezeichnung "Deutsche Alleenstraße" zu 100 Prozent verdient.
Es ist meine Lieblingsallee, weil man mit herrlichen Ausblicken mitten in das Unesco-Welterbegebiet "Oberes Mittelrheintal" fahren kann.
Boppard hat mit dem alten Römerkastell, der Mittelalterlichen Stadtmauer, der historischen Kernstadt viele touristischen Potenziale: den Mittelrhein-Klettersteig, den Rhein-Burgen-Weg, einen von Naturland zertifizierten Stadtwald und als größtes Weinanbaugebiet am Mittelrhein den "Bopparder Hamm".
Foto: Hans-Werner Schumann, Erwin Schulz und Clemens Gras vom Bauhof Boppard pflanzen die neuen Alleebäume.
Fotografin: Suzanne Breitbach
Meine Lieblingsallee steht in Bad Neuenahr, Rheinland-Pfalz. Es ist eine zweifache Doppelreihe aus Winterlinden. Die ca. 280-300 Bäume sind ungefähr 30 Jahre alt. Es ist meine Lieblingsallee, weil sie jeweils doppelreihig beidseitig den Fluss Ahr begleitet.
Die Allee selbst ist ein touristisches Ziel. Als landschaftsbelebendes Element ist sie ein Bindeglied zwischen den Ortsteilen Bad Neuenahr und Ahrweiler.
Die Birkenallee befindet sich auf der alten Mittelachse des ursprünglichen Hauptfriedhofes und verbindet die kleine neogotische Trauerhalle aus dem Jahre 1870 mit dem ebenfalls neogotischen Denkmal von 1874 für die verstorbenen deutschen Soldaten des Deutsch-Französischen Krieges.
Die stimmungsvolle Allee weist verschiedene Altersstadien auf, außerdem kommt neben der Hängebirke (Betula pendula) auch die Papierbirke (Betula papyrifera) vor.
Die ca. 1,5 km lange Lindenallee (Tilia cordata) wurde als Zufahrtsstraße für die Landesgartenschau 2004 angelegt und erschließt heute als Robert-Schumann-Allee das Wohngebiet am Petrispark.
Meine Lieblingsallee ist in Lahnstein, im Ortsteil Niederlahnstein / Rheinland-Pfalz, an der rechtsrheinischen Rheinpromenade, Zugang über Blücherstraße.
Die Allee ist ca. 1-1,5 km lang und bis auf nur zwei- drei Ausnahmen ausschließlich aus Walnussbäumen gepflanzt. Die Anzahl kann ich nur schätzen, aber es müssen schon weit über Hundert Walnussbäume sein. Es wurden auch bei Ausfall eines Baumes junge Walnussbäume nachgepflanzt.
Jedes Mal wenn ich vor Ort bin, gehe ich diese Promenade zu allen Jahreszeiten entlang. Ich bin in dem Ort aufgewachsen und diese Allee bedeutet ein Stück Heimat für mich, zumal wir Kinder dort früher immer Nüsse gesammelt haben. Heute gehe ich dort mit meinem Sohn Nüsse sammeln.
Mein Großvater (Jahrgang 1906) hat dort schon Nüsse gesammelt. Einige der Bäume müssen deshalb schon über 100 Jahre alt sein. Die Bäume trugen früher weiß aufgemalte Nummern, die von der Stadt angebracht wurden. Die Landwirte oder Bewohner des Ortes konnten die Bäume 'ersteigern' und die Ernte dann ihrerseits verkaufen. Wir Kinder waren damals davon fasziniert, dass man einen Baum ersteigern konnte.
Schräg gegenüber auf der andern Seite der Allee liegt Schloss Stolzenfels, auf das man einen schönen Blick hat.
Auf der Bundestraße 88 von Camburg nach Naumburg in Sachsen-Anhalt, erreicht man kurz nach Camburg linkerhand die ca. 1 km lange Abzweigung nach Altlöbnitz. Die Straße wird von prachtvollen, verhältnismäßig noch jungen Linden gesäumt. Die Bäume wurden vermutlich nach der Wende, als die Zufahrtsstraße zum Dorf saniert wurde, gepflanzt. Ich wanderte die Allee im Hochsommermonat August des Jahres 2015 entlang. Dabei spendeten mir die Linden den erwünschten Schatten und gaben den Blick frei in das herrliche Saaletal sowie auf die vielen Windräder, die die Landschaft mitprägen.
Meine Lieblingsallee befindet sich in Sachsen-Anhalt, auf dem Elbe-Radweg zwischen Dessau und Vockerode. Von Dessau kommend verläuft die Allee am Waldende kurz vor der Autobahn A9 in südsüdwestlicher Richtung weg vom Deichweg in Richtung Vockerode.
Die eigentliche Allee ist ca. 400 Meter lang, auf dieser Länge ist der vor wenigen Jahren modernisierte Weg beidseitig mit Dutzenden Kastanien gesäumt. Obwohl die Allee durch einen Mischwald verläuft, ist der Allee-Charakter durch die enge Bepflanzung sehr ausgeprägt. Es ist meine Lieblingsallee, da die Fahrradfahrer endlich mal eine Allee genießen können, weil keine Autofahrer stören und die Sonne bei gutem Wetter durch das Blätterdach schimmert. Ein Highlight auf dem Elberadweg.
Diese Allee liegt im Biosphärenreservat Mittlere Elbe und im UNESCO-Kulturerbe Gartenreich Dessau-Wörlitz. Sie liegt auf dem Elberadweg zwischen der Bauhaus-Stadt Dessau kurz vor Vockerode und nicht weit von Wörlitz.
Meine Lieblingsallee steht in Sachsen Anhalt, südlich von Magdeburg in Langenweddingen an der Halberstädter Straße. Es ist eine etwa 150 Jahre alte Lindenallee, die früher von Magdeburg bis Egeln reichte. Sie erstreckt sich ca. über 3km durch unseren Ort.
Es ist meine Lieblingsallee, da es eine unglaubliche Macht ist, die von so einer Allee ausgeht. Ruhe und Schatten spendend sowie Vogelvielfalt. Spaziergänge werden viel interessanter. Ich wohne direkt an dieser Allee und empfinde es wie eine grüne Lunge die auch das Wohnen an sich hochwertiger macht.
Die Halberstädter Straße war wohl früher die Durchfahrtsstraße von Magdeburg in den Harz. Im Ort befinden sich ein Schill-Denkmal, das zu Ehren damaligen Freiheitskämpfers gegen Napoleon im Ort errichtet wurde, sowie eine wunderbar sanierte barocke ev. Kirche.
Die Lindenallee befindet sich auf der westlichen Seite des evangelischen Doms St. Peter und Paul in Naumburg in Sachsen-Anhalt. Sie besteht aus 30 Linden, meist jüngeren Datums und fügt sich harmonisch in das den Dom umgebende Areal ein. Wie bekannt, ist Naumburg eine sehenswerte Stadt. Weltberühmt sind die zwölf überlebensgroßen Stifterfiguren im Westchor des Doms, die nach 1250 entstanden. Die bekanntesten sind Uta von Ballenstedt und ihr Ehemann Markgraf Ekkehard II. an der Nordseite des Westchors sowie die polnische Königstochter Regelindis und ihr Markgraf Herrmann I. gegenüber an der Südseite.
Unsere Lieblingsallee steht in Rottmersleben, Sachsen-Anhalt. Man findet sie südlich des Dorfes an der Bornstedter Straße. Von Rottmersleben kommend befindet sich die Allee rechts von der Gemeindestraße direkt ins Feld führend. Sie ist wohl circa 600 Meter lang.
Die Allee besteht aus unterschiedlichen Laubbäumen. Sie stellt eine Gemarkungsgrenze zwischen zwei Ackerflächen dar. Die großen, alten Bäume strahlen eine wunderbare Ruhe aus. In ihrer Nähe kann man auch immer wieder zahlreiche Tiere beobachten. Am Tag der Aufnahme tummelten sich in ihrem Schutz z.B. drei Rehe. Gerade in Gegenden mit intensiver Landwirtschaft stellen Alleen einen Rückzugsraum für Tiere und Pflanzen dar. Durch ihre linienhafte Struktur sind sie ein wichtiger Bestandteil im Biotopverbund.
Die Allee ist gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Unweit davon befindet sich eine neu angelegte Allee, die mit dem jeweiligen Baum des Jahres der vergangen Jahre bepflanzt ist.
Unsere Lieblingsallee befindet sich in Bad Salzelmen, einem Ortsteil im Süden der Stadt Schönebeck (Elbe) / Sachsen-Anhalt. Die Allee wurde vor etwa 100 Jahren mit Bäumen der rotblühenden Rosskastanie Aesculus x carnea gepflanzt. Die Bäume stehen beidseitig des etwa 400 m langen Fußgängerweges vom sog. Tannenwäldchen zur Anhöhe Bierer Berg. Der Kastanienweg ist seit Jahrzehnten nicht nur bei den Schönebeckern sehr beliebt. Viele Familien verbinden ihren Spaziergang oder den Fahrradausflug mit einem Besuch des beliebten Heimattiergartens auf dem Bierer Berg.
Gerade im Sommer bieten die Bäume Schatten und Regenschutz. Ein besonders faszinierendes Schauspiel ist die Blüte im Mai. Viele der Kastanienbäume sind altersbedingt urwüchsig und leider dadurch anfällig für Sturmschäden oder Krankheiten. In Absprache mit der Stadt Schönebeck als Eigentümer und der zuständigen Naturschutzbehörde haben wir als NABU OG Schönebeck dem Schnitt und der Fällung einzelner Bäume zugestimmt. Die dabei entstandenen Lücken in der Allee wurden durch Neupflanzungen wieder aufgefüllt, so dass der Alleecharakter erhalten blieb.
Unsere NABU Gruppe veranstaltet regelmäßig gemeinsam mit dem Team vom Heimattiergarten Bierer Berg und den Stadtwerken Schönebeck Projekttage zum Thema "Natur erleben" mit Grundschülern aus Schönebeck. Auf dem Weg vom Tannenwäldchen zum Bierer Berg wird die heimische Fauna und Flora den Kindern näher gebracht - klar, dass auch die herrliche Kastanienallee und ihre Funktion im Naturhaushalt dabei mit einbezogen wird!
Meine Lieblingsallee ist diese wunderschöne, ca. 300m lange Birkenallee am westlichen Ortsausgang des Dorfes Grauingen im Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt).
Das Foto entstand am 6. Januar 2010 und zeigt die Allee in einem ganz seltenen und wunderschönen Anblick. In der Nacht davor war es eisig und zugleich sehr feucht, so dass am Tage alle Bäume mit einer puderzuckerähnlichen Schicht bestäubt waren. Die Birkenallee ist mir schon seit Kindheitstagen bekannt und sehr oft bin ich dort mit Fahrrad unterwegs gewesen. Stets bot sie Schatten und öberraschte einen an windigen Tagen mit einem spannenden Rauschen der Blätter.
Ich war noch ziemlich klein, und wir wohnten als Ostzonenflüchtlinge in einer Baracke in Menden, einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen. Die Straße war unendlich lang und führte ganz geradeaus zum Bahnhof, der zwischen den Ortsteilen Lendringsen und Hüingsen lag. Rechts und links der Straße residierten riesige Pappeln, und zu unserer Übergangswohnung ging es links ab, dann noch ungefähr hundert Meter weiter - und ich war zu Hause. Die Pappelallee gibt es schon lange nicht mehr; es ist jetzt eine moderne Straße, die zu einem Gewerbegebiet führt. Natürlich ist auch unsere Baracke weg, ebenso wie die alte Ziegelei hinter dem Flüsschen, wo meine Freundin Jutta damals wohnte. Als ich von "Lieblingsalleen gesucht" las, fiel mir diese Allee sofort wieder ein, und ich suchte eine neue Pappelallee, fand aber keine. Einen Moment lang überlegte ich sogar, einen Finderlohn für eine Pappelallee auszusetzen.
Einen schönen Ersatz konnte ich dann aber in der Nähe meines jetzigen Wohnortes finden. Die alte Einfahrt der ehemalige LPG in Ostingersleben (Sachsen-Anhalt) ist abgesperrt mit einem rostigen, schief in den Angeln hängenden Tor. Brennnesseln und Goldruten rahmen die halb versunkenen Pfähle ein und begleiten einen Eisenzaun seines Weges. Holunder hat sich angesiedelt und trägt Früchte, und blühende Gräser und Kräuter besetzen auch noch den kleinsten Platz. Der alte Weg ist zugewachsen, vom Wind abgebrochene Äste liegen wie Kraut und Rüben und verwehren anscheinend den Zutritt. Zwischen den alten Pappeln wuchern Wildkräuter vergangener Jahre.
Ich hoffe, das Foto lässt den Zauberweg aus meiner Erinnerung erkennen. Die Geschichte, die ich zu der Pappelallee meiner Kindheit geschrieben habe, ist schon ein paar Jahre alt, aber mein beim Schreiben gefühltes Gefühl ist noch dasselbe. Aber lesen Sie selbst:
Als ich am Abend im Bett lag, dachte ich darüber nach, wieso es schlecht ist, in einer Baracke zu wohnen. Die Kaufmannsfrau hatte mich heute gefragt: "Du bist also das Mädchen, aus der Baracke?" und ihr Tonfall war... ja, wie?... ich weiß nicht; jedenfalls wurde ich ganz verlegen und schämte mich sogar ein bisschen. Was mochte sie wohl damit gemeint haben? Wir hatten doch alles, was wir brauchten: eine Küche mit einem gemütlichen Bullerofen und einem Tisch in der Mitte, der behäbig auf vier Elefantenbeinen allem standhielt, für jeden von uns einen Stuhl, und für Papa sogar ein Sofa für die Mittagspause. Und wir hatten jeder ein Bett; nicht so wie nebenan bei Grabbes, da mussten sich Edgar und Otto eines teilen.
Es war noch hell draußen und ganz warm. Mein Fenster stand auf Kippe und ein feiner Luftzug wellte die Gardine und staffierte die Himmelsberge, die ich zwischen dem Fensterkreuz sehen konnte, mit feinen Häkelblüten aus und umkränzte sie mit der mittleren und unteren Bordüre. Der leichte Wind trieb die Wolken bedächtig von einem Fensterkästchen in das nächste und sortierte sie ordentlich. Ich wusste, wenn ich lange genug wach blieb, könnte ich die Dunkelheit heran schleichen sehen - heimlich und leise wie unser Kater Antek es tat, wenn er sich auf den Platz in der Sofaecke pirschte und nicht von Oma erwischt werden wollte. Manchmal, wenn es ganz spät und stockrabendunkel war, zwinkerten Sterne durch die Häkelstäbchen, und wenn ich dann mit den Augen zwinkerte, plinkerten sie zurück.
'Diese dumme Frau', dachte ich. Ob sie es auch so schön hatte? Ich setzte mich im Bett auf, reckte mich höher und konnte weiter hinten unsere Pappeln sehen. Diese prächtigsten und größten und höchsten Bäume der Welt wuchsen auf beiden Seiten der Straße und begleiteten mit sachtem Schwung den Weg, der zu unserer Baracke führte. Als wenn sie zur Parade angetreten wären, standen sie stramm, türmten und reckten und streckten sich, geradewegs bis in den Himmel, und heute Nachmittag, als ich unter ihnen nach Hause gelaufen war, hatte ich an ihnen hinaufgeschaut, bis ganz nach oben und noch weiter. Und mir war schön schwindelig geworden, und ich hatte stehen bleiben müssen. Wolken zogen zwischen den Ästen durch, und das kleinste bisschen Wind krempelte die silbrigen Unterseiten der Blätter nach oben, ließ sie wispern und flüstern, als ob sie sich leise geheime Geschichten erzählten, die niemand hören durfte.
Papa hatte mir gesagt, dass sie Pappeln heißen, weil es sich anhörte, als ob sie plapperten, und wenn ich mich an den Stamm schmiegen und ihn umarmen würde, dann könne ich es hören.
"Lege nur dein Ohr an den Stamm", hatte er gesagt, "das kratzt ein bisschen, weil die Borke so rau ist. Du musst ganz leise sein - psst! Und wenn du die Augen schließt und dich konzentrierst bis deine Stirne runzlig ist und deine Ohren wie verrückt jucken, und du glaubst, dass du es keinen Moment mehr aushältst, dann hörst du es! Die Elfchen. Sie singen; und die sind klitzeklein und zart und samten wie grüne Raupen. Und sie haben Doppelflügel wie Schmetterlinge und feine, blonde Haare. Die sind wie ein Hauch, so, wie Spinnweben." Ich war ganz leise gewesen. Und ich hatte sie gehört! Es klang genauso wie das Piepsen der jungen Vögel, die ganz oben im Nest wohnten. Und ich hörte die Elfchen wispern und flüstern und raunen und munkeln; manchmal schrieen sie auch leise, zirpten wie Grillen oder kreischten wie die nachtdunklen Krähen, die ganz oben ihr Haus hatten. Geheimnisvoll schillernde Käfer, grüne und gelbe und Raupen mit Tupfen auf ihren Rücken, Spinnen mit ganz langen Beinen - sie alle wohnten da, und ich horchte und horchte und meine Arme juckten, und ich wollte loslassen und mich kratzen - aber es war so schön und da hielt ich doch noch ein bisschen aus. Und dann hatte ich die Augen aufgemacht und hinauf gesehen in den Himmel, und die Sonne hatte ihre Strahlen durch die silbergrünen Blätter flimmern und flirren lassen. Tupfen und Kreise kugelten, kullerten, kringelten sich bis hinunter zu mir. Oh, das war so schön! Dann hatte ich doch losgelassen, war ins Gras geplumpst und ganz still liegen geblieben bis mein Atem wiederkam.
Jetzt lag ich in meinem Bett unter dem Fenster. Es war dunkel geworden, Sterne zwinkerten durch die Gardinenbordüre und ich plinkerte ihnen zu. Ich lauschte dem Plappern der Pappeln "Papperlapapp, papperlapapp", raunten sie, und ich dachte: "sie haben Recht, die Pappeln!" Papperlapapp - diese dumme Frau! Was wusste die schon? Dann muss ich wohl eingeschlafen sein.
Über 20 mächtige Platanen befinden sich mitten im Stadtzentrum von Jena (Löbdergraben). Die Allee hat nicht nur einen ästhetischen Wert, sondern sie ist auch ökologisch für die Stadt bedeutsam: Sie reinigt die CO2 „geschwängerte“ Luft und bietet u.a. auch einen Lebensraum für manche Tierarten, die in der Stadt leben. Schade, dass die Allee mit ihren wuchtigen Stämmen und weitverzweigten Ästen von den hastig eilenden Menschen so gut wie nicht wahrgenommen wird.
Diese Allee befindet sich 3 km westlich von Kefferhausen (Thüringen) entlang des "Teufelsweges". Sie wurde 1910 angelegt. Auf einer Länge von etwa 800 m wurden 98 Bäume der seltenen Schwedischen Mehlbeere angepflanzt.
Die Allee ist von atemberaubender Schönheit und hat es immerhin auf die Titelseite meines Bildbandes "Die schönsten Alleen in Deutschland" gebracht. Die fast 100 Bäume sind zwar relativ niedrig, haben aber spektakuläre Kronen ausgebildet, die wiederum einen traumhaften "grünen Tunnel" bilden. Alljährlich Ende Mai/Anfang Juni wird die Allee zu einem absoluten Naturereignis, dann nämlich, wenn die Hochblüte erreicht ist. Diese Allee ist wirklich eines der wenigen Juwele dieser Art, die wir in Deutschland noch haben.
Die Allee steht zwar unter Naturschutz, ist aber dennoch leider den negativen Einflüssen und vor allem Eingriffen der intensiven Landwirtschaft ausgesetzt. So wurden an der intensiv beackerten Südseite bereits vor einigen Jahren in rücksichtsloser Weise einige Äste von den Alleebäumen abgesägt bzw. beschädigt. Auch der an der Nordseite bis 2007 bestehende Schutzstreifen in Form einer artenreichen Wildwiese ist inzwischen umgepflügte Geschichte. Man kann nur hoffen, dass hier nicht wieder die Kettensäge zum Einsatz kommt und wegen ein paar Quadratmetern zusätzlicher Ackerfläche, an der die Äste der Bäume die schweren Fahrzeuge vermeintlich behindern, erneut die grandiosen Baumgestalten beschädigt werden. Außerdem wird durch das Pflügen in Alleennähe das Wurzelwerk der Alleebäume irreparabel geschädigt. Hier sollte, als Hinweis und Vorschlag für die zuständige Naturschutzbehörde, künftig auf beiden Seiten der Allee ein Schutzkorridor-Streifen von mindestens 5 m geschaffen werden.
Die in Südthüringen liegende Kulturstadt Meiningen verfügt über ausgedehnte Parks, kleinere Grünanlagen sowie zahlreiche klassizistische Gebäude. Schlendert man durch die Stadt und ihre unmittelbare Umgebung, stößt man immer wieder auf Alleen. Eine junge
Lindenallee befindet sich mitten in der Altstadt (auf dem Wall an der einstigen Stadtmauer), eine weitere ältere am Parkplatz am Schlossgarten (in der Nähe von Schloss Elisabethenburg). Vielleicht finden sich weitere Alleenfans, die sich auf Spurensuche begeben. Es lohnt sich!
Meine Lieblingsallee ist eine kleine Allee in einem kleinen Park in Sülzhayn/Thüringen. Früher war dort eine Lungenklinik. Die Allee ist nur ca. 100 m lang, besteht aus Buchen, die ca. 100 Jahre alt sind. Es sind beidseitig ca. 10 - 15 Bäume.
Ich liebe diese Allee, weil sie irgendwie mystisch ist. Sie ist schwer zu finden und das ganze Umfeld wirkt wie ein Zaubergarten auf mich. Ein verlassener Park, angrenzend an ein ehemaliges Sanatorium, umschließt die kleine Allee und macht sie so einzigartig.
Die Allee wurde am Anfang des vorigen Jahrhunderts angelegt und gehörte zu einem kleinen Park mit Rhododendron und einem alten, steinernen Springbrunnen der heute verwildert ist. Sülzhayn war um die Jahrhundertwende ein beliebter Ort für Lungenkrankheiten, da er abgelegen in mitten von Wäldern lag. Der angrenzende Südharz ist schnell zu erreichen. Heute ist Sülzhayn ein stiller Ort geworden. Die ehemaligen Sanatorien stehen verfallen da, brillante Architektur, die dem Zerfall preisgegeben ist.
Diese Allee befindet sich in der Kulturstadt Weimar. Sie säumt den Teil der Erfurter Straße, der vom Zentrum zum Stadtring führt. Die Bäume können höchstwahrscheinlich der Familie der Weißdorne zugeordnet werden. Auch wenn die Bäume von eher kleinem Wuchs sind, werten sie die Straße auf, laden zum gemütlichen Flanieren ein und spenden an heißen Tagen wohltuende Schatteninseln.
In Weimar gibt es noch vieles mehr zu entdecken. Wenn man durch eine Stadt schlendert, in der Goethe und Schiller gewirkt haben, findet man an jeder Ecke Kultur und Sehenswürdigkeiten. Wer sich innerhalb des Stadtrings bewegt wird noch mehrfach auf kleine Alleen treffen, die der in der Erfurter Straße ähneln. Fast jede zweite Nebenstraße, wie bspw. die Washingtonerstraße kann mit einem ähnlichen Baumbestand aufwarten.
Schlendert man durch den Park an der Ilm, den größten und bekanntesten Landschaftspark in Weimar, begegnet man immer wieder Alleen. Eine Pappelallee befindet sich mitten im Park, in der Nähe des Hauses von Goethe, eine Lindenallee am Anfang des Parks, in unmittelbarerer Nähe der Herzogin Anna Amalia Bibliothek und des Weimarer Stadtschlosses.
Der Hauptfriedhof von Weimar ist einer der meistbesuchten Friedhöfe Deutschlands. Hier sind zahlreiche Grabstätten renommierter Persönlichkeiten zu finden. Die wohl bedeutendste Sehenswürdigkeit, gelegen im historischen Teil des Areals, ist die Fürstengruft. Sie diente als Grabstätte des großherzoglichen Hauses von Sachsen-Weimar-Eisenach. Auf Wunsch von Großherzog Carl August wurden in der Gruft auch die Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller beigesetzt.
Eine Lindenallee führt direkt zur Fürstengruft. Eine weitere imposante Lindenallee (ca. 100 Bäume) säumt den Weg vom West- zum Ostausgang des Hauptfriedhofs. Beide Alleen unterstreichen den Parkcharakter des Friedhofs.
Die Lindenallee, bestehend aus alten stattlichen und sehr jungen Bäumen, säumt die Freiherr-von-Stein-Allee in Weimar. Diese befindet sich zwischen Alten Friedhof (äußerst sehenswert) und Ilmpark. Herrliche Villen stehen links und rechts der Allee. Schade, dass die Straße zu jeder Tages-und Nachtzeit mit Autos total zugeparkt ist. Dadurch wird die Schönheit der Allee mit ihren prächtigen schlossartigen Häusern sehr gemindert. Wer durch die Kulturstadt Weimar wandert, begegnet immer wieder schönen Alleen, die zum gemütlichen Flanieren einladen. Hier auf besondere Sehenswürdigkeiten der Stadt hinzuweisen ist überflüssig, da die ganze Stadt ein Ort der Kultur und baulichen Attraktionen ist.
Schloss Belvedere mit seinen zahlreichen Nebengebäuden und seinem Landschaftspark zählt ohne Zweifel zu den schönsten Residenzen Thüringens. Das gesamte Areal wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Eine ca. 2,5 km lange Allee, bestehend aus Rosskastanien (leider von der Kastanienminiermotte befallen) und Linden unterschiedlichen Alters führt vom Zentrum der Stadt Weimar hinauf zur ehemaligen Residenz der Herzöge von Sachsen-Weimar.
Im 43 ha großen Landschaftspark befindet sich eine aus ca. 100 Bäumen bestehende Lindenallee. Sie durchquert den Park an der Südseite des Hauptschlosses von Westen nach Osten. Den Weg von der Orangerie zum Schloss und seinen seitlichen Nebengebäuden säumt eine kleine Kastanienallee. Leider ist auch diese von der Kastanienminiermotte befallen. Gut, dass inzwischen der „Normalbürger“ dieses zauberhafte „Naturambiente“ genießen kann und dieses nicht mehr nur den „hohen Herrschaften“ vorbehalten bleibt.
Die Ahornallee säumt ca. 3 km Kilometer die Straße von Schloss Belvedere/Weimar nach Vollersroda (Landkreis Weimarer Land). Es muss einst eine stattliche Allee gewesen sein, wie noch alte Restbestände bezeugen. Es ist ratsam, die wunderbare Allee nicht mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erkunden. Viele Autos fahren, trotz Geschwindigkeitsbegrenzung, viel zu schnell die Straße entlang. Leider, leider! Erschreckend sind die vielen Kreuze von jungen Unfallopfern, die an den alten Ahornbäumen stehen. Sie sind Mahnzeichen dafür, die enge und kurvenreiche Allee vorsichtig zu befahren
Begrüßenswert ist, dass die Ahornallee nicht einer Straßenverbreiterung zum Opfer gefallen ist. Im Gegenteil, alle gefällten Bäume wurden durch neue ersetzt.
Meine Lieblingsallee ist in Niedersachsen, im Landkreis Cuxhaven, bei Harrendorf. Die Allee beginnt im Süden des Landkreis Cuxhaven bei der Ortschaft Finna und schlängelt sich an der Ortschaft Harrendorf vorbei bis kurz vor die Ortschaft Axstedt. Sie überquert dabei die Grenze zum Landkreis Osterholz. Es handelt sich um eine Lindenallee, die über eine Länge von ca. 5 km fast ohne Unterbrechung verläuft.
Diese Allee war mir für lange Jahre ein ständiger treuer Begleiter auf dem Weg zu Freunden und auf dem Weg zum Bahnhof Lübberstedt, von wo aus ich in den 90er Jahren immer mit dem Zug nach Bremen gefahren bin. Ich bin im südlichen Landkreis Cuxhaven aufgewachsen und sehr oft mit dem Rad ausgiebig die Umgebung erkunden gefahren. Diese Allee entlangzufahren war immer ein eindrucksvolles Erlebnis, die überlappenden Kronendächer der Bäume haben mir oft Schutz vor einem plötzlichen Regenschauer geboten. Diese Strecke bin ich sehr oft gefahren, und obwohl ich mittlerweile einige Jahre nicht mehr in Norddeutschland wohne, erinnere ich mich immer wieder an meine Jugend, wenn ich diese Allee entlangfahre. Die Bäume haben mir ein Stück Heimatgefühl vermittelt, das ich damals nicht für möglich gehalten hätte, heute aber sehr zu schätzen weiß.
Meine Lieblingsallee ist die Alte Sögeler Landstraße und liegt im Emsland in Niedersachsen, in der Nähe von Haselünne. Früher war die Landstraße 54 zwischen Schleper/Lohe und Klein Berßen/Sögel der einzige befestigte Weg im Dreieck Meppen, Haselünne und Sögel, der wie goldene Mitte gerade nach Norden führte. Durch den Bau des neuen Straßennetzes im Emsland ist er in Vergessenheit geraten und so blieb er als "Alte Sögeler Landstraße" fast unverändert im ursprünglichen Zustand erhalten. Heute ist die 6,5 Kilometer lange Eichenallee wegen ihrer heimatkundlichen und das Landschaftsbild prägenden Bedeutung ein Denkmal. Sie wird zudem als "Historische Straße" bezeichnet.
Es ist meine Lieblingsallee, weil die Vielzahl von Baum- und Pflanzenarten eine Durchquerung dieser Allee zu einem wahren Naturerlebnis macht! Genau das Richtige für Alleen-Fans!
Meine Lieblingsallee ist in Niedersachsen, im Landkreis Hameln-Pyrmont. Die Allee an der Kreisstraße zwischen den Dörfern Hope und Weidehohl ist fast einen Kilometer lang und ist nahezu gänzlich zu beiden Seiten bepflanzt. Sie besteht aus verschiedenen Ahornarten unterschiedlichen Alters zwischen etwa 15 und 75 Jahren. Sie ist eine der ganz wenigen Alleen hier im Wesertal, die beidseitig bepflanzt ist. Die vorhandenen "Lücken" von drei Bäumen werden bald auch wieder geschlossen sein.
Diese Allee direkt vor meiner Haustür ist mir die liebste, weil ich mich einfach im Laufe des Lebens an sie gewöhnt habe. Wenn ich nach Hause will, muss ich durch sie hindurch, mit Auto, Rad oder zu Fuß. Und am Ende bin ich dann daheim. Ein schönes Gefühl.
In Niedersachsen, in der Region Hannover findet sich diese ca. 2km lange Obstbaumallee. Meist sind es Apfelbäume, die an der Debberoder Straße zwischen Wülferode und Laatzen am südlichen Kronsberg stehen. Die alten Obstbäume sind Teil der interessanten Kulturlandschaft rund um den Kronsberg.
In der Nähe befinden sich das Gelände der Weltaustellung Expo 2000 sowie das Messegelände auf der einen Seite, auf der anderen viele kleine Natur- und Landschaftsschutzgebiete wie die Gaim und das Bockmer Holz.
Direkt in Hannover / Niedersachsen an der Kleefelder Straße steht diese Allee. Die ca. 1km lange Allee besteht aus Linden und verläuft parallel zu einer Hauptverkehrsstraße direkt neben der Fernbahnstrecke nach Berlin in Ost-West-Richtung und ist damit eine willkommene Strecke für Fußgänger und Radfahrer.
Angrenzend an den Stadtpark, in dem die erste Bundesgartenschau stattgefunden hat, ist sie ein vielfrequentierter "Zubringer" zur Eilenriede, Europas größter zusammenhängender Stadtwald. Die Eilenriede ist die grüne Lunge von Hannover und damit eine einzige "große Allee". Sie gehört den Bürgern Hannovers und ist ein nahezu unzerschnittenes Naherholungsgebiet mitten in der Stadt.
Sie heißen Gute Graue, Alexander Lucas, Poiteau, Gräfin von Paris oder Prinzessin Marianne. Sie stehen auf der rechten Elbseite des Landkreises Lüneburg im Amt Neuhaus/Niedersachsen, in der Nähe des kleinen Dorfes Bohnenburg, etwa auf einer Linie zwischen Lüneburg in Niedersachsen und Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern.Und sie gehören zu einem Verbund von etwa 60 Kilometern alter Obstbaumalleen. Dort stehen sie zusammen mit dem Gelben Richard, Harberts Renette, Kaiser Wilhelm, dem Wohlschmecker aus Vierlanden und vielen anderen bis zu 100 Jahre alten Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäumen.
Von Neu Bleckede im Westen bis nach Wehningen im Osten reihen sich etwa 6.000 dieser Veteranen aus einer Zeit, in der das Straßenobst noch zur Versorgung der Bevölkerung geerntet wurde. Sie haben ein bewegtes Jahrhundert überlebt und sich gegen alle Entwicklungen und den immer stärker zunehmenden Straßenverkehr gestemmt.
Die Birnbaumallee bei Bohnenburg (Allee des Jahres 2009!) ist Teil der Elbuferstraße (Kreisstraße und Landesstraße) im Amt Neuhaus zwischen Wehningen im Osten und Neu Bleckede im Westen. Sie ist Teil des Europäischen Elberadweges.
Im Jahre 2000 weckten sie die Aufmerksamkeit der Niedersächsischen Verwaltung für Landentwicklung in der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften Lüneburg. Dort kümmert man sich seit der Rückgliederung des Amtes Neuhaus nach der Wende von Mecklenburg-Vorpommern nach Niedersachsen um die Entwicklung des ländlichen Raumes durch flächendeckende Flurbereinigungsverfahren. Ich erhielt damals den Auftrag, mich im Rahmen meiner Zuständigkeit für Naturschutz und Landschaftspflege in der Behörde, Möglichkeiten zur Erhaltung der Alleen zu prüfen und Konzepte zu entwickeln. Schnell wurde der Wert der alten Alleen als Refugium vieler Tiere, aber auch als Kulturerbe und genetischer Schatz erkannt. Gemeinsam mit der Straßenbauverwaltung, dem Landkreis und den Gemeinden wurde ein Konzept entwickelt mit dem Ziel "Schutz durch Nutzung". Es ging also nicht nur um den Erhalt, sondern auch um die Inwertsetzung der Bäume als Lieferant köstlicher Früchte.
Pomologen und Landschaftsplaner haben die Alleen begutachtet und wir haben ein Sanierungsprogramm für alle Bäume aufgelegt und zudem noch die Lücken mit fast 4.000 neuen Hochstämmen bepflanzt. Die Bewohner haben wir eingebunden durch Vorträge, Sortenbestimmungstage und Schnittkurse. Auch Beschäftigte der Straßenmeistereien haben an Lehrgängen teilgenommen, um sich für ihre neue Aufgabe fit zu machen.
Zu jeder Jahreszeit sind die Obstbaumalleen im ehemaligen Grenzgebiet in der Flusslandschaft Elbe einen Besuch wert. Im Frühjahr bezaubert die Baumblüte, im Spätsommer und Herbst leuchten die Früchte und laden zum vitaminreichen Imbiss ein, bei Nebel, Eis und Schnee zeigen sich die Bäume als bizarre Landschaftselemente. Sie sind das verbindende Element der Dörfer entlang der Elbuferstraße, die ihrerseits mit ihren Obstwiesen und Hausbäumen den einmaligen Charakter dieser Landschaft betonen.
Für die Gäste der Elbtalaue wurden elf Sortenlehrpfade eingerichtet. 100 Altbäume mit 44 verschiedenen Sorten erhielten ein Namensschild, 270 Jungbäume mit 84 verschiedenen Sorten eine Banderole. Tafeln erläutern die Herkunft und Verwendung der Sorten und erzählen Geschichten über die Entstehung, die Sortenvielfalt und die ökologische Bedeutung des Straßenobstanbaus. Übersichtskarten leiten den Besucher sicher von einem Ort zum nächsten. Gemeinsam mit den Kreises Prignitz, Altmark und dem Landkreis Lüchow-Dannenberg bilden die Alleen den länderübergreifenden Verbund "Route der Alten Obstsorten". An den Wirtschaftswegen haben die B¨ume vom Bio-Streuobstverein Elbtal e.V. die Biozertifizierung erhalten, gesünder geht es nicht.
Viele Jahre führt mich der Weg nun schon von Lüneburg über die Elbe im Amt Neuhaus zu den Alleen. Fast schon möchte ich sagen zu meinen Alleen, obgleich mir kein einziger Baum gehört. Schon lange ist die Erhaltung dieser Alleen mehr als nur eine berufliche Aufgabe. Manchmal habe ich das Gefühl, es ist eher eine Berufung. Dass dabei gerade die Birnbäume mir besonders an Herz gewachsen sind, mag vielleicht an ihrem stolzen aufrechten Wuchs liegen. Sie zeigen, was sie sind - imposante, wertvolle, liebenswerte und schmackhafte Schöpfungen.
Bei so einer Aufgabe darf man nicht alleine gelassen werden. Und so gilt mein Dank den Eigentümern dieser Bäume: dem Land Niedersachsen, dem Landkreis Lüneburg, der Gemeinde Amt Neuhaus und der Stadt Bleckede. Sie haben immer hinter dem Projekt gestanden. Ohne sie wäre kein Baum saniert oder neu gepflanzt worden. Ein besonderer Dank auch an die Bundesagentur für Arbeit. Sie hat das Projekt mitfinanziert und geholfen, dass zwei Jugendliche aus Neuhaus wieder eine Arbeitsstelle erhalten haben. Dieter Schröder danke ich für seinen unermüdlichen Einsatz als Bauleiter. Und nicht zuletzt bedanke ich mich beim Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung und bei meiner Behördenleiterin Claudia Korte, dass auch sie mich immer bei dieser Arbeit unterstützt haben, die einen hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand erfordert hat. Dass nach der Auszeichnung als bestes Beispiel niedersächsischer Landentwicklung nun die Auszeichnung der Birnbaumallee bei Bohnenburg als Allee des Jahres erfolgte, wird allen bestätigen, dass sie richtig gehandelt haben.
Fahren Sie hin!
Entdecken Sie die 6 Alleen von Hunteburg:
Lindenallee am Bramscher Weg
Von Osten her fährt man das Alleendorf Hunteburg durch eine Lindenallee an, den Bramscher Weg. Er ist ca. 4km lang.
Lindenallee in der Brüggemannstraße
Die Brüggemannstraße verbindet als kleine, ca. 400m lange Nebenstraße zwei Teile des Dorfes miteinander, Meyerhöfen und den Ortskern von Hunteburg. Die Straße wurde nach Polizeiobermeister Brüggemann benannt, der 1966 bei der Verfolgung eines ausgebrochenen Gefängnisinsassen von demselben auf freiem Feld erschossen wurde, ungefähr 2 km von der Stelle entfernt, an der dieses Foto entstand.
Linden-Eichen-Allee in der Dammer Straße
Die Dammer Straße führt mitten durch das Alleendorf Hunteburg und verbindet Damme, eine hübsche kleine Stadt am Fuß der Dammer Berge, mit unserem Dorf. Die Straße führt von Hunteburg aus nach Norden und ist auf 10 km zum Teil mit Linden, zum Teil mit alten Eichen bepflanzt. Die Allee ist noch weitgehend geschlossen und eine der schönsten im Raum Hunteburg.
Eichenallee in der Herringhauser Straße
Die Herringhauser Straße führt ebenfalls, wie die Meyerhöfener Straße, nach Süden. Leider gibt es nur noch Reste einer ehemaligen Allee hochstämmiger Eichen, so wie auf diesem Bild. Der Landkreis Osnabrück - die Herringhauser Straße ist eine Kreisstraße - beabsichtigt aber, die Allee wieder durch Anpflanzungen zu ergänzen. Dann haben wir wieder eine ca. 8km lange Allee, die von Hunteburg bis zum Mittellandkanal führt.
Lindenallee in der Reininger Straße
Meine Lieblingsallee ist die Lindenallee an der L79, Reininger Straße in Hunteburg - einer Ortschaft in der Gemeinde Bohmte in Niedersachsen. Die Allee ist eine der sechs Alleenzufahrten nach Hunteburg, um deren Erhalt wir hier kämpfen.
Die Länge der Allee an der Reininger Straße erstreckt sich über ca. 2 km östlich von Hunteburg. Die Allee setzt sich auf der westlichen Seite von Hunteburg fort und ist dort weitere 6 km lang. Die Lindenallee ist schätzungsweise 50 - 60 Jahre alt. Meine Lieblingsallee ist sie, weil ich direkt an ihr wohne, passend zur Allee in einem Natursteinkotten [Kate, Haus].
Lindenallee in der Meyerhöfner Straße
Wer von Süden her in das Alleendorf Hunteburg einfährt, kommt über eine 5 km lange Lindenallee; sie ist noch fast intakt.
Eine wunderschöne Blut-Spitz-Ahorn und Spitz-Ahorn-Allee führt vom Eingang des Ehrenfriedhofs in Wilhelmshaven zur Friedhofskapelle. Der Ehrenfriedhof liegt am nördlichen Rand des Rüstringer Stadtparks. Der Stadtpark und die Allee wurden in den Jahren 1912 bis 1924 nach Plänen des Hamburger Gartenarchitekten Leberecht Migge im Jugendstil angelegt. Er wurde 1914 als Friedhof für die in der Stadt beheimatete Garnison der Reichsmarine genutzt. 1913 bewilligte das Reichsmarineamt 300.000 Reichsmark für die Errichtung der Anlage. Heute gilt der Ehrenfriedhof als eine der schönsten und gepflegtesten Kriegsgräberanlagen in Nordwestdeutschland. Rund 3000 Kriegstote aus den beiden Weltkriegen haben hier ihre letzte Ruhe gefunden. Migge legte besonderen Wert auf die Gestaltung des „Quartiers“ bzw. des „Grabgartens“. Viele der Jugendstilelemente sind auch heute noch sichtbar, so in der Kapelle und in Teilen der Heckenbepflanzung.
Eine höchst imposante Kopfeschenallee säumt den Weg zwischen "Cafe am Waldkater" und Kloster Wülfinghausen. Das 1236 gegründete ehemalige Augustinerkloster ist heute ein Kloster mit evangelischem Ordensleben. Es liegt nahe Eldagsen in der Region Hannover unmittelbar am Höhenzug Osterwald.
Die Esche wurde in frühen Zeiten regelmäßig als Kopfbaum gepflegt. Nach dem Schnitt treibt der Baum gerade und lange Jahrestriebe. Diese werden noch heute zur Herstellung von Werkzeugstielen verwendet. So ist beispielsweise der Stiel einer guten Maurerschippe immer aus Eschenholz.
Ein Spaziergang durch die Kopfeschenallee ist zu jeder Tages- und Jahreszeit eine wahre Freude.
Unsere Birkenstraße, die eine Birkenallee ist, befindet sich im Westoverledinger Ortsteil Großwolderfeld im südlichen Landkreis Leer, also im tiefsten Ostfriesland. Sie führt über dreieinhalb Kilometer von nahe der Grenze zu Papenburg - der Stadt in der die großen Schiffe an der Ems gebaut werden - zu einem der Kanäle, wie sie im touristisch beliebten Fehngebiet typisch sind. Sie ist auf beiden Seiten fast durchgehend mit großen, alten Birken bestanden.
Meine Lieblingsallee liegt in Hessen, im Landkreis Marburg-Biedenkopf, an der Graf-Stauffenberg-Straße. Alte Obstbäume führen über ca. 1km an der Straße zum Stadtwald über den Hasenkopf (320,20m ü NN). Auf dem Hasenkopf hat man einen herrlichen Ausblick auf das Lahntal und das Landgrafenschloss von Marburg. In der Nähe befindet sich das Naturdenkmal "Drei Linden" und das Polizei-Oldtimer Museum.
Die Beberbecker Allee steht in Hofgeismar-Beberbeck, Hessen im Domänengelände an der Kreisstraße 55. Es sind ca. 1.600 m Eichen, mit ungefähr 350 alten Bäumen (etwa 200-250 Jahre alt), in der Verlängerung ca. 200m Kastanienallee, 27 alte Bäume und 50 jüngere Kastanien.
Es ist meine Lieblingsallee, denn sie besticht durch ihre gerade Linienführung in einem absolut ruhigen Landschaftsraum, der inmitten des Reinhardswaldes als Rodungsinsel agrarisch genutzt wird. Die Bäume sind durch ihr Alter wertvoll für Vögel, Kleinsäuger und viele, auch bedrohte Insekten (seltene Käfer).
Die Allee wurde wie weitere Alleen auf dem Domänengelände Anfang des 19. Jahrhunderts als landschaftsprägendes Element gepflanzt. Die Domäne selbst besteht aus einem Schloss, einem Park und landwirtschaftlichen Gebäuden, die ehemals als bedeutendes Gestüt dienten. In der Nähe, direkt angrenzend an die Felder und Weiden der Domäne, liegt das bekannte Naturschutzgebiet "Urwald Sababurg". Ebenfalls nicht weit entfernt liegt die gleichnamige Burg mit ihrem Mauerpark, der heute als Tierpark ein beliebtes Ausflugsziel ist. Die Domäne Beberbeck, ca. 1.000 ha, ist durch Pläne, in diesem Kultur- und Naturraum Europas größte Freizeitanlage entstehen zu lassen, stark bedroht.
Die Lindenallee befindet sich in Hessen, zwischen Mörfelden-Walldorf und Rüsselsheim, am Jagdschloss Mönchbruch. Die ca. 2,5 km lange Allee führt zum Jagdschloss und wurde vermutlich bei der Erbauung des Schlosses (1730-32) angelegt zur Beschattung des Weges und evtl. auch zur Lappenjagd*. Die Lindenallee ist mit Kastanien durchsetzt. Die Allee ist meine Lieblingsallee, da sie ein kulturhistorisches Landschaftselement ist, das sich wegen seines Schattens hervorragend zum Spazierengehen im Erholungsgebiet Mönchbruchwiesen eignet.
*Die Lappenjagd ist eine alte Form der Jagd, bei der die Tiere mit an Schnüren befestigten Lappen immer weiter in die Enge getrieben wurden. Daher stammt auch der Begriff "durch die Lappen gegangen".
Meine Lieblingsallee findet man im Süden der Stadt Hattersheim / Hessen. Die über 100 Jahre alte und etwa einen Kilometer lange Lindenallee ist die ehemalige Zufahrt zum 1905 im Jugendstil erbauten Wasserwerk Hattersheim. Diese kommt einem historischen Gartendenkmal nahe.
Aufgrund des großartigen Baumbestandes - die Allee ist zweireihig mit Winterlinden (Tilia cordata) bepflanzt - und des gut erhaltenen Straßenkörpers aus Kopfsteinpflaster fühlt man sich in eine andere, märchenhafte Zeit zurück versetzt, auch weil sie nur noch Spaziergängern und Radfahrern vorbehalten ist.
Meine Lieblingsallee ist in Hessen, im Bereich der Gemeinde Reinhardshagen und des Forstgutsbezirks Reinhardswald an der Landesstraße L3229 von Reinhardshagen nach Immenhausen-Holzhausen.
Die Allee ist etwa 3,2 Kilometer lang, die ungefähr 350 Stieleichen sind ca. 200 Jahre alt. Zahlreiche Schäden machen ständige Standsicherheitskontrolle und Hubsteigereinsatz sowie regelmäßige Baumentnahmen notwendig.
Es ist meine Lieblingsallee, da sie das Eingangstor zum Reinhardswald mit hohem landschaftsprägenden Wert darstellt. Die Allee ist ein herrlicher Spiegel der Jahreszeiten und hat einen hohen Symbolwert in der Auseinandersetzung zwischen Naturerhaltung und Förderung des Straßenverkehrs.
Die Allee ist Teil des landgräflichen Alleesystems im Reinhardswald, Landschaftsschutzgebiet und Naturdenkmal. Sie begleitet die Anfahrtsstraße zur Sababurg, dem Urwald Sababurg und zum Friedwald Reinhardswald.
Meine Lieblingsallee ist die Eichenallee am FriedWald Odenwald, Mossauer Straße in Michelstadt / Hessen. Der so genannte Laubgang am Rande des Friedwaldes besteht aus hundertjährigen Eichen, darunter sind einige besonders skurril gewachsene alte Bäume.
Die Bäume der Allee sind knorzig. Kein Baum gleicht dem anderen. Die Baumkronen bilden ein dichtes Blätterdach - wie in einer Laube. Als Spaziergänger fühlt man sich richtig beschützt. Einer der Bäume dieser Allee ist ein FriedWald-Baum. An seinen Wurzeln wird die Asche Verstorbener in einer biologisch abbaubaren Urne beigesetzt.
Die Eichenallee liegt inmitten des Naturparks Geopark Bergstraße-Odenwald, der seit dem Jahr 2007 auch das Prädikat "Qualitäts-Naturpark" führt.
Vom Fuldaer Stadtteil Bronnzell führt eine ca. 2 km lange alte Lindenallee durch Wiesen und Felder zum schönsten Barockschloss Hessens - Schloss Fasanerie, auch Adolphseck genannt, nach dem Erbauer - Adolf von Dalberg - Fürstabt von Fulda. Schon nach einigen 100 m Fahrt hat man einen Blick auf das märchenhaft in eine Waldlandschaft eingefügte Schloss und auch auf einige Berge der nahen Rhön.
Das Schloss Fasanerie, einst fürstbischöfliche Sommerresidenz, liegt nur wenige Kilometer südlich von Fulda, zu Füßen der Rhön. Es wurde zwischen 1739 und 1759 im barocken Stil erbaut. Heute wird das Schloss von der privaten Kulturstiftung des Landgrafen von Hessen als Museum geführt. In kostbar ausgestatteten Räumen und Festsälen erlebt der Besucher die Wohnkultur des 18. u. 19. Jahrhunderts, ergänzt durch Spezialsammlungen wertvoller Antiken und Porzellane. Ein meisterhaft angelegter englischer Landschaftspark mit prachtvollen Baumgruppen, Teichen, 2 Teehäuschen, einer Reithalle und Pferdeställen schließt sich an.
Seit 10 Jahren findet im Juni das "Das Fürstliche Gartenfest Schloss Fasanerie" statt, eine internationale Verkaufsausstellung für Gartenkultur. Sie zählt zu den renommiertesten Gartenausstellungen in Deutschland und wird jährlich von über 20.000 Gartenliebhabern besucht.
Jedes Mal, wenn ich von Eichenzell nach Fulda fahre, wähle ich den Weg über die Allee, weil ich immer wieder von der schönen Natur und den Ausblicken begeistert bin. Auch ein Spaziergang durch den Schlosspark ist bei jedem Wetter und jeder Jahreszeit für mich ein Erlebnis.
Die kleine Birkenallee (mit insgesamt 29 Bäumen) befindet sich in Idstein, im Rheingau-Taunus-Kreis im Areal des Kalmenhofs, einer sozialpädagogischen Einrichtung der Jugend- und Behindertenhilfe mit Ausbildungs- und Lehrbetrieb. Der Allee begegnete ich zum ersten Mal vor vielen, vielen Jahren. Ich absolvierte im Kalmenhof ein dreimonatiges Praktikum. Meine Freude war groß, die Birkenallee nach so langen Jahren wieder gesehen zu haben und noch dazu in einem so guten Zustand.
Eine faszinierende und sehr alte Eschenallee befindet sich in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Wasserschlosses Affing. Man erreicht sie vom Schlossplatz aus in östlicher Richtung. Die Allee ist mit eingebunden in einem Waldlehrpfad, der vom Elternbeirat der Affinger Kindertagesstätte erarbeitet wurde. Der Weg dorthin führt vorbei an einer Kastanienhalballee, die leider von der Kastanienminiermotte befallen ist.
Die ziemlich verbuschte Eschenallee besteht aus insgesamt 43 mächtigen Bäumen, deren gigantische Äste in alle Himmelsrichtungen ragen. Wie der Waldlehrpfad-Infomationstafel zu entnehmen ist, bietet die Allee vielen Insekten wie Käfern und Schmetterlingen sowie Pilzen einen wichtigen Lebensraum. Auch der Kuckuck legt dort seine Eier in fremde Nester.
Die Esche zählt zu den schnellwachsenden Bäumen und kann bis zu 300 Jahre alt werden. Außerdem ist sie "dreihäusig", d. h. auf einer Esche können rein männliche sowie weibliche Blüten oder Zwitterblüten vorkommen. Trotz ihres Alters scheint die Eschenallee noch nicht vom Eschentriebsterben, ausgelöst durch den Pilz Chalara fraxinea, betroffen zu sein. Verwundert bin ich, dass die Allee noch nicht als Naturdenkmal ausgewiesen ist.
Vielleicht sollte man ihre Verbuschung vorsichtig lichten, damit der Alleencharakter deutlicher hervortritt. Zu ihrem Schutz sollte m. E. die landwirtschaftliche Nutzung der umgebenden Felder mit mehr Abstand zu der Allee erfolgen.
In Erinnerung an die geschichtlich bedeutsame Grenze zwischen der gräflichen Herrschaft Oettingen-Wallerstein, dem Land derer von Thurn und Taxis und dem Herzogtum Pfalz-Neuburg wurde der sogenannte Grenzweg angelegt. Insgesamt ist dieser Wanderweg (der auch gut mit dem Fahrrad befahren werden kann) 29 Kilometer lang. Starten kann man z. B. die Rundtour von Amerdingen aus. In der Ortschaft befindet das Schloss der Grafen von Stauffenberg, das leider nur von außen besichtigt werden kann.
Nach wenigen hundert Metern stößt man auf eine Ahornallee, die aus ca. 50 Bäumen besteht. Nicht sehr weit ist der Weg, dann erscheint die nächste kleine Allee, die ca. 20 hochgewachsene Pappeln zieren. Die beiden Alleen vermitteln ein Vorgefühl auf die „Schönheit der Natur", die dem Wanderer (oder Fahrradfahrer) im weiteren Verlauf seiner Tour zuhauf begegnet, neben interessanten historischen Relikten (z. B. alte Genzsteine).
Die Lindenallee in Aufkirchen in der Nähe des Starnberger Sees/Bayern ist ca. 1.200 Meter lang. Sie beginnt an der Oskar-Maria-Graf-Grundschule und führt an einer kleinen Sternwarte vorbei. Der Weg der Allee geht bis zum östlichen Rand der Ortschaft Berg und endet dort bei der Annakapelle.
Ich mag diese Allee, weil man von dort hoch oben einen tollen Überblick über den nördlichen Teil des Starnberger Sees hat.
Die Lindenallee befindet sich im Augsburger Stadtteil Pfersee. Bis 1911 war dieser eine selbständige Gemeinde. Heute ist Pfersee mit seinen ca. 24.300 Einwohnern einer der bevölkerungsreichsten Stadteile von Augsburg.
Über 130 hochgewachsene Lindenbäume, deren Alter ich auf ca. 80 bis 100 Jahre schätze, säumen den Weg am Ostufer der Wertach, der von der Luitpoldbrücke in Richtung Göggingen führt. Die Lindenallee reiht sich wunderbar in das "Naturparadies" entlang der Wertach ein.
In Augsburg, Bayern, stehen auf ca. 3 km entlang der Wellenburger Straße alte Lindenbäume. Es ist meine Lieblingsallee, da es schöner Baumbestand an einer Straße ist, die zu den Westlichen Wäldern führt, mit gut befahrbarem Radweg.
Ein Erlass der Stadt Augsburg aus dem Jahre 1975 stellt die Allee, die aus 327 Lindenbäumen besteht, unter Naturschutz. Die Allee, die den Straßennamen Wellenburger Straße trägt, liegt im Stadtteil Göggingen und beginnt im Osten nach der Brücke der Wertach und endet im Westen an der Kreuzung beim Schloß Wellenburg / Wellenburger Biergarten.
Die ersten Bäume der Wellenburger Allee wurden 1840 gepflanzt. Zwischen 1880 bis 1920 erfolgten weitere Pflanzungen. Mir gefällt die Allee besonders Anfang Mai, wenn die ersten zarten Blätter sprießen.
Die Lindenallee erstreckt sich entlang der Firnhaberstraße im Augsburger Stadtteil Hochfeld. Sie zweigt ab von der Schertlinstraße (direkt am modernisierten Prinz-Karl-Palais) und besteht aus ca. 200 Bäumen. Leider ist die Allee teilweise ramponiert, besonders in der Nähe des Bahnparks (Eisenbahnmuseum auf einem Teilbereich des ehemaligen Bahnbetriebswerkes der Deutschen Bundesbahn). Die Zwischenräume werden einfach von parkenden Autos beschlagnahmt. Schade! Dadurch wird die Ästhetik der Allee empfindlich gestört.
Eine prachtvolle Lindenallee, mit teilweise sehr alten Bäumen, säumt die Ilsungstraße in Augsburg. Genannte Straße zweigt von der stark befahrenen Haunstetterstraße ab und führt direkt in das Naturschutzgebiet "Stadtwald Augsburg". Seit 1962 ist diese "grüne Lunge" zugleich Trinkwasserschutzgebiet und ein äußerst beliebtes Naherholungsgebiet, nicht nur der Stadtbewohner.
Die Allee besteht aus über 170 Lindenbäumen, wovon einige stattliche Bäume über 100 Jahre alt sein dürften. In unmittelbarer Nähe der Lindenallee befinden sich der Tierpark und der Botanische Garten der Stadt Augsburg.
Eine stattliche Ahornallee befindet sich im Süden des Augsburger Stadtteils Hochzoll. Sie verläuft seitlich entlang der Mittenwalderstraße in Richtung der Gutsanlage Schwabhof. Diese wurde 1805 erbaut und 1907 von Freiherr von Zedlitz zu einem großzügigen Schlossgut im barocken Stil ausgebaut. Die Ahornallee reicht bis zur Bahnlinie München-Augsburg, die zwischen Schwabhof und der Allee verläuft. Ob die Allee einst bis zum Schlossportal reichte? Die einzelnen Bäume, die durchaus 1907 gepflanzt worden sein könnten, wirken sehr majestätisch und sind ein absoluter Blickfang - und das zu jeder Jahreszeit. Die Ahornallee erstreckt sich über eine Länge von ca. 600 m. In ihrer unmittelbaren Nähe befinden sich der Kuhsee und das östliche Lechufer. Beide stehen unter Landschaftsschutz.
Eine herrliche Lindenallee kann man im Augsburger Stadtteil Pfersee (Nähe Luitpoldbrücke) entdecken. Sie säumt einige 100 Meter den Fußgänger-/Radweg zwischen der Wertach (die im nördlichen Stadtgebiet von Augsburg in den Lech mündet) und der Lutzstraße. Teilweise geht die Lindenallee noch in die Hesselbachstraße über, die dann als längere Halballee endet. Ich schätze das Alter einzelner Bäume auf ca. 80 bis 100 Jahre und mehr.
Die sich mitten in einem belebten Stadtviertel befindende Lindenallee ist ohne Zweifel eine enorme Bereicherung für Mensch und Natur. Sie filtert den Staub und Schadstoffe aus der Luft, dämpft den Straßenlärm und produziert Sauerstoff. Zudem schmiegt sich harmonisch in das "Naturparadies Wertach" ein.
Der Alte Ostfriedhof von Augsburg liegt im Stadtteil Lechhausen. Die ersten Toten wurden dort im Jahre 1854 beigesetzt. 38 Jahre später erfolgte eine Erweiterung des Friedhofareals, da dieses nun auch für evangelische Bürger frei gegeben wurde. 1913 erfolgte die Eingemeindung Lechhausens nach Augsburg. Damit ging die Friedhofsverwaltung an die Fuggerstadt über. 1945 wurde im Osten von Augsburg ein neuer Friedhof angelegt. Der Gottesacker in Lechhausen erhielt die Bezeichnung Alter Ostfriedhof, auf dem nur noch wenige alte Grabstätten anzutreffen sind.
Zwei Lindenalleen befinden sich an den Hauptwegen des Friedhofs, weggehend von den beiden Eingängen an der westlichen Friedhofsmauer. Der Alte Ostfriedhof kann also als Alleenquartierfriedhof bezeichnet werden. Ein Alleequartierfriedhof ist ein Grabfeld, das in meist rechteckige Bestattungsfelder aufgeteilt ist, und dessen Hauptwege von Alleen gesäumt sind. Pro Allee handelt es sich auf dem Alten Ostfriedhof um insgesamt ca. 40 Bäume, deren Alter ich auf ca. 60 bis 80 Jahre schätze. Die beiden Friedhofsalleen bilden ein kleines Biotop. Viele Spinnen, Käfer, Wespen und andere Insekten bevölkern die stattlichen Bäume.
Im Jahre 1914 wurde mit dem Bau des Westfriedhofs Augsburg begonnen. Der neubarocke Torbau wurde 1915 erstellt. Bedingt durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges musste das Bauvorhaben für längere Zeit unterbrochen werden. Es fehlte an Personal und Material.
Innerhalb des parkähnlichen Geländes finden sich einige kleinere Lindenalleen. Diese aufzusuchen und durch sie hindurchzuschlendern macht Freude, gerade im Frühsommer wenn sie ihren betörenden Duft verstreuen.
Der Wittelsbacher Park ist eine der größten Grünflächen der über 270.000 Einwohner zählenden Stadt Augsburg. Der Park ist wegen der Vielfalt und Schönheit seines Baumbestandes äußerst beliebt. Der Norden des Areals beherbergt eine wunderschöne, sehr alte Lindenallee (von der ca. in der Mitte eine weitere kleinere Lindenallee abzweigt). Mancher Baum dürfte über 200 Jahre alt sein. Insgesamt besteht die Allee ausüber 40 Linden. Vor allem die alten Bäume sind beindruckend und zeugen von der Ästhetik der Natur
Eine markante und auffällige Pappelallee, bestehend aus über 80 Bäumen, führt direkt vom Parkplatz in Bachern, ein Ortsteil von Inning am Wörthsee, zu einem befahrbaren Steg. Dieser verbindet das Festland mit der einzigen Insel im Wörthsee, der sogenannten "Mausinsel", die sich in Privatbesitz befindet und nicht öffentlich zugänglich ist.
Warum heißt die kleine Insel Mausinsel? Eine alte Sage erzählt, dass vor vielen, vielen Jahren auf dem nahegelegenen Schloss ein Graf wohnte, der zwar ein gigantisches Vermögen sein eigen nannte aber sehr geizig und gefühlskalt war. Der Adelige holte noch das Allerletzte aus seinen armen Untertanen heraus. Als eines Tages eine Teuerung über das Land kam, brach eine große Hungersnot unter der Landbevölkerung aus. Doch den Grafen ließ dies alles kalt, selbst die Tatsache, dass die Menschen auf den Straßen verhungerten. Au contraire: der stolze Graf machte sich sogar lustig über die arme, hungernde Landbevölkerung. Eines Tages richtete der hohe Herr ein pompöses Fest aus. An diesem Tag fanden sich viele der armen Menschen vor seinem Schloss ein. Sie baten ihren Herrn, er möge ihnen doch helfen ihre Not zu lindern. Doch der kaltherzige und eitle Graf geriet darüber so in Wut und befahl seinen Wachen, die Bettelnden hereinzulassen und dann alle Tore zu schließen.
Danach sollten sie die so gefangenen Menschen in eine Scheune auf dem Schlossareal treiben und dann das leicht brennbare Gebäude anzünden. Die gefangenen Menschen verbrannten bei lebendigem Leib. All ihr Flehen um Gnade stieß auf taube Ohren. Der Graf lachte nur und antwortete ihnen zynisch: „Ihr wolltet doch, dass ich euch von eurem Hunger befreie!“. Nach dem das Wehklagen immer leiser wurde, sagte der Adelige zu seinen Wachen: „Hört ihr die Mäuse und Ratten wimmern? Dies Ungeziefer wird bald ausgerottet sein“. Unberührt von seiner schrecklichen Tat ritt der Graf zurück auf sein Schloss. Aber die Vergangenheit holte ihn ein. Schon bald wurde sein Schloss von einer schrecklichen Ratten- und Mäuseplage heimgesucht, die nicht in den Griff zu bekommen war. Die Ratten und Mäuse raubten dem Grafen sogar sein Essen vom Teller. Daraufhin flüchtete dieser auf die kleine Insel im Wörthsee. Er dachte, hier sei er sicher vor dem Ärgernis. Aber das Ungeziefer folgten dem Grafen auf die einsame Insel. Es kam wie es kommen musste: Die Ratten und Mäuse fraßen den Graf bei lebendigem Leibe auf. Danach verschwanden sie wieder von der Insel und aus dem gräflichen Schloss. Seit dieser Zeit heißt die kleine dichtbewaldete Insel im Wörthsee „Mausinsel“.
Fest steht, dass die steil aufragenden Bäume nicht aus dieser oben beschriebenen Zeit stammen. Die Pappelallee ist schon aus großer Entfernung zu sehen. Sie überrascht den Betrachter durch ihrem sich dem Wind und Wetter anpassenden Wuchs. Licht und Schatten, Sonne und Mondschein tun ihr übriges, um die Allee zu einem markanten Wahrzeichen in dieser wunderschönen Landschaft werden zu lassen.
Das Staatsbad Brückenau ist ein Ortsteil der Stadt Bad Brückenau. Es ist umgeben von herrlicher Natur, im Tal des kleinen Flusses Sinn. Seit Jahrhunderten kommen Gäste und Besucher, um die heilenden Kräfte der Natur sowie der sieben Heilquellen zu genießen. 1674 wurden die Heilquellen erstmals entdeckt.
Ab ca. 1747 errichtete man erste Kurgebäude. Durch Fürstbischof Heinrich von Bibra erlebte das Bad einen enormen Aufschwung. König Ludwig I. von Bayern liebte den Kurort besonders. Seine Majestät weilte 26-mal im Bad und führte in manchen Sommermonaten von dort aus die Regierungsgeschäfte. Übrigens lernte der König dort 1847 seine Geliebte Lola Montez kennen, die sich in der Villa Löwen einquartiert hatte.
Wie es sich für einen Kurort gehört, gibt es hier prächtige Alleen. Die mehrreihige weiß und rot blühende Kastanienallee im barocken Kurpark wird nach historischem Vorbild streng kastenförmig geschnitten. Auch der Lindenlaubengang unterhalb des Fürstenhofs entspricht den historischen Vorgaben. Daneben säumen kleinere Obstbaumalleen und eine Fächer-Ahornallee mehrere Spazierwege.
Es macht Freude, die einzelnen Alleen aufzuspüren, durch sie hindurchzuwandern bzw. sich auf einer Bank auszuruhen und einfach die Stille zu genießen. Welche Allee mag wohl König Ludwig I. mit seiner Geliebten aufgesucht haben?
Wer kennt ihn nicht, den weltberühmten Kurort Bad Kissingen? Er besitzt u. a. Europas größte Wandelhalle sowie eine der größten barocken Parkanlagen Deutschlands. Gekrönte Häupter weilten dort zur Kur, teilweise begleitet von einer Entourage von bis zu 200 Personen: Kaiserin Elisabeth von Österreich, genannt Sisi, Zar Alexander II. von Russland, König Otto I. von Griechenland, Königin Pauline von Württemberg, Marie von Neapel-Sizilien, König Ludwig II. von Bayern, um nur einige zu nennen.
Aber auch Musiker, Dichter, Fabrikanten, Bankiers, Politiker, Gelehrte etc. besuchten den Kurort, der 1883 durch König Ludwig II. zum Bad erhoben wurde. Nach wie vor ist Bad Kissingen ein begehrter Kurort, der heute von "ganz normalen Bürgern" besucht wird.
In und um Bad Kissingen finden sich mehrere Alleen. Sie bestehen zum größten Teil aus Linden-, Ahorn- und Kastanienbäumen, die überwiegend im Kurpark die Sparzierwege säumen. Besonders auffallend sind die kastenförmig zugeschnitten Lindenalleen auf der Ludwigsbrücke (die zur Stadtmitte führt), als auch die am imposanten Regentenbau im Kurpark. Die mehrreihigen Lindenalleen im Kurgarten laden zu einem längeren Verweilen ein. Sie spenden im Sommer den nötigen Schatten und wenn man Glück hat, spielt das Kurorchester auf.
Am Ende bzw. Anfang der Lindesmühlpromenade befindet sich ein Denkmal der Hygeia mit den als Männern personifizierten Bad Kissinger Heilquellen Rákóczi und Pandur. Spaziert man den einzelnen schattenspendenden Alleen entlang, kommt schon die Frage auf: Sind Sisi, König Ludwig II. und alle die anderen hohen Herrschaften auch diesen Weg gegangen?
Die Schlossallee liegt am westlichen Ende der Gemeinde Bächingen an der Brenz versteckt an der Nordseite der Brenz, die wenige Kilometer später in Lauingen in die Donau mündet. Ein öffentlich begehbarer Fuß- und Radweg am südlichen Ende des Schlossparks, der - und das ist für die Lindenallee nur zum Vorteil - kaum frequentiert wird, führt zu ihr. In unmittelbarer Nähe befindet sich Schloss Bächingen, das in frühen Jahren viele Jahre von Reichsgräfin Franziska von Hohenheim, Herzogin von Württemberg, bewohnt wurde. Die hochadelige Frau nutzte Bächingen als Privatgut und künstlerischen Zufluchtsort. Heute ist das Schloss, das nur in laubfreien Zeiten von außen einsehbar ist, in Privatbesitz.
Klein aber fein, so könnte man die Lindenallee kurz und treffend beschreiben. Denn nur noch eine Restbestand von der einstigen prachtvollen Schlossallee ist übrig geblieben. 32 ca. 250 Jahre alte Linden bieten vielen Tierarten Unterschlupf und den Menschen ein besonders und einmaliges Naturerlebnis.
Für mich stellt die Lindenallee ein äußerst seltenes Naturdenkmal dar, zumal sie jahrzehntelang landschaftspflegerischer Maßnahmen entgangen ist. Unbedingt sollte ihr gegenwärtiges "verwildertes Erscheinungsbild" geschützt werden und sie in die Liste der Naturdenkmäler aufgenommen werden.
Direkt neben dem Haupteingang vom Schloss Bächingen, versteckt hinter hohen alten Parkbäumen, befindet sich die Umweltstation "mosseum - Forum Schwäbisches Donautal". Die staatlich geförderte Bildungs- und Informationsstätte will auf die Naturschönheiten des Schwäbischen Donautales, seine Niedermoore und Auen aufmerksam machen.
Diese schöne und ursprüngliche, ca. 750 Meter lange Birkenallee ist in Bannacker, in der Nähe von Bergheim/Augsburg. Die Allee gehört zum Anwesen Gut Bannacker, erreichen kann man sie über einen Rad- und Wanderweg, der die Ortschaften Bergheim und Bobingen verbindet.
Beim Blick in die Allee kann man sich vorstellen, wie dort noch Kutsche und Pferd durchgefahren sind.
Manfred Berger, Dillingen – September 2013
Am Donnerstag, den 20. Juli 2013 fegten schwere Unwetter über den Landkreis Augsburg, begleitet von orkanartigen Stürmen und bis zu fünf cm großen Hagelkörnern. Schwer traf die Attacke der Natur auch die Birkenallee am Gut Bannacker.
Kaum ein Baum ist darunter, der nicht in Mitleiden-schaft gezogen wurde. Leider wurden auch viele Birken entwurzelt. Trotzdem wirkt die Allee nach wie vor noch faszinierend auf den Betrachter. Es bleibt zu hoffen, dass die gravierenden Lücken bald mit Neuanpflanzungen geschlossen werden.
Die Allee Beigarten befindet sich nahe des Weilers Beigarten in der Gemeinde Straßlach-Dingharting und liegt ca. 20 km südlich von München. Oberhalb des östlichen Isarufers gelegen, war der Ort jahrhundertelang der »Bienengarten« (pigartten 1098 n. Chr.) der klösterlichen Imkerei Schäftlarn.
Die 100 -150 Jahre alten Ahornbäume der Allee prägen nicht nur das Landschaftsbild, sondern bieten zahlreichen Vogelarten und Fledermäusen Lebensraum. Als Amphibienschutzgebiet wird die Allee jährlich zur Krötenwanderung gesperrt. Die Bäume an der Allee weisen zum Teil die vom Aussterben bedrohte Flechtenart »Anaptychia ciliaris« auf (botanisches Institut Hamburg).
Leider ist der Erhalt der Allee jedoch stark gefährdet, da aus Bestimmungen des Straßenrechts für Staatsstraßen Bäume nach und nach gefällt oder stark beschnitten werden. Wir setzen uns für den Erhalt der Allee ein.
Das unter dem Namen "Kräuterbuck (oder Kreuzelbuck) mit Alleen und Felspartien" bekannte Naturdenkmal ist eine zum Schlossareal Bertoldsheim, Markt Rennertshofen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, gehörige Parkanlage. Der Erhalt dieses einmaligen Geländes ist nicht nur von ökologischer sondern gleichsam auch von geschichtlicher sowie heimatlicher Bedeutung.
Mehrere kleinere und größere Buchen-, Kastanien- und Mischalleen befinden sich auf dem Gesamtareal: Ein wahres Alleenparadies! Ursprünglich wollte die Gemeinde im Jahr 2010 alle Kastanienbäume (leider von der Miniermotte befallen), die die Straße zum Schloss hinauf säumen, durch pflegeleichtere Linden ersetzen. Doch dieses Vorhaben konnte der Schlossbesitzer verhindern.
Er wollte die historisch begründete Allee erhalten und hat seinen Beitrag dazu geleistet, in dem er auf der schlosseigenen Seite viele junge Kastanienbäume pflanzen ließ. Auch die Gemeinde Rennertshofen hat ihren Teil der Vereinbarung erfüllt und auf der Gemeindeseite die klaffenden Lücken aufgeforstet.
Das "Alleenparadies Schloss Bertoldsheim" ist meines Erachtens eine besondere Seltenheit. Bisher habe ich noch nirgends so viele Alleen auf "einem Fleck" entdeckt. Es ist eine wahre Freude, den fast nahtlosen Übergang von einer Allee in die andere zu erleben, erspüren, erkunden, entdecken, erfahren etc. - zumal jede einzelne ihre eigene, nur "ihr gehörende Schönheit" ausstrahlt.
Ein überaus selten- und sehenswerter Laubengang aus Lindenbäumen schmückt den Hofgarten am Dachauer Schloss. Der berühmte Gartenarchitekt Joseph Effner gestaltete mit seinem Bruder Johann Christoph Effner im Jahre 1717 den Hofgarten im barocken Still. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Garten vereinfacht. Hofgärtenintendant Friedrich Ludwig von Sckell ließ ab 1802 innerhalb der Gartenmauern Obstbäume pflanzen. Die reizvolle Lage des Dachauer Hofgartens auf einem Höhenrücken bietet einen grandiosen Panoramablick bis nach München und bis hin zur Gebirgskette der Alpen.
Die noch junge Ahornallee befindet sich am östlichen Stadtrand von Dillingen an der Donau. Über 80 Bäume säumen die Remigius-Vogel-Straße, benannt nach dem ehemaligen Stadtpfarrer von Dillingen und Special-Inspektor der Taubstummen- Erziehungsanstalt.
Die ehemalige Fürstbischöfliche Residenzstadt ist vor allem bekannt für seine Kirchen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Schloss, die einstige Universität des Jesuitenkollegs mit dem Goldenen Saal und historischen Bibliothekssaal sowie die Königsstraße und die Kardinal-von-Waldburg-Straße mit ihren historischen Gebäuden.
Die Allee befindet sich in Dillingen an der Donau. Mit Recht wird die ca. 18. 000 Einwohner zählende Stadt "schwäbisches Rom" genannt, da sie viele bedeutende Kirchen und andere sakrale Bauten beherbergt. Ferner umgibt ein beachtenswertes Ökosystem die Gemarkung, wie z. B. das Donauried mit seinen vielen Naturschutzgebieten. Südwestlich der Stadt an der Donau im Naherholungsgebiet "Auenwald" säumen 127 Kastanien (leider von der Kastanienminiermotte befallen) und eine Birke den Weg am Hochwasserdamm. Angrenzende Halballeen vervollständigen das einmalige Naturensemble. In den letzten Jahren wurde die Allee "saniert" und durch die Anpflanzung von mehreren Jungbäumen aufgefrischt.
Und nach wie vor hat die "Dillinger Promenade" für Menschen aller Altersstufen ihre Faszination und das zu jeder Tages- und Jahreszeit.
Mitten in Donauwörth, wo die Flüsse Wörnitz, Kessel, Zusam und Schmutter in die Donau fließen, liegt die Promenade. Sie gilt als die "grüne Lunge" der Stadt.
Bis 1877 war die Promenade eine Bahnstrecke. Als das gesamte Bahnareal verlegt wurde, pflanzte man an seiner Stelle die unterschiedlichsten Bäume. So entstanden ein kleiner Landschaftspark sowie eine ca. 350 m lange Mischallee. 72 Bäume, darunter Kastanien, Birken, Linden, Platanen, Ginko und Ahorn, stehen in Reih und Glied entlang der einstigen Bahngleise. Leider weist die Allee, insbesondere in der Nähe der "Käthe Kruse Villa", grobe Lücken und krankhafte Bäume auf. Nachpflanzungen sind erforderlich, damit die Schönheit der Allee wieder zur vollen Geltung kommt.
Am östlichen Ende der Promenade steht der Mangoldfelsen, darauf bis 1301 eine stolze Burg thronte. Im Sommer dient er als Kulisse für die "Freilichtbühne am Mangoldfelsen". Biegt man am Alleenende rechts ab, kommt sogleich der Kalvarienberg. Dieser wurde 1720 in Erinnerung an die Schlacht am Schellenberg, im Jahre 1704; errichtet. Hohe mächtige Kastanien, links und rechts der Stufen hinauf zur Kreuzigungsgruppe, setzen eindrucksvoll das Naturerlebnis der "grünen Lunge" Donauwörth fort.
An der Allee an der Promenade gefällt mir besonders ihre Nähe zur Stadt. Die idyllischen Gärten seitlich der mächtigen Bäume sowie ein kleiner Bach ergänzen das Gesamtbild. Bänke, gruppiert um einen kleinen Springbrunnen, laden zur Rast und Erholung ein.
Die sogenannte "Neudegger Allee" liegt in Donauwörth und hat den Status eines Naturdenkmals (Art. 9 Bay-NatSchG). Vom Stadtzentrum aus ist sie zu erreichen, wenn man der Wegweisung zum Stauferpark und zur Donau-Ries-Klinik folgt. Auf einer Länge von ca. 700 m säumen über 150 Sommer- und Winterlinden beidseitig die Neudegger Straße, die von der Westspange bis zum Gut Neudegg führt.
Vermutlich wurde die Allee 1850 vom Freiherrn von Gaisberg zu Neudegg angelegt. Aus dieser Zeit sind leider keine Bäume mehr erhalten. Die stärksten Linden haben einen Umfang von etwa 2,30 m, so dass ihr Alter auf 100 Jahre geschätzt werden kann.
Die Stadt Donauwörth ist Besitzer der Allee und damit auch für die Pflege verantwortlich. Entstehende Lücken, beispielsweise durch Sturmschäden, werden stets durch Neupflanzungen geschlossen. Und das gefällt mir besonders an der Allee - die harmonische Einheit von sehr alten und sehr jungen Bäumen.
Die Eichenallee in Ebersberg/Bayern liegt direkt am Naturschutzgebiet Egglburger See. Ein Spazierweg geht erst an einzelnen Eichen vorbei, die dann zur Allee werden. Schöner alter Baumbestand, von denen leider schon einzelne Bäume gefällt werden mussten, weil sie durch herabfallende Äste eine Gefahr darstellten. Es wurden aber zeitgleich wieder Eichen angepflanzt.
Mir gefällt die Allee wegen der alten Eichen, die womöglich schon hunderte Jahre alt sind und schon viel erzählen könnten.
Diese schöne Birkenallee steht in Bayern, nördlich von Ellgau bei der Straße nach Oberndorf. Die ca. 400 Meter lange Allee führt von der Straße aus an einem Feldweg nach Westen. Sie endet bei einer Baumgruppe aus Buchen- und Ahornbäumen.
Ich mag Birkenalleen, speziell diese, denn man könnte durch die am Ende befindliche Baumgruppe fast an einen mystischen Ort denken, an den man durch die Allee geführt wird.
Lieblingsallee von Manfred Berger, Dillingen:
"Gut Herrlehof" ist eine Einöde und ein Ortsteil von Ellgau. Es gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Nordendorf. Das imposante Gutshaus, mit seinem markanten Wasserturm, wurde in seiner heutigen Form um 1920 errichtet. "Gut Herrlehof" umfasst zurzeit um die 220 ha Land, davon sind 200 ha Ackerland, der Rest verteilt sich auf Haus, Hof, Feldwege und Park. Im Gutspark befindet sich eine kleine, aber stolze Lindenallee. Sie besteht aus ca. 20 Bäumen.
Das Gut liegt an der Landstraße von Ellgau nach Oberndorf am Lech. Diese wird immer wieder von kleineren Alleen, die in einseitige Baumreihen übergehen gesäumt. Dabei handelt es sich neben Ahorn- und Lindenbäumen überwiegend um Obstbäume (Apfel, Birne und Kirsche), vermutlich Reste einer langgestreckten Obstbaumallee, die in früheren Zeiten der Obstgewinnung/-versorgung des Guts diente.
Besonders attraktiv und selten sind die kleinen Kirschbaum(halb)alleen, die sich der Landstraße entlang ziehen. Unweit des Guts befindet sich eine "verträumte" Birkenallee, die einen kleinen Feldweg ziert. Diese besteht aus 84 Bäumen und schmiegt sich majestätisch in die Landschaft ein. Die Birkenallee endet an einem kleinen Platz, der von mächtigen Kiefern umgeben ist.
Fährt man den idyllischen 60km langen Kammelradweg, der den Donau-Radweg bei Günzburg-Offingen mit den Kneipp-Radweg südlich von Mindelheim verbindet, überquert der/die Radfahrer/in bei Ettenbeuern die Staatsstraße 2003. Diese ist auf ca. 300m von einer dreireihigen Birkenallee gesäumt gesäumt, da auch der abzweigende Radweg nach Ichenhausen mit einer Halballee beflanzt ist. Eine wahre Augenweide, passend zur Landschaft mit seiner vielfältigen Fauna und Flora, seinen Burgen, Kirchen, Schlössern und herrlichen Barockkirchen. Erfreulich ist, dass, wenn nötig, entstandene Lücken in der Baumreihe durch Neuanpflanzungen geschlossen werden.
Die sich in Ettenbeuern befindende katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist eine Besichtigung wert. Das Gotteshaus ist im Kern ein gotischer Bau, der 1764/65 von dem schwäbischen Baumeister Joseph Dossenberger, einem Vertreter des Rokoko und des Frühklassizismus, grundlegend umgebaut und mit Stuck sowie Fresken im Stil des Rokoko ausgestattet wurde.
Die ehemalige Hofmark Freiham im Süden des Münchner Stadtteils Aubing gelegen, ist ein äußerst beliebtes Naherholungsgebiet. Das Gut steht als Gebäudeensemble unter Denkmalschutz. Einige der Bauwerke sind auch als Einzeldenkmal geschützt (z. B. das Schloss, die Kirche Heilig Kreuz sowie ehemalige Stallungen).
Herrschaftliche Alleen, bestehend aus Kastanien- und Ahornbäumen, säumen die viele hundert Meter langen Wege zum Gut. Doch die Beschaulichkeit trügt. Obwohl die Alleen unter Naturschutz stehen und zahlreiche Bürger sowie Umweltschutzbehörden den Erhalt der kulturhistorisch bedeutenden Alleen gefordert haben, wurden immer wieder massive Kahlschlagungen vorgenommen. So mussten beispielsweise uralte Kastanien den Weg für eine Autostraße frei machen. Gerade ist ein heftiger Streit zwischen Umweltschützern und der DB im Gange, da erneut Kastanien für eine von der DB gewünschten Unterführung gefällt werden sollen.
Schon seit meiner Kindheit sind mir die Alleen, die zum Gut Freiham, das seinerzeit landwirtschaftlich geprägt war, vertraut. Im Schatten der Bäume suchten wir Kinder oft Schutz vor der Sonne, ruhten uns einfach aus oder bestaunten die Tiere, die sich in ihrer Nähe aufhielten: Hasen, Rehe, Fasanen und Rebhühner, verschiedenste Vogelarten und vor allem Eichhörnchen.
Trotz aller Nostalgie, auch noch heute strahlen die Alleen einen gewissen Zauber aus, auch wenn die noch zu meiner Zeit vorhandene Tierwelt fast gänzlich verschwunden ist. Ich hoffe und wünsche mir, dass die Zerstörung des einmaligen Naturdenkmals sein Ende findet.
Birken, Birken, Birken... soweit das Auge reicht! Auf einer Länge von ca. 9 km säumen stattliche Birken beidseitig die Kreisstraße 13 von Freinhausen nach Hohenwart, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Leider sind viele Birken mit einem roten Strich markiert, d. h., dass sie demnächst der Motorsäge zum Opfer fallen, aus Verkehrssicherheitsgründen. Hoffentlich bleibt durch Neuanpflanzungen die Birkenallee in seiner einmaligen Pracht erhalten. Erschreckend viele Kreuze, die den Reiz der Allee etwas trüben, erinnern am Straßenrand an verunglückte junge Autofahrer.
Die Allee liegt in Friedberg (Schwaben), Stadtteil Friedberg-West. Sie erstreckt sich seitlich entlang der äußerst stark frequentierten Augsburger Straße (B 300). Die Alle besteht aus ca. 120 Linden und führt durch Friedberg-West nach Augsburg-Hochzoll. Leider mussten einige Bäume dem erst vor kurzem abgeschlossenen Ausbau der Straßenbahnlinie 6 weichen. Dadurch wurde ihre Einmaligkeit und Schönheit empfindlich gestört.
Gegenüber der durch Abgase belasteten Autostraße ist die Lindenallee, mit ihren teils über ca. 100 Jahre alten Bäumen, erfüllt von einer "natürlichen" Stille und Reinheit. Sie duftet nach Natur, beherbergt viele Tiere und jeder Baum strahlt seine ihm eigene "Individualität" aus.
Die Lindenallee führt vorbei an der kleinen Wallfahrtskirche "Sankt Maria Alber". Die Wallfahrt reicht bis in das Jahr 1686 zurück. Der sakrale Ort lädt Spaziergänger, Radfahrer oder Jogger zum "Innehalten" ein. Ich hoffe, dass sich viele Bürger für die Erhaltung dieser verbliebenen städtischen Naturschönheit einsetzen.
Im Barockgarten des Klosters in Fürstenfeldbruck befindet sich die kleine Allee. Sie besteht aus 28 Kugelahornen. Inzwischen zählt ja der Kugelahorn zu den beliebtesten Bäumen für Alleen, Hausgärten, Parks sowie Vorgärten.
Die kleine Allee im Barockgarten des Klosters wird von unterschiedlichen Vogelarten als Nistmöglichkeit genutzt. Ein Aufenthalt im Schatten der Bäume, der Gesang der Vögel und der Anblick des Klosters sind eine wahre Freude. Es erübrigt sich darauf hinzuweisen, dass das imposante Klosterareal eine hochinteressante Sehenswürdigkeit ist.
Die Allee befindet sich am südlichen Ende der Ortschaft Geltendorf/Bayern. Die über 700 Meter lange Allee aus Eschen - am südlichen Ende sind noch ein paar Birken dabei - erstreckt sich hinter dem Bahnhof Geltendorf bis zum bekannten Kloster St. Ottilien.
Die Allee gefällt mir wegen der Eschen - tolle und hochgewachsene Bäume - und der Weite, die sie fast unendlich lang erscheinen lässt.
Zwischen Ellighofen und Unterdiessen - südlich von Landsberg am Lech in Bayern gelangt man durch diese schöne Birkenallee zum Geratshof auf dessen Gelände sich auch der Segelflugplatz des LSV Geratshof-Landsberg befindet. Wie mir der Eigentümer mitteilte, hat er die Allee anlässlich der Geburt seines ersten Sohnes im Jahr 1979 gepflanzt.
Die Staatsstraße 2045 zwischen Sandizell und Grimolzhausen ist beidseitig mit Linden- und Ahornbäumen gesäumt. Zu begrüßen ist, dass viele Neuanpflanzungen vorgenommen worden sind. So vermittelt die Allee ein einheitliches und harmonisches Bild. Verlässt man den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen geht die Allee an der Grenze zum Landkreis Aichach-Friedberg in eine Halballee über. Diese besteht vor allem aus (teilweise sehr imposanten) Lindenbäumen. Bedauerlich ist, dass viele Autofahrer sehr schnell unterwegs sind. Dadurch verstärkt sich die Gefahr von "Baumunfällen".
Meine Radtouren führen mich öfter in die Landkreise Neuburg-Schrobenhausen sowie Aichach-Friedberg. Und so bin ich ab und an gezwungen, den Fahrradweg entlang der Staatsstraße 2045 zu benutzen. Ich mache dann das Beste daraus, genieße die Natur links und rechts der hektisch befahrenen Staatsstraße und bewundere so manchen Alleenbaum, der schon Jahrzehnte und mehr den schädigenden Umwelteinflüssen trotzt.
Bei meinen Fahrradtouren durch das Donau-Ries, begegne ich immer wieder kleineren (kaum beachteten) Alleen. Eine solche befindet sich beispielsweise in Grosselfingen, einem Stadtteil von Nördlingen. Die Allee ist sozusagen der Ausläufer der Schlossstraße, die zum Fußballplatz des Ortes führt. Sie besteht aus 20 Linden. Die Bäume sind noch jung, ich schätze ihr Alter auf ca. 20 Jahre. Da Alleen u.a. einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Biodiversität beitragen, ist jede "Neuschaffung" einer Allee zu begrüßen. Grosselfingen ist ein nachahmenswertes "grünes Vorbild".
Das Alleenparadies liegt ca. 7,5 km östlich von Neuburg an der Donau. Aus verschiedenen Himmelrichtungen führen kleinere und größere Alleen zum Schloss Grünau und zu dem ca. 1,5 Kilometer entfernten Gut Rohrenfeld. Große stämmige Ahornbäume, vereinzelt auch Kastanien- und Lindenbäume, säumen die Wege zum Schloss und Gut. Umgeben von viel Natur und abseits befahrener Straßen laden die Alleen zum Spaziergang und Radeln sowie zu einem längeren Verweilen an einem geruhsamen Platz ein.
Das ehemalige im Renaissance-Stil errichtete Jagdschloss der Wittelsbacher Pfalzgrafen wurde zwischen 1530 und 1555 als "Alter Bau" und "Neuer Bau" errichtet. Im "Alten Bau" befinden sich die bedeutendsten profanen Renaissancefresken Bayerns. Schloss Grünau liegt im größten zusammenhängenden Auwaldgebiet Mitteleuropas. Heute befindet sich in dem imposanten Gebäude u. a. das "Auenzentrum Neuburg".
Gut Rohrenfeld war ursprünglich ein landwirtschaftliches Gestüt, auf dem Kühe, Schafe, Geißen, Böcke und Büffel gehalten wurden. Es war auch ein beliebter Aufenthaltsort der Hocharistokratie, das Lieblingsgestüt von König Ludwig III. von Bayern.
Meine Allee liegt in Haid / Gemeinde Leiblfing Gemarkung Eschlbach, Landkreis Straubing-Bogen im Regierungsbezirk Niederbayern.
Die Idee
Mein Heimatort ist Haid, ein kleiner Ort im Außenbereich von Leiblfing im Landkreis Straubing-Bogen. In den vergangenen Jahrzehnten wurde dort die Natur durch extensive Landwirtschaft und Flurbereinigungsverfahren immer weiter zurück gedrängt. Dadurch prägte das Landschaftsbild ein eher kahler und liebloser Charakter. Daher lag die Idee nahe, nicht nur im Wald neue Bäume zu pflanzen, sondern gleichzeitig eine Allee auf der Zufahrtsstraße zu unserem Hof anzulegen.
Allee und Baumreihe
Im April 2008 wurde mit der Projektplanung für die Allee und die Baumreihe begonnen. Fachleute wurden hinzugezogen und die praktische Umsetzung der Maßnahme diskutiert. Anfänglich lies das Projekt keine Schwierigkeiten vermuten, da die Grundstücke auf denen die Allee, die Baumreihe und die Streuobstwiese mit Naturschutzhecke entstehen sollten sich in meinem Privatbesitz befinden. Je weiter die Planung voranschritt, um so mehr wurde klar, dass es doch nicht ganz so einfach ist und einige Vorschriften zu beachten sind. Nach Berücksichtigung dieser Vorschriften mussten die Genehmigungsunterlagen bei verschiedenen Behörden und Einrichtungen vorgelegt werden, um vielfältige Hindernisgründe auszuschließen. Die Gemeinde Leiblfing, der Wasserzweckverband und weitere Behörden und Einrichtungen stimmten unbürokratisch meist sogar positiv überrascht dem Vorhaben zu. Eine überirdische Telefonleitung musste schließlich noch unterirdisch verlegt werden, um bei einem Wachstum der Bäume die Leitung nicht zu beschädigen bzw. in Kauf zu nehmen, dass die komplette Allee im Verlauf der Telefonleitung ständig freigeschnitten wird. Die anfänglichen Widerstände von Skeptikern verstummten bald nachdem das Projekt umgesetzt war und spätestens im Frühjahr als die frisch gepflanzten Bäume zum ersten Mal Blätter trugen gab es nur noch positive Resonanzen.
Die Planungs-, Genehmigungs- und Vorbereitungszeit dauert von April 2008 bis November 2008. Anfang November 2008 wurde die Telefonleitung verlegt und am 17. November 2008 wurden 24 autochthone Linden- und 5 Eichen-, 5 Buchen- und 5 Ahornbäume gepflanzt, ebenfalls autochthon. Der darunterliegende Grünstreifen von 5,60 Metern wurde in den Sommermonaten 2009 angelegt. Zunächst musst der Boden von Bewuchs befreit werden und mit landwirtschaftlichen Maschinen in aufwendiger Arbeitsweise für die Ansaat vorbereitet werden. Im August 2009 wurde autochthones Saatmaterial, das aus einer heimischen Kräuter- und Gräsermischung bestand ausgesät. Die Anzucht dieses Saatgutes stellte sich als relativ schwierig heraus und das Saatgut keimt nur sehr langsam. Daher ist bis zum Frühjahr 2010 abzuwarten, ob nicht eine erneute Ansaat erforderlich wird.
Ziele
Ziel der Neuanlage der Allee, der Baumreihe und der Umgestaltung des Gartens in eine Streuobstwiese hatten das vorrangige Ziel, einen Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz in unserer Region zu leisten. Die Maßnahmen trugen zur Rekultivierung der kahlen Landschaft bei, sollten Lebensraum für heimische Tierarten bieten und die natürliche Vielfalt fördern. Es wurde neuer Lebensraum geschaffen und bestehende Lebensräume erhalten.
Für Vögel wie die Goldammer die unmittelbar von den Bewirtschaftungsformen in der Kulturlandschaft abhängig sind sollten Brutmöglichkeiten geschaffen werden, Wildkräuter und Insekten hier einen Naturraum finden, der als Nahrungsquelle dient. Die Landschaft sollte hier wieder angereichert werden mit Hecken, Sträuchern und Obstbäumen und einer bunten Kräuter-, Gräser- und Blumenwiese. Die Pflege wird auf ein naturverträgliches Minimum reduziert, die Flächen werden so spät als möglich gemäht und auf den Einsatz von Chemikalien oder unnatürlichen Düngern wird grundsätzlich und ausnahmslos verzichtet. Auch das Streuobst und Laub darf auf den Flächen liegen bleiben und als wichtige Nahrungsquelle und als Unterschlupf für Tiere und Insekten dienen. Für die Igel wurde ein sogenanntes"Igel-Zuhause" geschaffen, dort wurden Äste und Laub aufgeschichtet um Igeln einen Unterschlupf zu gewähren. Im nächsten Sommer wird noch ein Insektenhotel errichtet, um auch hier über den natürlichen Lebensraum hinaus noch weiteren "Wohnraum" zu schaffen.
Erfolge
Das Straubinger Tagblatt berichtete positiv über das Thema und hat zur Nachahmung aufgerufen. Insgesamt hat das Projekt in der Region für Gesprächsstoff gesorgt und viele Menschen dazu angeregt, über unsere Umwelt und die Natur nachzudenken und ggf. im Rahmen seiner Möglichkeiten, Grünflächen anzulegen und Bäume zu pflanzen. Eine begeisterte Hobby-Fotografin hat sich angeboten, das Wachstum dieses Geschenkes an die Natur, das sich gut in die niederbayerische Landschaft einfügt und diese aufwertet, in regelmäßigen Abständen mit der Kamera zu dokumentieren. Seit 2009 wird nun die Entwicklung dokumentiert und es ergeben sich spannende Bilder.
Am 20.09.2010 gab es für dieses Projekt den Bayerischen Biodiversitätspreis 2010 in Form eines Sonderpreises für "Eigeninitiative in der Biodiversität".
Das Projekt ist langfristig angedacht und wird daher künftig auch im notwendigen Rahmen gepflegt ohne stark in die Natur einzugreifen und soll noch die nächste Generation unserer Gesellschaft erfreuen und ein Zeichen setzen, das uns Menschen als Teil der Natur verstehen lässt.
Diese kleine Allee findet man zwischen Scheuring und Kaufering im Landkreis Landsberg am Lech in Bayern. Die Bäume stehen am Weg zum Naturfreundehaus und der Ruine Haltenberg. Die Ruine liegt an einem angebauten Bauernhof am Lechhöhenweg zwischen dem Zollhaus und Kaufering.
Die Allee ist ca. 250 m lang und führt zum einen zum Naturfreundehaus und zum anderen zur Burgruine Haltenberg, das früher mal ein schönes und großes Schloss gewesen sein muss. Da die erste Erwähnung des Schlosses um das Jahr 1260 war, kann man sich schön ins Mittelalter zurückversetzt fühlen, wenn man an den Alleebäumen entlang schlendert.
Fährt man mit dem Fahrrad (oder Auto) von Donauwörth nach Harburg (B 25), erblickt man schon von weitem die gleichnamige Burg Harburg, eine der größten, ältesten und besterhaltenen Höhenburganlagen Süddeutschlands. Sie gelangte am Ende des 13. Jahrhunderts in den Besitz der Grafen und späteren Fürsten zu Oettingen-Wallerstein.
Kurz bevor man die Kleinstadt Harburg erreicht, zweigt links die Donauwörtherstraße (zur Stadtmitte) ab. Unmittelbar danach kommt linker Hand die Stadelhofstraße, die nach Mauern führt. Nach ca. 150 Metern beginnt der Wanderweg (ausgezeichnet: "Zur schönen Aussicht" und "Frankenweg"). Gleich am Anfang säumt den Burgaufstieg eine Kastanienallee. Sie besteht aus etwa 50 Bäumen und geht nach ca. 200m in eine Halballee über. Leider wurden gefällte Bäume nicht wieder aufgeforstet.
Im Frühjahr und Frühsommer erstrahlt die Allee in seiner vollen Pracht. Bald beginnt dann für sie der "frühzeitige Herbst", denn die Bäume sind bedauerlicherweise von der Kastanienminiermotte befallen.
Was für ein denkmalgeschütztes Alleen- und Naturparadies! Dieses befindet sich bei Gut Hochmutting, Gemeinde Oberschleißheim, Landkreis München.
Die drei Alleen sind zwischen 500m und 1 km lang, die teilweise in Halballeen übergehen. Uralte Bäume, deren Alter schwer einschätzbar ist, säumen den Weg zum Gut bzw. zur barocken Schlossanlage Schleißheim. Lücken wurden durch Jungpflanzen geschlossen. Die Alleen liegen in einem einmaligen Biotop, u.a. bestehend aus einem Magergrünland sowie Halbtrockenrasen, Laubholzhecken und Amphibientümpel. Eine ausgesprochene Seltenheit ist dort anzutreffen, nämlich die bayernweit vom Aussterben bedrohte Gelbe Skabiose (Scabiossa ochroleuca).
Mehrere bedeutende Sehenswürdigkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe der Alleen: Schloss Schleißheim und Schloss Lustheim, Johanniskapelle und ein Luftfahrtmuseum mit historischen Bauten, die zwischen 1912 und 1919 für die Königlich-Bayerischen Fliegertruppen errichtet wurden.
Diese ganz tolle und alte Lindenallee steht in Holzkirchen / Bayern, am südlichen Ortsende am Steindlweg. Dieser Weg führt zu einem mit Bäumen bewachsenen Hügel, den man den Kogel nennt. Die Allee ist Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals erwähnt worden und man sieht es den Bäumen an, dass sie einiges erzählen könnten. Vom Ortsrand führt der schmale Weg sehr verschlungen durch die alten Bäume.
Die Birkenallee befindet sich auf einer kleinen Verbindungsstraße zwischen Kicklingen und Steinheim im Landkreis Dillingen an der Donau (Bayern).
Die Allee besteht aus 27 ca. 80 bis 100 Jahre alten Bäumen. Sie ist vermutlich nur noch der Rest einer längeren und dichteren Allee, die mehrere große Lücken aufweist. Diese wurden leider nicht, sicher um die danebenliegenden Felder besser bearbeiten zu können, durch Nachpflanzungen geschlossen. Trotzdem wirkt die Birkenallee majestätisch und strahlt zu jeder Jahreszeit ein gewisses "Etwas" aus. Am Anfang und am Ende der 300 m langen Alle stehen vereinzelt noch prachtvolle Birken.
Es bleibt der Wunsch, diese mit dem Rest der Allee durch Neuanpflanzungen zu verbinden. Jedoch besteht leider die Befürchtung, dass die Allee und die vereinzelten Birken irgendwann der intensiven landwirtschaftlichen Bearbeitung der angrenzenden Felder zum Opfer fallen werden. Vielleicht wird aber auf die alten Birken der Naturschutz aufmerksam, was ich mir sehr wünschen würde.
Es ist meine Lieblingsallee, weil sie trotz sträflicher Vernachlässigung zu jeder Jahreszeit ihre Schönheit aufs Neue entfaltet.
Die kleine aber äußerst feine Birkenallee liegt am Ortsrand von Autenried, an der Weißenhorner Straße in Richtung Biberg. Insgesamt säumen 20 Bäume den Weg zu einem Privathaus. Die Allee geht am Ende in eine Halballee, bestehend aus 7 Birken, über. Hervorzuheben ist, dass sie aus Privatinitiative entstanden ist. Wie mir die Tochter des Haus- und Grundbesitzers mitteilte, hatte ihr Vater die Allee vor über 30 Jahren angepflanzt. Wahrlich ein lobenswertes und nachzuahmendes Beispiel.
In Autenried liegt ein imposantes, doch leider etwas vernachlässigtes Schloss. Dieses beinhaltet ein Ikonenmuseum, das größte für ostkirchliche Kunst außerhalb der slawischen Länder und Griechenlands.
Die Ortschaft Iffeldorf befindet sich südöstlich der bekannten Osterseen in Bayern. Dort - am östlichen Ortsrand - gibt es eine alte Kastanienallee, die gleich neben dem Friedhof beginnt. An kauzigen und knorrigen Bäumen vorbei führt ein Weg den Hügel hinauf zur Heuwinklkapelle.
Von der Wallfahrtskapelle ist bekannt, dass sie um 1700 erbaut worden ist, wie alt die Kastanienallee ist, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.
Fährt man mit dem Fahrrad von Ingolstadt nach Geisenfeld, führt der Fahrradweg in Manching die Geisenfelderstraße entlang in Richtung Osten. Am Ende der Marktgemeinde muss die B 16 überquert werden.
Unmittelbar nach Überquerung der stark befahrenen B 16 - auf dem Areal des Fliegerhorsts Ingolstadt/Manching - säumen ca. 40 stattliche Sumpfeichen rechts und links den weiterführenden Fahrradweg. Die Sumpfeiche, auch Spreeeiche, Boulevardeiche oder Nageleiche genannt, wird in gemäßigten Breiten gerne als Zierpflanze in Parks und Alleeen verwendet. Sie sind sehr schnellwüchsig und erreichen meist nur ein Alter von 80 bis 100 Jahren. Ich schätze die Bäume der Allee auf ca. 70 Jahre.
Leider weist die Allee beträchtliche Lücken auf, die unbedingt durch Neupflanzungen zu schließen wären. Überhaupt erscheint mir die Allee sehr vernachlässigt. Schade darum, ist sie doch, trotz ihrer stiefmütterlichen Behandlung, ein prachtvoller Anblick, wie die Fotos belegen.
Linden soweit das Auge reicht. Aus drei Himmelrichtungen führen Alleen zur staatlichen "Landesanstalt für Landwirtschaft Versuchsstation Neuhof". Es handelt sich hier um äußerst imposante Lindenalleen, die als geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesen sind. Ich habe über 350 Bäume gezählt, wobei diese Zahl noch sehr niedrig gegriffen ist. Leider sind Alleenteile durch Straßenführungen (u. a. für ein Gewerbegebiet) zerstört worden. Dieser grobe Eingriff beeinträchtigt empfindlich die Ästhetik der Allee.
Besonders exorbitant wirkt der Alleenteil (nordwestlicher Richtung), dessen Weg noch nicht geteert ist (und hoffentlich auch nicht wird).
In Kaisheim gibt es viele Sehenswürdigkeiten, z. B. die gotische ehemalige Zisterzienserklosterkirche und den Kaisersaal. Übrigens war Wolfgang Amadeus Mozart vom 13. bis 24. Dezember 1778 Gast von Abt Coelestin II. Angelsprugger.
Die Apfelbaumallee befindet sich am nordwestlichen Rand von Kicklingen, einem Stadtteil von Dillingen an der Donau. Sie besteht aus ca. 25 Bäumen, die am Ende in eine Halballee übergehen. Da Obstbaumalleen relativ kurzlebig sind, werden doch die in Frage kommenden Baumarten nicht älter als 100 Jahre, weist die Apfelbaumallee starke Lücken auf. Leider wurden diese bisher nicht durch Neuanpflanzungen geschlossen.
Alte Obstbaumalleen haben in der Kulturlandschaft Schwabens eine lange Tradition. Bis in die 1960er fand Obstbau auch am Straßenrand statt. Ich kann mich noch gut erinnern, dass wir Nachkriegskinder, die immer Hunger hatten, das Fallobst am Straßenrand einsammelten und genüsslich verspeisten. Inzwischen werden die meisten Alleeobstbäume kaum noch genutzt. Dies ist nicht mehr nötig, kommen doch die "schönsten und genormten" Äpfel, Birnen, Kirschen u.a.m. aus Neuseeland, Argentinien etc. Und so befürchte ich, dass die noch wenigen Obstbaumalleen langsam aber sicher verschwinden werden. Dabei wären sie nicht nur Nahrungsgeber, sondern auch Lebensraum für viele (bedrohte) Tierarten.
Die Apfelbaumallee entfaltet, wie das Foto zeigt, im Winter eine besonders seltene Ästhetik. Ebenso sind die Baumblüte und die reifen Früchte im Spätsommer ein besonderes Naturerlebnis.
Ich hoffe, dass diese seltene Apfelbaumallee bald als Naturdenkmal ausgewiesen wird, damit sie nicht nachfolgenden Generationen verloren geht.
Am nordöstlichen Ortsrand von Alt-Kissing / Bayern unterhalb von Gut Mergenthau befinden sich etliche Pferdekoppeln. Ein Weg führt Richtung Osten über die Paar direkt zur Eschenallee, deren Bäume schon über 100 Jahre alt sind. Die Allee mündet in ein großes Waldgebiet. Von dort geht es steil bergauf zum geschichtsträchtigen Gut Mergenthau, wo sich das Hiasl-Museum befindet und jedes Jahr eine große Gartenausstellung stattfindet.
Die Birken-Buchen-Eichen-Allee "Kilometerweg" befindet sich hinter der Festung Rosenberg bei 96317 Kronach in Bayern/Oberfranken. Es ist eine gemischte Birken-Buchen-Eichen-Allee, ca. 1 km lang mit Besenginsterunterwuchs. Das geschätzte Alter der etwa 200 Bäume sind 80 bis 100 Jahre.
Die Allee ist zu jeder Jahreszeit schön, besonders zur Ginster- und Lupinenblüte. Der Alleenweg verläuft auf dem Rücken des Festungsberges, man hat zu beiden Talseiten (der Flüsse Haslach und Kronach) sehr schöne Ausblicke, viele Vögel sind zu beobachten (Meisenarten, Kleiber, Spechtarten).
Am südlichen Ende der Allee befindet sich die Festung Rosenberg mit barocken fünfeckigen Bastionen sowie die historische Altstadt der 1002 erstmals erwähnten Geburtsstadt des Malers Lucas Cranach d. Ä. Etwa 30 km nördlich liegt der Thüringer- und Frankenwald mit bis zu 980 m hohen Erhebungen (großer Beerberg, Schneekopf).
Fährt man durch Langweid in Richtung Lechwerksiedlung, stößt man am Ortsrand (linkerhand) auf eine Lindenallee. Diese besteht aus ca. 50 Bäumen, darunter viele Neuanpflanzungen. Ich vermute, dass es sich hier um eine "Restallee" handelt, die in früheren Jahren bis zur Lechwerksiedlung führte. Jedoch musste die Lindenallee durch den Ausbau der B 2 (vierstreifig) "gekappt" werden. Die noch vorhandene Allee "kränkelt" etwas. Ich hoffe, dass die maroden Bäume bald durch junge gesunde ersetzt werden, damit das Flair der Lindenallee erhalten bleibt. In unmittelbarer Nähe befindet sich das (interaktive) Lechmuseum Bayern im Wasserkraftwerk Langweid.
In der Mitte des Ortes Lauterbach, einem Ortsteil von Buttenwiesen, zweigt eine kleine Straße (Bahnhofstraße) ab nach Erlingshofen. Am Ende des Dorfes beginnt die Allee, die aus ca. 40 Bäumen besteht. Interessant ist, dass sich zwischen den Eschenbäumen Birken und Kirschbäume angesiedelt haben, die - so vermute ich - nicht von Menschenhand angepflanzt wurden. Wie mir scheint, ist sich die Gemeinde Lauterbach nicht bewusst, welch wichtiges und schönes Stück Natur vor ihre Türe liegt. Die Allee bedarf einer verstärkten Aufmerksamkeit, sprich Pflege. Lücken sollten durch Nachpflanzungen geschlossen werden. Dies wäre eine enorme Aufwertung der Allee. Im Dorfkern befindet ein sehenswerter Bau, das ehemalige Sommerschloss des Deutschen Ordens.
Schnurgerade ausgerichtete Straßen durchziehen das Donaumoos, gelegen zwischen Ingolstadt, Neuburg an der Donau und Pöttmes. Ursprünglich war es das größte bayerische Niedermoor, das ab 1796 trockengelegt wurde.
Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen führt vom Weiler Lichtenheim, einem Ortsteil von Weichering, die Staatsstraße 2049 (ehemalige Moosstraße) nach Karlskron. Diese wird auf einer Länge von ca. 5 km von staatlichen Bäumen, überwiegend Birken (vereinzelt auch Ahorne und Linden) gesäumt. Die Allee schützt mich, wenn ich sie beispielsweise im Hochsommer mit dem Fahrrad erkunde, nicht nur vor den Sonnenstrahlen, sie bildet mit ihrer schattigen Kühle ein eigenes kleines Biotop. Viele Vogelarten, Insekten, Käfer und andere Kleintiere kann der aufmerksame Beobachter entdecken. Übrigens: Genau am Straßenende (bzw. Straßenanfang) in Lichtenhain befindet sich das Geburtshaus des bekannten Chemikers und Hygienikers Max von Pettenkofer (1818-1901).
Das dreigeschossige Schloss, gelegen in Möttingen (Ortsteil Lierheim) im Donau-Ries, hat seinen Ursprung im 12. Jahrhundert. Im Laufe der Zeit wurde es mehrmals umgebaut und hatte viele Besitzer. Dazu gehörten u.a. die Grafen von Oettingen und der Deutsche Orden. Das Schloss und sein Park sind umgeben von einer imposanten Ringmauer. Sie sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Doch ab und an ist das Eingangstor der Ringmauer geöffnet und man kann einen Blick in den Park werfen. Zirka 16 Lindenbäume säumen die Auffahrt zum Schlosseingang. Schade, dass die gepflegte Lindenallee nur mit viel Glück zu bewundern ist.
An der B 2, zwischen Kissing und Augsburg-Hochzoll, liegt Gut Lindenau. Einst führte eine prächtige Auffahrtsallee zum Herrenhaus. Von der Allee ist ein kärglicher Rest übriggeblieben. Dieser besteht aus 25 Ahornbäumen und sechs Linden. Mancher Baum mag weit über 100 Jahre alt sein. In der Alleemitte klafft eine große Lücke, die hoffentlich bald aufgeforstet wird.
Die Bäume sind umgeben von landwirtschaftlich genutzten Feldern. Allerdings fährt, wie auf einem Foto ersichtlich, an der angrenzenden B 2 ein Auto nach dem anderen vorbei. Nicht weit davon entfernt ist reger Zugverkehr. Niemand nimmt die Allee in ihrer einmaligen Ästhetik war. Sie endet vor der einstigen Gutshofeinfahrt. Dies ist ein Ort der Stille, nahe der Großstadthektik. Ich hoffe sehr, dass dieses wunderbare Stück Natur bald unter Naturschutz gestellt wird.
Beschreibung von Ludwig Fichtl:
Diese Allee ist ca. 2 km lang und atemberaubend schön! Und mit sehr alten Bäumen, mindestens 150 Jahre alt. Sie trägt den Namen Kurfürstenallee zu Recht. Zusätzlich hat man von dort einen herrlichen Blick auf die Allgäuer Alpen. Ich mag diese Allee, weil es ein traumhafter Spaziergang unter ihren Blättern ist und diese Bäume immer einen Besuch wert sind.
Marktoberdorf ist für mich ein direktes Tor zum Allgäu, man ist schnell am Forggensee oder in den Bergen, auch Füssen ist nicht weit.
Beschreibung von Rainer Lobinger:
Die Kurfürstenallee in Marktoberdorf ist über ca. 2 km durchgehend begeh- und befahrbar Kinderwagen, Rollstuhl, etc.), aber an manchen Stellen sehr hügelig. Die alten Linden sind ca. 200 Jahre alt. Es ist meine Lieblingsallee, weil es schöne Lindenbäume sind und man von dort aus die Alpen sieht.
Meine Lieblingsallee befindet sich am Ortsrand von Marktoffingen im Landkreis Donau-Ries. Fährt man die B 25 von Marktoffingen zum Ortsteil Minderoffingen, biegt bald eine kleine Feldstraße rechts ab.
Diese wird von ca. 40 Obstbäumen, bestehend aus Apfel- und einigen Birnbäumen, gesäumt. Darunter befinden sich vereinzelt sehr alte Exemplare. Leider weist die Allee erhebliche Lücken auf, die hoffentlich bald durch Neuanpflanzungen geschlossen werden, zumal der Anteil an Obstbaumalleen in Deutschland immer mehr zurück geht. Bis weit in das Industriezeitalter fand Obstbau auch am Straßenrand statt. Heute ist eine Ernte oder Abtransport an einer Bundesstraße kaum noch denkbar.
Sie ist meine Lieblingsallee, weil sie sich trotz ihrer sträflichen Vernachlässigung harmonisch in die Landschaft schmiegt.
Die Kreisstraße DON28 zwischen Mertingen und Auchsesheim sowie Mertingen und Druisheim schlängelt sich durch die reizvolle Landschaft des südlichen Donau-Ries. Zahlreiche Linden, wovon manche an die 100 Jahre alt sein dürften, sowie jüngere Ahornbäume säumen auf ca. sechs Kilometer die Fahrbahn. Leider ereignen sich auf dieser Strecke immer wieder sogenannte "Baumunfälle", weil die Autofahrer viel zu schnell unterwegs sind. Wie eine jüngst erfolgte Geschwindigkeitsmessung ergab, brausen die Verkehrsteilnehmer im Durchschnitt mit 103,5 Stundenkilometern durch die Allee.
Kurz hinter Mertingen (Richtung Donauwörth) zweigt die Kreisstraße 38 ab in Richtung Asbach-Bäumenheim. Diese wird ebenfalls von einer kleineren Allee aus Linden und Ahornen gesäumt.
Obwohl hier tagtäglich über 5 000 Fahrzeuge unterwegs sind, radle ich gern den Fahrradweg neben der Allee entlang, vor allem Ende Juni/Anfang Juli. Dann übertrifft der Lindenblütenduft alle Auspuffgase.
Das Schlossgut Moosschwaige, ein Vierseithof, liegt an der Westgrenze von München im Südwesten des Stadtteils Aubing. Das einst der adeligen Familie Maffei gehörende Gut steht als Gebäudeensemble unter Denkmalschutz. Das Gebiet um die nördlich gelegenen ehemaligen Fischteiche ist als Biotop ausgewiesen. Ein weiteres Biotop bilden die an das Gut angrenzenden Streuobstwiesen. Ferner umgeben imposante Eschenhalballeen das Areal.
Zum Gut führt eine Auffahrtsallee, bestehend (überwiegend) aus Ahornbäumen und (vereinzelt) Eschen. Da das Schlossgut privater Besitz ist, ist es nicht möglich, die Allee zu durchwandern. Leider! Zu meiner Kindheit, unmittelbar nach dem II. Weltkrieg, war dies noch möglich.
Die schattenspendende und seinerzeit "verschwiegene" Allee gehörte mit zu den beliebtesten Spielplätzen der Kinder, die in Aubing, Neuaubing, Germering und Freiham wohnten. Die anrückenden Neubaugebiete mit Hochhäusern und Gewerbehallen der prosperierenden Großstadt engen die Idylle der Moosschwaige immer mehr ein.
Schon als kleiner Bub bewunderte ich die hochgewachsenen Pappeln, die die boulevardartige Leopoldstraße beidseitig säumen. Die Straße ist benannt nach Prinz Leopold von Bayern, dem Sohn des späteren Prinzregenten Luitpold von Bayern. Die hastigen Fußgänger und die in den Cafes sitzenden Menschen profitieren von diesem "grünen Tunnel", denn er filtert die "dicke Luft": die Abgas- und Staubwolken des stetig zunehmenden Straßenverkehrs. Er ist ein willkommener Schattenspender in sommerlicher Hitze und stiller Begleiter der Autos, die die Leopoldstraße regelrecht verstopfen.
Diese Allee befindet sich in München-Neuaubing. Ich kenne sie seit meiner frühesten Kindheit, da ich in ihrer Nähe aufgewachsen bin. In den Jahren 1938 bis 1940 erbaute die Flugzeugfirma Dornier für ihre Mitarbeiter in Werksnähe eine Wohnsiedlung. Geplant waren ca. 880 Wohnungen. Doch der Zweite Weltkrieg verhinderte deren Ausbau. Schließlich konnten nur 406 Wohnungen errichtet werden. Die Anlage wurde seinerzeit ohne Kirche geplant. Dafür gab es einen "Dorfplatz" als zentralen Mittelpunkt, der auch als Appellplatz diente. An der Süd- und Nordseite des "Dorfplatzes" (Gößweinsteinplatz) befinden sich zwei Tordurchfahrten. Heute steht das gesamte Areal unter Denkmalschutz. Leider geht durch die Renovierung der Häuserzeilen immer mehr der ursprüngliche Charme der Siedlung verloren.
Von der stark befahrenen Bodenseestraße führt direkt die "Auffahrtsallee" (Aufseßerstraße) zur südlichen Tordurchfahrt. Aus ca. 50 raschwüchsigen Pyramidenpappeln besteht die Allee. Ein Teil der Bäume stammt noch aus der Zeit als die Allee angelegt wurde. Die Pyramidenpappel ist eine Form der Schwarzpappel und ist stets männlich. Da sie kein lang lebender Baum ist, muss die Allee immer wieder mit Jungbäumen aufgefrischt werden. Übrigens befindet sich direkt neben der Allee einer der schönsten Biergärten Münchens.
Eine ca. 3 km lange Ahornallee verbindet Heinrichsheim und Rohrenfeld, zwei Stadtteile Neuburgs an der Donau. Sie führt vom Ortsende Heinrichsheims zum Gut Rohrenfeld, vorbei am "Mäuseturm" und "Wittelsbacher Golf Club". Das denkmalgeschützte Gut wurde ursprünglich als landwirtschaftliches Gestüt betrieben. Könige, Fürsten, Prinzen u. a. hochadelige Herren schätzten die Jagd rund um Rohrenfeld.
Fährt man durch die Allee, kann man sich leicht in frühere Zeiten zurückversetzt fühlen. Doch nicht lange währt der Traum. Am Ende (bzw. Anfang der Allee) befindet sich das 47 ha große Audigelände mit Teststrecke. Autolärm dröhnt in die Idylle der Allee hinein.
Die ca. 300 Jahre alten Linden säumen den Weg zur Wallfahrtskapelle Maria Schnee, die sich am Ortsrand von Nassenbeuren, ca. 3 km nördlich von Mindelheim befindet. Es ist meine Lieblingsallee, weil es sehr viele Ruheplätze gibt, wo man die Seele baumeln lassen kann. Vor allem im Herbst ist die Allee sehr romantisch.
In Nassenbeuren arbeitete Pfarrer Christoph von Schmid, der das bekannte Weihnachtslied "Ihr Kinderlein kommet" geschrieben hat (vielleicht in der Allee???). In Mindelheim findet alle 3 Jahre das Frundsbergfest statt.
Die Allee säumt die Münchener Straße in Neuburg. Diese liegt im östlichen Teil der Innenstadt, Richtung Ingolstadt. Ich kenne die Lindenallee bereits über viele Jahrzehnte. Sie wurde im Laufe der Zeit immer wieder neu "aufgefrischt". Das ist zu begrüßen, denn Alleen mitten in der Stadt sind von ökologischer Bedeutung (die m. E. ihre Nachteile aufwiegen). Sie tragen u. a. zur Verschönerung des Stadtbildes bei, bilden ein Biotop, filtern die Luft und sind Schallschutz.
Das dreigeschossige Schloss mit seinem zinnenbesetzten Schweifgiebel, das laut Inschrift über dem Spitzbogentor der Patrizier Hans Christoph Völin und dessen Gemahlin Veronika von Freyberg von 1562 bis 1567 erbauen ließen, bestimmt zusammen mit der Pfarrkirche St. Mariae das Ortsbild von Neuburg an der Kammel. Die Auffahrt zum Schloss ist gesäumt von wuchtigen alten Lindenbäumen.
Auffallend ist, dass an vielen Bäumen üppig der Efeu hoch wächst. Da stellt sich die Frage: Ist dieser ein freundlicher oder ein fieser Baumkiller? Davon, dass der Efeu die Bäume, an denen er hochklettert, zum Absterben bringt, war schon der griechische Philosoph und Naturforscher THEOPHRAST (372-287 v.C.) überzeugt. Doch dem ist nicht so. Der Efeu ist keinesfalls ein Schmarotzer wie oft behauptet wird, denn er nimmt Wasser und Nährstoffe über die Wurzeln aus dem Boden auf. Am Baum hat der Efeu einen überaus positiven Effekt. Nicht nur Insekten fühlen sich wohl im dichten Grün der Blätter und halten den Baum schädlingsfrei. Außerdem bietet der Efeu vielen Tieren Unterschlupf: Mäuse haben versteckte Zugänge zu ihren Löchern, Spinnen spannen Netze zwischen die Äste und Blätter und Vögel bauen ihre Nester darin. Die der aus der Familie der Araliengewächse stammenden Pflanze zugeschriebenen Schadwirkungen sind meistens eine Schädigung des Stützbaums, hervorgerufen durch andere Ursachen.
Der Bund für Naturschutz und Umwelt, Region Hannover, schreibt: "Der Efeu... ist ein heimisches Gehölz mit ganz besonderer Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz. Befürchtungen, dass Efeuranken für die größeren heimischen Bäume oder für den Wald insgesamt schädlich sind, halten einer Nachprüfung nicht stand. Von daher sind Aktionen zur generellen Bekämpfung von Efeu an Bäumen im Wald und in Grünanlagen strikt abzulehnen. Solche Handlungen müssen als 'Verwüstungen von Beständen wild lebender Pflanzen ohne einen vernünftigen Grund' gewertet werden, die nach dem Naturschutzrecht verboten sind (§ 39 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG)" (http://region-hannover.bund.net/uploads/media/Efeu_und_Baeume.pdf, S. 13).
Schon von weitem erblickt man die imposante Schlossanlage und die darunter liegende katholische Pfarrkirche Sankt Mariae Himmelfahrt in Neuburg an der Kammel, Landkreis Günzburg. Etwas westlich gelegen führt ein Fußweg zum Gotteshaus und dem vorgelagerten Friedhof. Uralte Linden säumen den kleinen Weg zur Kirche und zum Gottesacker. Die Allee ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Wahrlich ein herrlicher Anblick, der kaum zu beschreiben ist. Darum lasse ich die beigefügten Fotos alleine sprechen.
Fährt man von Rain am Lech kommend in den Ort ein, säumen 25 Ahornbäume die "Rainer Allee". Es handelt sich hier um eine verhältnismäßig junge Allee, die im Zuge der Straßen-/Dorfneugestaltung angelegt wurde. Inzwischen sind die Ahorne zu einer staatlichen Baumgruppe herangewachsen. Alleen erfüllen viele Funktionen. Dazu gehört u.a. auch die Verbesserung des Landschaftsbildes und dessen Ästhetik, was mittlerweile die "Rainer-Allee" durchaus erfüllt.
Niederschönenfeld im Landkreis Donau-Ries ist bekannt durch das ehemalige Kloster der Zisterzienserinnen. Dieses wurde 1849 zu einem "Gefängnis" umgebaut. Heute ist die Justizvollzugsanstalt für junge Erwachsene bis 26 Jahre zuständig. Die kulturhistorisch hochinteressante Klosterkirche ist der Öffentlichkeit zugänglich.
Die Stadt Nördlingen im Landkreis Donau-Ries ist weltweit bekannt für ihre Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören u.a. die komplett erhaltene Stadtmauer, die von 1427 bis 1505 erbaute gotische St. Georgs-Kirche, als auch die vielen prachtvollen Häuser aus dem Mittelalter und der Renaissance innerhalb der Altstadt.
Die einstige Freie Reichsstadt ist aber auch eine "grüne Stadt". Zwei meiner Lieblingsalleen sind dort zu finden. Die erste ist im Südosten der Stadt und besteht aus 60 Linden, die majestätisch den Kellermannsweg säumen. Die Bäume sind über 100 Jahre alt und ragen mindestens 25 m in den Himmel. Sie bilden den Übergang zur "Marienhöhe", einem Landschaftspark, der nach Marie Friederike von Preußen benannt wurde.
Meine zweite Lieblingsallee zieht sich außerhalb der Stadtmauer oberhalb des Stadtgrabens entlang. Hierbei handelt es sich um eine ca. 400 m lange Mischallee, die vom Baldinger Tor bis zum Berger Tor reicht. Sie besteht aus insgesamt 174 Linden und Kastanien (die leider von der Kastanienminiermotte befallen sind). In jüngster Zeit wurden verstärkt Baumlücken geschlossen, so dass sich nunmehr ca. 35 Jungbäume in das Ensemble einreihen.
Beide Alleen laden zum Ausruhen, zur Entspannung sowie zur Kontemplation ein. Manchen seltenen Vogel hört man zwitschern und nicht selten suchen Eichhörnchen emsig nach Nahrung. Mit ihren mächtigen und zerfurchten Stämmen bieten meine zwei Lieblingsalleen zu jeder Jahreszeit einen reizvollen Anblick. Verwundert bin ich, dass sie noch nicht zu einem Naturdenkmal erhoben wurden.
Diese Kastanienallee steht in Oberndorf am Lech in Bayern, in der Dorfmitte beim Fuggerschloss. Die sogenannte Kirchenallee befindet sich am südlichen Rand von Schloss Oberndorf - dort fand auch in der Nähe die berühmte Schlacht des Feldherrn Tilly statt. Durch diese Allee wurde im Mittelalter dem gemeinen Volk gestattet, die kleine Schlosskapelle, die sich im obersten Geschoss des östlichen Turmes befindet, zu besuchen. So kam die Allee zu ihrem Namen.
Ein kleiner schmaler Weg führt an den mächtigen und knorrigen Kastanien vorbei. Dieser Weg geht bis an den Rand des Wassergrabens und des Parks, der das Schloss umgibt. Schloss und Park befindet sich heute in Privatbesitz und sind leider nicht zugänglich.
Lieblingsallee von Manfred Berger, Dillingen:
Zwischen 1535 und 1546 erbauten die Fugger in Oberndorf am Lech ein Wasserschloss, das während des 30-jährigen Krieges zerstört wurde. Die Gebäudereste des Gebäudes wurden 1826 zur einer Zweiflügelanlage ausgebaut, die heute noch als solche existiert. Leider sind das Schloss und der es umgebende Landschaftspark der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Doch der Alleen-Fan wird für diesen Mangel reichlich entschädigt.
Im östlichen Rundturm der Zweiflügelanlage ist die Schlosskapelle untergebracht. Dorthin führt eine äußerst, wirklich äußerst imposante Kastanienallee. Sie besteht aus ca. 50 Bäumen, deren Alter ich auf 200 Jahre und mehr schätze. Die Allee diente einst dem "gemeinen Volk" als Zugangsweg zur Schlosskapelle. Daher wird sie auch "Kirchenallee" genannt. Sie besitzt den Status eines Naturdenkmals.
Eine weitere mächtige Kastanienallee säumt den Weg der einstigen Schlossauffahrt. Beide Alleen sind ein wahres Naturerlebnis, obwohl die Bäume von der Kastanienminiermotte befallen sind: Im Frühling blühen und duften die unüberschaubaren Blüten, im Sommer spenden die Blätter Schatten, im blätterlosen Zustand ragen die gigantischen Äste in alle Himmelsrichtungen. Besonders im Mai, wenn das Kastanienlaub noch frischgrün und gesund ist, ist ein Gang durch die Alleen ein besonderer Genuss.
Geht man die Schlossauffahrt hoch, kommt ein kleiner "Vorpark". In diesem ist eine weitere, viereckig angelegte Kastanienallee. Auf sie ist nur ein Blick aus der Ferne möglich, da die Allee, leider ebenfalls von der Kastanienminiermotte befallen, im privaten Teil des Schlossareals liegt.
Die Ortenburger Lindenallee ist ein wertvolles Kulturgut im Passauer Land. Sie ist meine persönliche Lieblingsallee, weil sie eine majestätische Würde und Eleganz ausstrahlt, die nur Baumriesen zu Eigen ist.
Alleen stellten in der Gartengeschichte, seit der Antike, ein wichtiges Gestaltungselement dar und haben daher über Jahrhunderte hinweg vielfältigen Schutz genossen. In Mitteleuropa wurde die Allee erst in der Renaissance wiederentdeckt. Mit Beginn des 15. Jahrhunderts schieben sich die oberitalienischen Machtzentren Mailand und Florenz in den kulturellen Vordergrund und werden nun zum Lehrmeister der anderen europäischen Länder. In der Gartenkultur kommen die italienischen Ideen mit den Kavalierstouren über die Alpen - über die Straßen und Wege der Kaufleute und Händler. Und so gelangten sie frühzeitig auch nach Ortenburg. Ein erstes und sehr wesentliches Element war dabei die Allee: ein Weg, der zu Repräsentationsbauten führt, wurde zu beiden Seiten mit Bäumen bepflanzt.
Die Lindenallee in Ortenburg ist ein weithin sichtbares und beeindruckendes Wahrzeichen und ein bedeutendes kulturelles Erbe im Landkreis Passau. Die Allee, dessen Erstpflanzung vermutlich auf Graf Joachim von Ortenburg (1530-1600) zurückgeht, führt vom Markt Ortenburg über eine Anhöhe hinauf zum Schloss. Auf einem Stich von ca.1630 sehen wir die Allee als herausragendes und prägendes Gestaltungsmittel. In der imposanten Allee befinden sich noch einige Linden, die vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammen. Aus dieser Zeit sind neben den Linden weitere herrschaftliche Besonderheiten erhalten geblieben. Parallel zur Lindenallee verläuft der Laborantenweg, der Arbeiterweg, der von den Bediensteten auf dem Weg von und zum Schloss benutzt werden musste.
Tag der Lindenallee
Ein wichtiges Ziel der Veranstaltungsreihe Gartenkunst im Passauer Land ist es, die Menschen aus der Heimat einzubinden und so an die Schätze der Gartenkunst in der Region zu erinnern. Alleen sind ein wertvolles Kulturgut, sie stiften Identität und sind zugleich wichtiger Lebensraum. Die Ortenburger Lindenallee ist eine der ältesten Alleen in Bayern und vermutlich eine der ältesten Alleen in ganz Deutschland. Mit dem alle Jahre stattfindendem "Tag der Lindenallee" möchten wir, dass diese jahrhundertealte Allee regional und überregional wieder ins Bewusstsein der Menschen gelangt. Für die weitere Erforschung der Ortenburger Gartengeschichte und auch der Lindenallee ist weitere wissenschaftliche Quellen- und Feldforschung unumgänglich, dieses wird eine wichtige Zukunftsaufgabe der "Gartenkunst im Passauer Land" sein.
Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.gartenkunst-im-passauer-land.de
Hoch über den Talgrund der Ammer und dem Ammersee liegt das Hochschloss Pähl, gelegen im Landkreis Weilheim-Schongau. Ein Wanderweg führt hinauf bis zur Grenze des Schlossparks, der dann rechts abbiegend weiter zur Pähler Schlucht führt. Eine kleine Kastanienallee, die früher wahrscheinlich bis zum Schloss reichte, säumt den Aufstieg. Man muss schon sehr genau hinsehen um die Allee zu entdecken, denn sie wurde völlig der Natur überlassen und darum sehr verbuscht. Die „verwunschene Kastanienallee“ ( leider von der Kastanienminiermotte befallen) fügt sich wunderbar in das Naturschutzgebiet rund um das Schloss und die Pähler Schlucht, mit einem Wasserfall von 16 Metern in freier Fallhöhe, ein.
Das einstige Residenzstädtchen Pappenheim, gelegen an der Altmühl, ist ein beliebtes Ausflugsziel. Es beherbergt viele bedeutende kunsthistorische Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise die spätgotische Stadtkirche St. Marien, die alte Burg Pappenheim oder das sogenannte alte Schloss, ein Renaissancebau aus dem Jahre 1593.
Der Luftkurort Pappenheim ist auch bekannt für seine prächtigen Alleen. Eine der schönsten ist für mich die über 530m lange Lindenallee, die den Bahnweg, der vom Bahnhof bis fast zur Innenstadt führt, säumt.
Die Allee ist nicht nur der Zubringerweg zum Bahnhof oder zur Innenstadt, sie wird ebenso von vielen Menschen zu einem erholsamen Spaziergang genutzt. Selbst Fahrradfahrer steigen ab und schieben ihr Rad die Allee entlang, um ihre "kontemplative Ausstrahlung" genießen zu können.
Die eindrucksvolle Lindenallee entlang der Schärdinger Straße steht wie vieles in der Innstadt mit Porzellan in Verbindung, genauer gesagt mit dem Porzellanmaler und Ehrenbürger Ferdinand Glockseisen (1831 bis 1915). In der Passauer Innstadt betrieb er seine Leidenschaft, die Malerei, und ließ als erster Vorstand des Verschönerungsvereins von Passau, dem späteren Fremdenverkehrsverein, die gut 1,5 km lange Allee bestehend aus 242 Winterlinden anlegen. Sie wurde beidseitig der Straße gepflanzt und zwar mit dem Hintergrund, Besucher von Passau zur beeindruckenden Aussichtsplattform in Höhe des Klosters Mariahilf zu leiten, aber auch um Fuhrwerken Schatten zu spenden. Heute ist die gesamte Lindenallee an der Schärdinger Straße ein Naturdenkmal und zugleich ein Denkmal für Ferdinand Glockseisen.
Ich mag diese Allee, da sie zum Grenzübergang nachösterreich führt und diese Allee hat mich schon als Kind bei jedem Ausflug nach Schärding/Inn beeindruckt. Das Spannende daran ist die Mischung aus sehr alten und neu gepflanzten jungen Bäumen, wodurch man die unterschiedlichen Entwicklungsstufen gut erkennen kann. Die Vorstellung, dass hier nach dem überaus steilen Anstieg die Pferdefuhrwerke Schatten bekamen und froh waren, wieder normal gehen zu können.
Von dunklen Stadtmauern zur Kastanienallee - wie die Kastanien an den Inn fanden: Bis zur weitläufigen Innpromenade in ihrem heutigem Gesicht war es ein weiter Weg, befanden sich doch ursprünglich Stadtmauern an jenem Ort. Diese waren 1425 - zur unsicheren Zeit der Türkenkriege - zum Schutz der Bürger errichtet worden. Außerhalb der Mauern befand sich der "Sand", eine Innanschwemmung, die noch heute in den Ortsbezeichnungen "Oberer Sand" bzw. "Unterer Sand" namensgeblich beteiligt ist. Einen Teil jener Stadtmauern ließ Fürstbischof Graf von Auersperg in den Jahren von 1781 - 1795 abbrechen und beauftragte den Hofarchitekten Hagenauer, der auch beim Bau Freudenhains maßgeblich beteiligt war, das dahinter liegende Gelände in eine Promenade mit einer Rosskastanienallee umzuwandeln. Jedoch brachte massiver Widerstand aus den Reihen der Passauer Bürger die fürstbischöflichen Pläne schließlich zum Scheitern (vgl. Gampert, Dendrologischer Führer, 1911).
Fast hundert Jahre später griff der Verschönerungsverein der Stadt Passau jene Pläne wieder auf, so dass die öffentlichen Anlagen an der Innpromenade entstanden. So besteht die schattige Promenade heute aus Rosskastanien, und zwar sowohl aus der bekannten weißblühenden Art, wie auch aus der rotblühenden. Dazwischen sind einzelne morgenländische Platanen eingestreut, die durch ihre grüngelbliche, im Sommer sich in schuppigen Platten ablösende Rinde Blicke auf sich ziehen. Diese stammen ebenfalls wie die Rosskastanien und einige Linden aus der Zeit des Grafen von Auersperg. Im Weiteren sind im Verlauf der Promenade auch später gepflanzte Baumarten wie Ahorn, Esche, Buche und Götterbaum zu finden.
Es ist eine Lieblingsallee, weil es für mich schon als Kind immer spannend war, wenn wir am Sonntag im Winter zum Füttern von Schwänen und Möwen gegangen sind. Die Bäume dort passen einfach zu der ganzen Einheit, von Weg und Natur. Die Gesamtansicht als Einheit von Promenade und Altstadt wird auch als "Schokoladenseite von Passau" bezeichnet. Heute ist es immer noch der beliebteste Spazierweg von Passau, wo Familien und ältere Leute sowie viele Studenten die Sonne genießen.
Schloss Possenhofen befindet sich im Ortsteil Possenhofen der Gemeinde Pöcking im oberbayerischen Landkreis Starnberg. Prinzessin Elisabeth in Bayern, genannt Sisi, und ihre Geschwister verbrachten hier ihre Kindheit. Zum großen Bedauern der zahlreichen Sisi-Fans kann das Schloss, das zu einer luxuriösen Eigentumswohnanlage umgebaut wurde und dadurch viel an historischer Substanz verloren hat, nicht besichtigt werden.
Trotzdem lohnt sich ein Sparziergang durch das Areal, zumal man heute unbeschwert durch den einstigen Schlosspark streifen kann, der zu früheren Zeiten dem "gemeinen Volk" nicht zugänglich war. In der Parkanlage ist eine Kastanienallee, mit teilweise noch alten Bäumen, die sich nahe dem Seeufer zum Schloss entlangzieht. Leider sind die Bäume von der Kastanienminiermotte befallen.
Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen liegt Süddeutschlands größtes Niedermoor, das Donaumoos. 1786 begann man mit der Trockenlegung des Feuchtgebiets. Entlang der schnurgerade angelegten Entwässerungsgräben entstanden typische Straßendörfer. Birken säumen die kilometerlangen Straßen, wie beispielsweise die Staatsstraße 2049. Diese führt auch durch das sechs km lange Pfarrdorf Klingsmoos, ein Ortsteil von Königsmoos. Meine beiden Fotos wurden dort aufgenommen.
Es ist für den Alleen-Fan ein wahres Vergnügen die schnurgeraden Donaumoos-Straßen entlang zu radeln. Die Birken spenden in heißen Tagen den nötigen Schatten, bei windigem Wetter macht es Freude zu sehen, wie sie sich im Wind wiegen. Da es keine Steigungen gibt, empfiehlt sich auch für Anfänger eine Radtour durch das Donaumoos.
In Kleinhohenried, einem Ortsteil von Karlshuld, der "Metropole des Donaumooses", befindet sich in idyllischer Lage die Umweltbildungsstätte "Haus im Moos". Dieses ist umgeben von einem großen Freigelände und einem weitläufigen Freilichtmuseum.
Eine mächtige Kastanienalle befindet sich am westlichen Stadtrand von Rain am Lech. Sie zieht sich entlang dem Georg-Weber-Stadion. Die Rosskastanienallee besteht aus ca. 70 Bäumen, deren Alter schwer einschätzbar ist. 80 bis 100 Jahre?
Leider ist die Allee von der Kastanienminiermotte befallen. Trotzdem wirkt sie stolz und erhaben, lädt zur Rast und Ruhe ein und ist idyllischer Ausgangspunkt für eine Auwald-Wanderung.
Die Nord- und Westseite des Rainer Friedhofs dekoriert eine stattliche Säuleneichenallee. Sie besteht aus ca. 50 Bäumen. Der größte Teil der Eichen ist etwa 15 bis 20 m hoch. Die Seitentriebe der einzelnen Säuleneichen wachsen, wie es sich für diese Sorte aus der Gattung Eiche gehört, straff aufwärts. Die Allee ist, neben seiner ökologischen Bedeutsamkeit, wahrlich ein ästhetischer Blickfang.
Noch eine Anmerkung für den Fan klassischer Musik. Auf dem Friedhof (an der östlichen Friedhofsmauer) befindet sich das Grab von Michael Raucheisen und seiner Frau Maria Ivogün. Er war ein hochgeschätzter Pianist, sie eine der einflussreichsten und bekanntesten Opernsängerinnen des 20. Jahrhunderts.
Von Reimlingen, Landkreis Donau-Ries, führen zwei Landstraßen zur Bundesstraße 25. Die südlich gelegene Landstraße wird von Birkenbäumen, die nördlich verlaufende von Ahornbäumen und zwei Robinienbäumen gesäumt. Leider sind die Alleen in einem mehr oder weniger desolaten Zustand. Sie weisen beachtliche Lücken auf. Auch viele alte und kranke Bäume sind anzutreffen.
Die Alleen sollten unbedingt unter Naturschutz gestellt werden, zumal sie das Landschaftsbild des weltberühmten Ries enorm bereichern.
Trotz ihres bedauerlichen Zustandes erfreuen mich die Alleen besonders im Frühjahr, wenn sie zum "neuen Leben" erwachen und uns Menschen zeigen, dass die Natur nicht so schnell aufgibt.
Schloss Roggenburg war das ehemalige Amthaus des Reichsstifts Roggenburg. Im Vergleich zu dem ausgedehnten Klosterareal wirkt das Schloss äußerst bescheiden. Außerhalb des sich nach Osten hin erstreckenden Parks im englischen Stil (mit Garten- und Badehaus) befindet sich eine Linden- und Kastanienallee. Diese besteht teilweise aus sehr alten Bäumen. Leider sind die Kastanienbäume von der Miniermotte befallen. Allgemein wirkt die Allee nicht sehr gepflegt. Sie ist an vielen Stellen verbuscht und weist klaffende Lücken auf, die durch Neuanpflanzungen zu schließen wären. Hoffentlich wird die Allee bald als Naturdenkmal entdeckt, als Bereicherung des gesamten Areals rund um das weithin bekannte Kloster Roggenburg.
Schloss Schleißheim gehört neben Schloss Nymphenburg zu den größten Residenzen rund um München sowie zu den bedeutendsten Barockanlagen Deutschlands. Die Gründung der Schlossanlage geht auf Herzog Wilhelm V. von Bayern zurück, der im Jahre 1597 die in einsamer Moorgegend gelegene Schwaige Schleißheim mit ihrer Margaretenkapelle dem Freisinger Domkapitel für eine enorm hohe Summe "abluchsen" konnte. Unter der Herrschaft von Kurfürst Maximilian II. Emanuel wurde aus dem prunkvollen Wittelsbacher Landsitz seiner Vorgänger eine repräsentative Residenz des Absolutismus. Die Schlossanlage beherbergt insgesamt drei Schlösser: Das Neue und Alte Schloss sowie Schloss Lustheim.
Der Parkbesucher darf sich auf eine große Anzahl von kleineren und größeren Alleen freuen, meist bestehend aus Linden- und Buchen. Die Alleen, in Verbindung mit den Broderien, den Wasserflächen, den Fontänen und der Kaskade suchen ihresgleichen und führen bis heute höfische Architektur und Gartenkunst des 17. und 18. Jahrhunderts eindrucksvoll vor Augen.
Die Allee mit Pappeln führt direkt zum Gut Rottenried, das sich ziemlich abseits am Bernrieder Wald westlich von Gilching in Bayern befindet. Dort fährt man an mehreren Dutzend bis zu 20 Meter hochgewachsenen Bäumen direkt auf die Gebäude des Gutshofs zu.
Das Wasserschloss Sandizell befindet sich in einem Stadtteil von Schrobenhausen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Es wurde 1749 bis 1755 erbaut und ist der Stammsitz der Grafen von Sandizell. Der das Schloss umgebende Park wurde in den 1870er Jahren als Englischer Landschaftspark angelegt. 16 Rosskastanienbäume, darunter zwei Junganpflanzungen, säumen die Auffahrt vom Torturm zum Schlossportal. Ich vermute, dass die Allee mit der Anlegung des Englischen Landschaftspark entstanden ist und dass aus dieser Zeit noch einige Kastanienbäume, die ja bis zu 300 Jahre alt werden können, enthalten sind.
Leider sind die Bäume von der Kastanienminiermotte befallen. Obwohl die Kastanien schon Mitte/Ende Juli den größten Teil ihrer Blätter abgeworfen haben, fügt sich die Allee majestätisch und erhaben in das historische Ambiente ein. Eine kleine Bank seitlich der Allee bietet einen Ort zur Rast und Erholung.
Die Hofmarkskirche von Sandizell ist durch einen Durchgang mit dem Schlosspark verbunden. Sie beherbergt viele Grabmäler derer von Sandizell. Der Altar, das wohl bedeutendste Werk des sakralen Baus, ist von Egid Quirin Asam.
Die sehenswerte Wallfahrtskirche Maria Kappel liegt wenige hundert Meter westlich von Schmiechen im Landkreis Aichach-Friedberg. Das ursprünglich gotische Gotteshaus wurde im 17. Jahrhundert umgebaut und im 18. Jahrhundert zu einem Rokoko-Kleinod ausgestaltet. Der Kreuzweg zur Wallfahrtskirche wird gesäumt von einer c. 200 m langen Allee, bestehend aus Linden-, Ahorn- und wenigen Robinienbäumen.
Die Allee fügt sich wunderbar in die reizvolle Landschaft ein. Auf dem Friedhof der Wallfahrtskirche befindet sich u.a. die Grabstätte des Adelsgeschlechts derer von Leonrod, darunter die des Widerstandskämpfers Ludwig von Leonrod, der am 26. August 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde.
Fast mitten in der Stadt von Schongau befindet sich eine meiner vielen Lieblingsalleen. Fährt man die Altenstädterstraße (St. 2014) in Richtung A 17, zweigt links vor dem Schongauer Brauhaus die Gebatstraße ab; von dieser wiederum (gleich linker Hand) der Birkenweg. Dieser wird gesäumt von unterschiedlich gewachsenen Birken. Kein Baum gleicht dem anderen. Teilweise wurden alte und kranke Bäume durch Neuanpflanzungen ersetzt. Die Allee bildet eine ökologische Aufwertung der sie umgebenden Siedlung.
Fährt man von Schrobenhausen (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) nach Langenmosen (St. 2050), erreicht man in wenigen Minuten Gut Weil. Das Gutshaus erblickt man nicht sofort, da es versteckt hinter der Allee liegt. Diese besteht aus 28 Ahorn- und Lindenbäumen. Ob in früheren Zeiten Bäume den gesamten Weg zum Gutshaus säumten? Eine Aufforstung dessen wäre m. E. sehr zu begrüßen und würde sicherlich dem Gesamtareal eine besondere Note verleihen.
Leider wirkt die (Rest?)Allee auf mich nicht sehr gepflegt, trotz erfreulicher Nachforstungen. Ein vorsichtiger Zuschnitt mancher Bäume und eine leichte Entbuschung würden jedenfalls den Alleencharakter deutlicher hervorheben.
Bei meinen Fahrradtouren am Lech und an der Wertach entlang, besuche ich immer wieder den Städtischen Friedhof von Schwabmünchen an der Hochfeldstraße 29. Eine kleine Akazienallee, bestehend aus insgesamt 20 Bäumen, säumt (teilweise) den Hauptweg des Friedhofs.
Leider ist die Trockenheit an manchen Bäumen sehr hoch. Zwei Akazien sind bereits abgestorben, die hoffentlich bald durch Neuanpflanzungen ersetzt werden. Am Ende der Allee befindet sich eine Bank, die zum Verweilen mit einem herrlichen Blick auf die Akazienallee einlädt.
Das fast 16.000 Einwohner zählende Schrobenhausen ist allgemein bekannt als Lenbachstadt im Spargelland des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen. Ein Besuch des Geburtshauses des Malerfürsten Franz von Lenbach (mit Museum) sowie des Europäischen Spargelmuseums ist für jeden Besucher Pflicht.
Für Alleenfreunde empfehle ich einen Spaziergang durch die den Stadtwall umgebende Allee. Diese hat eine Länge von ca. 1.300 Metern und besteht aus weit über 500 Bäumen, darunter Eschen, Sommer- und Winterlinden, Ulmen, Rotbuchen, Berg- und Spitzahorne, Rosskastanien etc. Der einstige Stadtwall wurde 1825 als Parkanlage angelegt. Mindestens 20 Prozent der Bäume sind älter als 150 Jahre und verleihen der Allee ein „majestätisches“ Aussehen.
Fährt man von Inchenhofen nach Pöttmes, kommt bald linkerhand eine Abzweigung zum Gut Sedlbrunn (1857 erbaut). Schon von weitem erblickt man die zum Vierseithof führende Ahornhalballee (darunter auch Eschen). Vermutlich dekorierte einst eine durchgehende Birkenallee Gut Sedlbrunn, die das Areal westlich, nördlich und östlich umschloss. Reste der Birkenallee sind noch an der West- und Ostseite vorhanden. Das Gut strahlt eine besondere Atmosphäre aus, sicher auch bedingt durch seine es umgebenden Alleen.
Graf Anton Clemens zu Toerring-Seefeld hat im Jahr 1770 die 765 Eichen setzen lassen. Diese Allee ist heute ein bemerkenswertes Biotop und Naturdenkmal. Graf Anton Clemens hatte als Zweitgeborener 1725 das Familienerbe angetreten und blieb bis zum Jahre 1812 der Chef des Hauses. Er war in jeder Hinsicht ein bemerkenswerter Schlossherr und als weit gereister Landwirtschaftsexperte Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Graf Anton Clemens war aber wohl auch oft bei den Nachbarn in Brandenburg, Mecklenburg und Ostpreußen, wo er den Zauber der Alleen kennen und lieben lernte. Doch hier ist diese Eichenallee von Seefeld nach Gut Delling bei Wessling mit 4,7 km Länge in Bayern die einzige ihrer Art geblieben.
Weitsichtig geplant mit 15 m Breite, ist sie auch der heutigen Zeit noch gewachsen. In der Hauptallee sind es 556 Stieleichen und zusammen mit den kleinen Seitenalleen bei Delling insgesamt 765 Bäume. Die wahre Pracht dieser Allee hat ihr Schöpfer Graf Toerring wohl vorausgesehen, aber nicht mehr erlebt. Doch ist anzunehmen, dass gleich mehrjährige Bäume gepflanzt wurden und nicht einzelne Eicheln in den Boden gesteckt wurden. Denn nur die mehrjährigen Heister waren den Rehen und Hirschen schon aus dem Äser hinausgewachsen. Gemessen an den 19.000 km Straßen und Wegen, die von Bäumen in ganz Deutschland gesäumt sind, nimmt sich die kurze Strecke zwischen Seefeld und dem einstigen Vorwerk-Gut Delling bescheiden aus. Doch ist diese Allee im Einzugsbereich von München ein bemerkenswertes Naturdenkmal, Nistplatz, Rastplatz und Nahrungsspender für viele Tiere.
Irgendwann ist auch in der Eichen-Allee zwischen Seefeld und Wessling die Strasse ausgebaut worden. Das Kopfsteinpflaster wurde entfernt und der Sommerweg ebenfalls. Heute verläuft die Rennpiste aus Asphalt in der Mitte. Dennoch wirkt sie fast bescheiden zwischen den einstmals großzügig gepflanzten Baumreihen. Was noch fehlt, der Fahrradweg daneben, entsteht gerade. Doch droht der Allee das wachsende Alter, und ein Gespenst war stets die Verkehrssicherungspflicht. Darum hat man wohl seit ihrem Bestehen an den mächtigen Eichen beständig herumgesägt und neben jedem dürren Ast auch bedrohlich scheinende herausgenommen. Man versäumte aber anschließend Balsam auf die Wunden der Bäume zu streichen. So haben denn Pilze und die Larven der großen Käfer, wie auch jene des Hirschkäfers zu nagen begonnen und viele der mächtig gewordenen Eichen wurden hohl gefressen und waren mit Mull gefüllt anstatt mit Kernholz. Eine Daueraufgabe für Baum-Restauratoren und Baum-Doktoren ist daraus geworden. Die haben schließlich den Mull herausgekratzt. Das wiederum ist trotz Stahlbändern auf Kosten der Stabilität gegangen. Denn bei jedem größeren Sturm brechen trotz Verkehrssicherung Äste, ja es brechen ganze Stämme von oben bis zur Wurzel auseinander. Es stimmt traurig, die mächtigen Stämme dahinsiechen zu sehen. Aber auch dieses Denkmal, diese wunderschöne Eichenallee ist vergänglich. Um sie lebendig zu erhalten, werden immer wieder starke junge Ersatzbäume dazwischen gepflanzt. Für unser Straßenbauamt eine Daueraufgabe, die kostspielig ist, aber die Allee am Leben bleiben lässt.
Früher füllte man die Aushöhlungen mit Plomben aus Beton. Heute bleiben sie ohne, denn mit Ausfüllungen geht der Zerfall noch schneller. In mancher dieser Höhlungen hausen den Sommer über die Fledermäuse. Weiter oben hören wir am Abend den Waldkauz aus den mächtigen Baumkronen rufen. In manchem Baum horstet auch ein Bussard, oder die Rabenkrähe und auch Elstern. Da zwitschern Heckenbraunelle, Rotkehlchen, Dorngrasmücke und Neuntöter. Mindestens so wichtig wie die Bäume selbst sind auch die breiten grün bewachsenen Randstreifen, auf denen niemand fährt. Am Fuße manches Stammes hat wohl auch die Straßenbauverwaltung einen Steinhaufen aufgeschüttet, in dem die Mäuse und auch deren Fressfeind, das Hermelin leben. Der Igel ist wohl dort auch zuweilen, obwohl er am Rande der Strasse sehr gefährdet lebt.
Wie sieht es nun mit dem Naturerbe Bayerische Kulturlandschaft aus? Will man die Bodenfruchtbarkeit für kommende Generationen bewahren, die Reinheit des Wassers sichern und auch die einstige Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren in der Kulturlandschaft flächendeckend erhalten, kommt man um Windschutz nicht herum, also auch nicht um Hecke und Baumallee. Auf den Flächen der Straßenverwaltung könnten im ganzen Land weitere Baumalleen entstehen. Da braucht man nicht einmal mehr die ehedem leibeigenen Bauern zu malträtieren. Die Baumallee soll mehr sein als nur Schattenspender oder ein Naturdenkmal, obwohl jeder Einzelne dieser ehrwürdigen Bäume als klassischer Solitärbaum gelten kann. Erst in der Summe vieler Bäume wird eine Allee daraus. Es müssen ja nicht gleich überall Eichen sein. Die lange Umtriebszeit macht es nötig, auch über andere Baumarten nachzudenken. Denn es gibt noch viele Gehölze die geeignet wären. Als man die 274 Baumarten auf Eignung prüfte, zeigte sich dass 3/4 der von Vögeln bevorzugten Arten aus Europa stammen, und bei den Exoten von ihnen über die Hälfte abgelehnt wird. An den Eichen-, Weiden- und Birkengehölzen leben über 200 Insektenarten, von denen viele gefährdet sind. Von den 28 Käferarten sind 7 zwingend, 6 schwerpunktmäßig auf Eichen angewiesen. Alleen sollen also auch Heimat sein für heimische Tiere, Raststätte oder Wirtshaus zugleich. Sie sollen helfen, das Klima auszugleichen, Wind und Stürme zu bremsen, auch wenn sie im Einzelfall zu Bruch dabei gehen.
Alleen filtern Staub und Abgase aus der Luft und reinigen sie von Schadstoffen. Jeder einzelne Baum wandelt als Klimaschutz soviel Kohlenmonoxyd an jedem einzelnen Tag um, dass das den Sauerstoffbedarf von 10 Menschen für ein ganzes Jahr bedeutet. Alleen können bis zu 70 % der so sehr kritisierten Feinstäube aus der Luft herausfiltern. Jeder einzelne Baum beseitigt pro Jahr eine volle Tonne Feinstaub. Alleen liefern mehr als nur Schatten, sie bilden mit ihrer schattigen Kühle ein eigenes kleines Biotop und damit ein eigenes Kleinklima. Bis zu 60 Vogelarten können von der Allee profitieren. Alleen sind unersetzbarer Lebensraum und die grünen Adern jeder Landschaft. Der Gedanke noch mehr Alleen zu pflanzen, die Idee von Graf Clemens Anton von Toerring-Seefeld lohnt weitergetragen zu werden, als Kulturerbe. Platz gibt es genug und finanzieren könnte man es aus der Mineralölsteuer, wo Geld genug vorhanden ist. Alleen sind Landschaftsbrücken der Natur in unserer durch Strassen viel zu stark vernetzte Landschaft.
Lesen Sie mehr unter www.natur-5seenland.de.
Das Gut Seligenstadt liegt zwischen Würzburg und Volkach, nordöstlich im Landkreis Würzburg. Es umfasst ca. 600 ha Ackerfläche und ist im Besitz der "Stiftung Juliusspital Würzburg". Diese wurde am 12. März 1576 von dem Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn (1545-1617) ins Leben gerufen. Einige Gutsgebäude (z. B. die Kapelle, das Verwalterhaus oder eine Scheune im Osten des Areals) stehen unter Denkmalschutz.
136 junge Eichenbäume säumen die Kreisstraße Wü 5, die am Gut Seligenstadt vorbeiführt. Die Eichenallee ist ohne Zweifel eine enorme Bereicherung für Mensch und Natur. Der Autofahrer kann sich an ihrer noch "jungen Schönheit" erfreuen und Tieren und Pflanzen bietet sie wichtigen Lebensraum. Außerdem "gehört es sich", kulturhistorisch gesehen, dass Alleen zu einem Gut führen.
Hoch über dem Ort Spielberg (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) liegt die gleichnamige Burg, die im Besitz von mehreren Adelsgeschlechtern war. Dazu gehörten die Grafen von Oettingen. Für lange Zeit war die Burg Stammsitz der 1734 fürstlichen Linie Oettingen-Spielberg.
Eine Lindenallee, bestehend aus 15 Bäumen, deren Alter ich weit über 150 Jahre schätze, säumt die Auffahrt zur Burg. Zur Allee gehören noch zwei Kastanienbäume.
Nach Absprache mit dem Burgherrn ist eine Besichtigung der Anlage möglich. In der Burg befindet sich ein Museum für zeitgenössische Kunst, mit Werken des Bildhauers Ernst Steinackers. Auch im ummauerten Innenhof kann man Skulpturen des verstorbenen Künstlers bewundern.
Diese Allee mit auffälligen Robinien, die an der zerfurchten Rinde gut zu erkennen sind, befindet sich in Stepperg / Bayern - einem Ortsteil von Rennertshofen.
In der Ortschaft fährt man erst am Schloss vorbei, das am südlichen Rand von Stepperg zu finden ist, dann geht es steil durch die Robinienallee die Antonibergstraße hinauf.
Die Robinienallee wird unterbrochen von einigen stämmigen Kastanien- und vereinzelt auch Ahornbäumen.
In unmittelbarer Nähe der Allee befindet sich der Antoniberg. Dieser beherbergt drei Kapellen: u.a. die Gruftkapelle der bayerischen Kurfürstin Maria Leopoldine.
Das Gut Sulz gehört zur Gemeinde Münster am Lech (Landkreis Donau-Ries). Es liegt in unmittelbarer Nähe von Rain am Lech (Staatsstraße 2047 nach Münster am Lech). Schon von Weitem erblickt man das Gut. Eine kleine, aber imposante doppelte Kastanienallee säumt die Auffahrtsallee zum Herrenhaus. Im hinteren nordwestlichen Teil des Gutes befindet sich noch eine weitere Allee. Sie besteht aus 20 Ahornbäumen. Nur auf den zweiten Blick ist erkennbar, dass es sich hier um eine stattliche Allee handelt. Es wäre begrüßenswert, wenn die verwunschene Allee wieder in ihrem originalen Zustand versetzt werden würde.
Schloss Sulzemoos im Landkreis Dachau war einst im Besitz der äußerst reichen Bankiersfamilie Schaezler. Das Geschlecht wurde 1821 in der Freiherrnklasse des Königreichs Bayern immatrikuliert. Nördlich des Adelsitzes säumt eine überwiegend mit Stileichen versehene Allee die einstige Auffahrt zum Schloss. Leider wirkt die Allee (darunter auch einige Ahorne und Eschen) sehr vernachlässigt, obwohl Neuanpflanzungen immer wieder vorgenommen wurden.
Trotzdem sind noch einige gravierende Lücken vorhanden. Eine sorgfältige Entbuschung würde die wenigen vorhandenen uralten Eichen sicherlich noch stattlicher erscheinen lassen und den jungen Bäumen mehr Raum zur Entfaltung geben. Leider sind die uralten sowie die neuangepflanzten Eichen vom Eichenmehltau befallen.
Eine ziemlich "verwildert" wirkende Allee findet sich in Taxa, einem Ortsteil von Odelzhausen im Landkreis Dachau. Sie war in früheren Zeiten die Auffahrtsallee der „hohen Herrschaften“ zum Schloss Taxa.
Folgende Baumarten weist die Allee auf: (überwiegend) Esche, Eiche, Ahorn, Robine und Ulme. Die Allee ist ca. 300m lang und liegt südlich des Schlosses. Da die Allee ziemlich verbuscht ist, wirkt sie etwas „verwahrlost“. Trotzdem freut sich jeder Alleenfan über die mächtigen Bäume, die Lebensraum für verschiedene Tiere bieten. Bei meinem Spaziergang durch die Allee bin ich beispielsweise äsenden Rehen begegnet.
Was für ein Idyll bei Thannhausen: Eine Birkenallee von über 60 Bäumen mit Blick über das Mindeltal und auf die Alpen bei schönem Wetter. Leider weist die Allee einige Lücken auf, die meines Erachtens unbedingt durch Neuanpflanzungen geschlossen werden sollten. Dadurch wird der Reiz der Birkenallee noch höher. Hoffentlich liest jemand vom Stadtrat diesen Vorschlag. Die Allee befindet sich östlich am Berghang der 6.000 Einwohner zählenden Stadt und zweigt von der Straße "Alpenblick" ab.
Triesdorf - im mittelfränkischen Landkreis Ansbach - war einst Stammsitz derer von Seckendorff. 1600 ging der Besitz an Markgraf Georg Friedrich I. von Brandenburg-Ansbach über. In den folgenden Jahrhunderten bauten die Margrafen Triesdorf zur fürstlichen Residenz aus. Barocke Gärten, herrschaftliche Gebäude, stattliche Alleen und ein Theater erfreuten seinerzeit die hohen Herrschaften des Ansbacher Hofs. Heute befindet sich auf dem weitläufigen Areal Deutschlands kleinste Hochschule für Umwelt, Ernährung und Landwirtschaft sowie weitere Bildungseinrichtungen.
Triesdorf ist eine wahre Alleenpracht – Alleen, soweit das Auge reicht. Fährt man vom Bahnhof Triesdorf kommend in den Ort ein, säumt eine imposante Platanenallee von ca. 75 Bäumen die Straße. Besonders beeindruckend sind auch die Lindenalleen rund um das sogenannte "Weiße Schloss", heute Sitz der Fachakademie für Hauswirtschaft. Innerhalb des Ortes befinden sich Mischalleen oder auch Obstbaumalleen. Jeder Alleenfreund wird begeistert sein, wenn er sich in Triesdorf auf Spurensuche begibt. Warum die Alleen in Triesdorf zu meinen Lieblingsalleen gehören? Eine Antwort darauf erübrigt sich bei Betrachtung beigefügter Fotos.
Eine Wanderung in und um Tutzing am Starnberger See erfreut jeden Alleenfan. Es macht Spaß die (überwiegend) imposanten Lindenalleen aufzuspüren, die sich in der Nähe des Seeufers oder auf den Weg zur Ilkahöhe, benannt nach der Fürstin Ilka von Wrede, befinden. Die nicht sehr mühsame Suche wird wahrlich belohnt durch wunderschöne Alleen, deren Bäume teilweise weit über 100 Jahre alt sein dürften. Die Alleen sind sehr gepflegt.
An klaren Tagen kann man von der Ilkahöhe (einer der schönsten Aussichtspunkte am Starnberger See) die voralpine Hügellandschaft und das Alpenpanorama von der Zugspitze bis zu den Chiemgauer Alpen bewundern.
In Unterschwaningen, Landkreis Ansbach, stand einst eine mächtige Schlossanlage mit Lustgarten und Park. Imposante Reste davon sind heute noch zu bewundern. Friederike Louise von Preußen, Tochter des preußischen Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I., wurde von ihrem Mann, Markgraf Karl Wilhelm Friedrich von Ansbach, nach Unterschwaningen verbannt, wo sie am 4. Februar 1784 an einer Lungenentzündung starb. Die sich dort befindende Lindenallee trägt ihren Namen. Sie besteht aus 50 Bäumen und geht dann in eine Halballee mit 20 Linden über. Besonders ins Auge stechen die gekrümmten, durch Witterungseinflüsse gealterten Bäume, die sich "fürstlich" von den Neuanpflanzungen abheben.
Die wohl interessanteste Art, wie Birken wachsen können, findet man mit der Birkenallee in Wagelsried (südlich von Fürstenfeldbruck/ Bayern), die auch als Naturdenkmal FFB Nr. 44 ausgezeichnet wurde. Kaum eine andere Allee weist solche krumm- und schiefgewachsenen Exemplare aus. Das passt auch zu dem unebenen Feldweg, der gerne als Wanderweg genutzt wird.
Eine schöne Allee mit großen und kräftigen Kastanienbäumen und einer angrenzenden Halballee mit Linden findet man auf dem Zufahrtsweg zum Schloss Weidenkam (südlich von Holzhausen, Bayern).
Das Schloss, das sich in Privatbesitz befindet und zum Gemeindegebiet von Münsing gehört liegt ein bisschen versteckt am Ostufer des Starnberger Sees. Direkt nebenan befindet sich eine zugängliche Gärtnerei.
Weilheim ist eine über 1.000 Jahre alte Stadt. Sie liegt im Pfaffenwinkel in der Voralpenregion und ist Kreisstadt des Landkreises Weilheim-Schongau. Die Obere Stadt wird vom Stadtbach durchzogen, der auf beiden Seiten von (meist jungen) Linden bewachsen ist. Nur noch wenige sehr alte Bäume gehören zum Bestand. Wenn das jährliche Oberstadtlerfest entlang des Baches gefeiert wird, erfreuen sich die Besucher aus Nah und Fern an dem satten Grün der Bäume.
Die kleine Allee befindet sich in Welden/Bayern auf dem Theklaberg in unmittelbarer Nähe der Votivkirche St. Thekla.
Das weit über die Grenzen der Marktgemeinde Welden hinaus bekannte Rokokojuwel, das einst im Besitz der Fürsten Fugger war, dient seit 1929 dem dort ansässigen Kloster der "Unbeschuhten Karmelitinnen" als Gotteshaus.
Die ca. 175m lange Lindenallee wurde 1869 vom königlichen Revierförster August Ganghofer, Vater des bekannten Schriftstellers Ludwig Ganghofer, angelegt.
Sie besteht aus 56 Linden. Die meditative Ruhe, die Kirche und Kloster ausstrahlen, wird von den uralten hochgewachsenen Linden unterstützt. Vereinzelt mussten junge Linden nachgepflanzt werden, die sich unauffällig in die prächtige Allee eingliedern. Die Lindenallee steht unter Naturschutz und ist ein eingetragenes Naturdenkmal in Bayern.
Meine Lieblingsallee befindet sich im Wellheimer Trockental, einem Ur-Donautal (Landkreis Eichstätt).
Genau an der Grenze vom Markt Wellheim zum Ortsteil Konstein führt ein Weg, gesäumt von insgesamt 27 Pappeln und 24 Linden, zu einem Gräberfeld aus der Mittleren Bronzezeit (1600-1200 v. Chr.). Die Allee beginnt als reine Lindenallee. Diese besteht aus 12 Bäumen. Der Lindenallee folgt eine Mischallee aus Pappeln und Linden, die in eine Pappelhalballee übergeht. Acht Pappeln bilden das (ziemlich verbuschte) Alleenende. Viele der Bäume sind mit Vogelkästen bestückt. Das Zusammenspiel von Linde und Pappel finde ich faszinierend, verleiht der Allee das gewisse "Etwas". Die Kombination beider Baumarten ist mir anderen Orts noch nicht begegnet.
Spaziert, joggt oder fährt man mit dem Fahrrad durch die Allee, die nicht von Autos befahren wird, ergeben sich wunderbare "Seitenblicke", beispielsweise auf den Dohlenfelsen (ein wahres Kletterparadies) oder auf die verfallene Burg Wellheim. Die nahe und weitere Umgebung ist ein grünes Paradies mit pflanzlicher und tierischer Artenvielfalt.
Oberhalb der historisch interessanten Stadt Wemding führt der Wallfahrerweg zur Wallfahrtskirche Maria Brünnlein zum Trost. Dort wird seit dem 17. Jahrhundert vor allem eine aus Holz geschnitzte Marienfigur verehrt. Die imposante Basilika erstrahlt nach einer aufwändigen Restaurierung (2000 bis 2003) in neuem Glanz.
Den Weg dorthin säumen beidseitig insgesamt ca. 115 Apfelbäume (hie und da ist ein Birnbaum darunter). Jeder Baum ist mit einer Nummer versehen. Wenn die Früchte reif sind, findet nach alter Tradition eine Obstversteigerung statt. Soll heißen: Wer am meisten bietet, darf den jeweils erworbenen Baum abernten. Die Allee ist im Besitz der Stadt Wemding. Die Baumblüte im Frühjahr ist ein besonderes Landschaftserlebnis und im Spätsommer erfreut sich (klammheimlich) mancher Wallfahrer, Radfahrer oder Spaziergänger an den saftigen Äpfeln.
Die Einöde Gut Wildbad gehört zur Stadt Wemding im Landkreis Donau-Ries. Es liegt westlich der Stadt, in der Nähe der Staatsstraße 2213 in Richtung Nördlingen. Gut Wildbad war bereits im 16. Jahrhundert ein privates Heilbad der Bayerischen Kürfürsten. Im Laufe der Jahre logierten viele illustre Gäste an diesem vornehmen Ort. Dazu gehörten beispielsweise Mitglieder der Familie Krupp, die Grafen von Pappenheim, Rudolf Diesel, Ritter von Epp oder Eduard Mörike. Heute ist Gut Wildbad eine großzügige Hotel- und Freizeitanlage. Dorthin säumt eine interessante Allee die "Auffahrtschausee", bestehend aus ca. 130 Bäumen. Dabei wurden in Wechsel eine Eiche, eine Birke gepflanzt. Entstehende Lücken werden sofort durch Neuanplanzungen geschlossen, dadurch wirkt die Allee sehr gepflegt (ein gutes Aushängeschild für das Hotel).
An der Allee gefällt mir die Kombination von Birke und Eiche. Solch eine Zusammenstellung von Alleenbäumen ist mir an anderer Stelle noch nicht begegnet.
Wemding ist eine kulturhistorisch hoch interessante Stadt, die überaus viele denkmalgeschützte Bauwerke beherbergt. Dazu gehört der gesamte Marktplatz mit seinen Gebäuden. Ebenso das Wahrzeichen der Stadt, die Stadtpfarrkirche Emmeran, mit ihren beiden 65 m hohen Türmen. Diese sind unterschiedlich dimensioniert: der südliche Turm ist der kräftigere, der nördliche der schlankere.
Schloss Seyfriedsberg gehört zu Ziemetshausen (Landkreis Günzburg). Es ist im Besitz des 1774 gefürsteten Geschlechts zu Oettingen-Wallerstein. 1848 ließ Prinz Karl Anselm vor dem Schloss einen forst-botanischen Park anlegen, der Bäume und Sträucher aus aller Welt beherbergt und weit über die Grenzen des Landkreises Günzburg hinaus bekannt ist. Das Naturdenkmal ist ganzjährig der Öffentlichkeit frei zugänglich. Betritt man den Park, fällt der Blick sofort auf die sehr gepflegte Rotbuchenallee. Sie säumt den Weg nicht ganz bis zum Schloss.
Es sind wirklich eindruckvolle Bäume, deren Wuchshöhe bei ca. 30 m liegen dürfte. Ob sie Prinz Karl Anselm anpflanzen ließ? Beim Durchschreiten der Allee kann man sich gut vorstellen, wie seinerzeit die hohen Herrschaften durch sie hindurchkutschierten oder mit Pferden galoppierten, sie steif graziös durch den Park spazierten. Wie gut das diese Zeit vorbei ist, und heute jedem der Anblick dieses kultur- und naturhistorischen Areals vergönnt ist.
Der Wallfahrtsort Maria Vesperbild liegt ca. 1 km südöstlich von Ziemetshausen (Landkreis Günzburg). Jährlich pilgern bis zu 500.000 Menschen zum Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes.
Eine etwa 500m lange dreireihige Lindenallee führt hinauf zur 1754 erbauten Wallfahrtskirche. Die großzügig angelegte Lindenallee steht unter Naturschutz.
Besonders imposant sind die vielen alten Bäume, deren Alter ich weit über 150 Jahre schätze. Die Allee wirkt sehr gepflegt. Entstehende Lücken werden sofort durch Neuanpflanzungen geschlossen.